moin.sh

moin.sh Das Schweigen ist gebrochen, der Zauber der Wörter entfesselt: moin.sh – halb Nachricht, halb Märchen, halb Unsinn von der Förde mit Karl-Heinz & Co. KG.

Regionales, Kunst, Satire & Seemannsgarn. Lachen ausdrücklich erlaubt.

Damals waren Karl Heinz und Torge noch Kinder.Vielleicht zehn oder elf.Es war irgendwann Ende der 60er in Sörup. Lange b...
14/05/2026

Damals waren Karl Heinz und Torge noch Kinder.

Vielleicht zehn oder elf.

Es war irgendwann Ende der 60er in Sörup. Lange bevor jeder ein Handy hatte. Damals, als die Straßenlaternen nachts noch summten und man nach dem Sandmännchen eigentlich zuhause sein musste.

Karl Heinz zog an seiner viel zu heimlich geklauten Zigarette und verzog sofort das Gesicht.

Torge lachte.
„Du siehst aus wie Opa Erwin beim Husten.“

„Halt die Fresse“, murmelte Karl Heinz und warf die Kippe ins Gras...mehr in den Kommentaren.

Karl-Heinz stand wie jeden Morgen im Hafenmeisterbüro, als draußen der Wind durch die Flensburger Förde pfiff. Eigentlic...
15/04/2026

Karl-Heinz stand wie jeden Morgen im Hafenmeisterbüro, als draußen der Wind durch die Flensburger Förde pfiff. Eigentlich war es ein ruhiger Dienst – bis dieser eine Tag kam, an dem alles anders wurde.

Im Hintergrund lief gerade ein seltsamer Streit: Karl-Heinz trat gegen den alten Funker an, der wie immer behauptete, „früher sei alles besser gewesen“ und dass man „so etwas wie Probleme im Meer früher einfach weggefunkt hätte“. Karl-Heinz winkte nur genervt ab.

Dann war da Olli – Seehund Olli. Der hatte mal wieder eine seiner verrückten Ideen... mehr in den Kommentaren.

Moin…Es gibt Dinge, die passieren nachts.Dinge, von denen man nichts in den Nachrichten hört.Keine Schlagzeilen, keine E...
14/04/2026

Moin…

Es gibt Dinge, die passieren nachts.
Dinge, von denen man nichts in den Nachrichten hört.
Keine Schlagzeilen, keine Expertenrunden.

Und doch… spürt man die Auswirkungen morgens an der Zapfsäule.

Denn irgendwo zwischen flackernden Neonröhren und alten Industriehallen trifft sich ein Kreis, der über mehr entscheidet, als man glaubt.

Ein geheimes Gremium von Tankstellenbetreibern.
Unscheinbare Leute am Tag… aber nachts Spieler.

Das „Sasa“ hatte schon viele Abende gesehen, an denen Dinge wichtiger genommen wurden, als sie von außen betrachtet jema...
11/04/2026

Das „Sasa“ hatte schon viele Abende gesehen, an denen Dinge wichtiger genommen wurden, als sie von außen betrachtet jemals hätten sein dürfen.

Aber dieser Abend war anders.

Es lag nicht an der Menge der Leute, sondern an der Art, wie sie standen, dichter als sonst, enger zusammengerückt, als würden sie instinktiv Platz machen für etwas, das mehr Raum brauchte als nur ein paar Quadratmeter zwischen klebrigen Tischen.

Denn heute ging es nicht einfach um irgendeinen Zeitvertreib.

Heute ging es um Eier... mehr in den Kommentaren.

Ich stand vor dem Hörsaal der Uni Flensburg und dachte mir: Na gut, Karl Heinz, jetzt erklärst du denen mal die echte We...
12/02/2026

Ich stand vor dem Hörsaal der Uni Flensburg und dachte mir: Na gut, Karl Heinz, jetzt erklärst du denen mal die echte Welt.
Auftrag von der Uni und von der Handwerkskammer. „Jugend für das Handwerk begeistern“, hatten sie gesagt.
Also Rucksack gepackt: Schraubenschlüssel, Bits, Zange, Dübel, Sparx, ein bisschen echtes Leben eben.

Ich ging rein.
Der Saal war voll. Aber keiner sah mich an.
Nur dieses Flimmern.
Hundert, zweihundert Handydisplays. Blaulicht. TikTok-Gesichter. Leere Augen.

„Moin“, sagte ich.
Keiner reagierte.... mehr in den Kommentaren.

Der Winter 1978/79 hatte das Land fest im Griff. Schnee lag meterhoch, der Wind heulte über die Felder bei Flensburg, un...
12/02/2026

Der Winter 1978/79 hatte das Land fest im Griff. Schnee lag meterhoch, der Wind heulte über die Felder bei Flensburg, und selbst die Militärfahrzeuge kamen nur noch langsam voran, schaufelnd, rutschend, gegen die weißen Berge an. Ich war damals ein junger Soldat bei der Bundeswehr, kaum zwanzig Jahre alt, und schlief in jener Nacht unruhig in meiner kleinen Stube in der Kaserne. Ich träumte vom Klavier. Vom alten Wohnzimmer von Frau Petersen, meiner alten Lehrerin. Ich sah noch genau ihre schmalen, schnellen Finger über die Tasten huschen und hörte das sanfte Klingen der Noten.
Ich lächelte im Schlaf. Dann wachte ich auf, das Traumgefühl noch in den Fingerspitzen, während draußen der Sturm über das Land peitschte und der Schnee gegen die Fenster trommelte.

Am nächsten Morgen kam die Meldung über Funk: ..mehr in den Kommentaren.

Karl Heinz steht am Rand vom Hof, die Hände tief in den Taschen,der Wind zieht über die Felder, bringt den Geruch von He...
23/01/2026

Karl Heinz steht am Rand vom Hof, die Hände tief in den Taschen,
der Wind zieht über die Felder, bringt den Geruch von Heu und ungelegten Plänen.
„Also gut“, sagt er später, „so hat mein Besuch bei Bauer Knop angefangen.“

Er wollte eigentlich nur einen Kaffee trinken,
ein bisschen reden über Wege, Grenzen, Verträge.
Doch noch bevor er den ersten Schluck nehmen konnte,
kam Fabian über den Schotterweg, mit diesem Blick,
der schon Streit verspricht, bevor ein Wort fällt.

Karl Heinz erzählt:
„Ich hab gemerkt, hier liegt Spannung in der Luft.
Die Kühe wurden still, als wüssten sie, gleich knallt’s.
Fabian stellte sich breitbeinig hin, als wär der Acker schon seiner. Bauer Knop zog ruhig die Mütze tiefer,
so ruhig, dass es gefährlich wirkte.“ .. mehr in den Kommentaren

Karl Heinz war an diesem Tag eigentlich nur auf einer Mission: einmal kurz zum Friedheimdöner. So ein ganz normaler Weg,...
25/12/2025

Karl Heinz war an diesem Tag eigentlich nur auf einer Mission: einmal kurz zum Friedheimdöner. So ein ganz normaler Weg, den man schon hundertmal gefahren ist – Fahrrad, frische Luft, Kopf frei, der Gedanke an knuspriges Brot und diese eine Soße, die immer zu viel ist und genau deshalb richtig.

Und trotzdem hatte der Tag etwas Eigenartiges. So eine leise Spannung in der Luft, wie ein Gewitter, das sich nicht entscheiden kann... mehr in den Kommentaren.

03. april 1990der tag, an dem die grenztonne offiziell eingeholt wurde. karl-heinz fand: zu spät.der himmel hing tief wi...
15/12/2025

03. april 1990
der tag, an dem die grenztonne offiziell eingeholt wurde. karl-heinz fand: zu spät.

der himmel hing tief wie ’ne nasse decke. die ostsee machte schschsch, als würde sie heimlich was wegwischen wollen. am ufer standen leute rum, die so taten, als wären sie nur zufällig da. norddeutsches spionagelevel: 10/10...mehr in den Kommentaren.

Karl-Heinz hatte schon viel gesehen: Sturmfluten, Hafenlärm, Seehund-Olli in völlig bescheuerten Lagen.Aber alt werden… ...
15/12/2025

Karl-Heinz hatte schon viel gesehen: Sturmfluten, Hafenlärm, Seehund-Olli in völlig bescheuerten Lagen.
Aber alt werden… das war was anderes.

Alt werden war nicht laut.
Alt werden kam leise. Wie Nebel...mehr in den Kommentaren.

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