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Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen die Anarchisten Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als eine...
23/08/2026

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen die Anarchisten Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten sterben – trotz weltweiter Proteste. Unschuldig? Das hat viele Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens alarmiert. Der Richter, der Staatsanwalt, die Geschworenen und der Gouverneur aber hielten sich an ihr Vor-Urteil. Eine Erinnerung von Helmut Ortner.

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen die Anarchisten Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten sterben ...

Das sprichwörtliche stumme Handzeichen in die eine und in die entgegengesetzte Himmelsrichtung, wenn im amerikanischen W...
22/08/2026

Das sprichwörtliche stumme Handzeichen in die eine und in die entgegengesetzte Himmelsrichtung, wenn im amerikanischen Western die übliche Frage gestellt wird: „Woher kommst du? Und wohin gehst du?“ ist im ontologischen Sinne ganz angemessen. Wenn Kant fragt: „Was kann ich wissen?“ müssen wir antworten: „Das nicht“. Das Woher und das Wohin gehört der Metaphysik, mit der sich Claudia Wirsing, Philosophin an der TU Braunschweig, in ihrer Abhandlung mit dem Titel „Anfang und Ursprung“ auseinandergesetzt hat. Peter Kern hat es einer kritischen Lektüre unterzogen.

Das sprichwörtliche stumme Handzeichen in die eine und in die entgegengesetzte Himmelsrichtung, wenn im amerikanischen Western die übliche Frage gestellt wird: „Woher kommst du? Und wohin gehst du?“ ist im ontologischen Sinne ganz angemessen. Wenn Kant fragt: „Was kann ich wissen?“ müssen...

Der neue Newsletter von TEXTOR ist da! Frohes Stöbern!
21/08/2026

Der neue Newsletter von TEXTOR ist da! Frohes Stöbern!

Wenn eine Fabrik so funktioniert wie die Treppen des niederländischen Grafikers M. C. Escher, sollte man nicht nur nach einem perspektivischen, sondern vor allem nach einem organisatorischen Fehler suchen. Dass auch große industrielle Produktionsstätten oder Verwaltungsapparate Abteilungen jensei...

Neues Gedicht auf TEXTOR – von Daniela Daub:irgendwo ist immer Licht irgendwer ist immer wach wenn ringsum alles dunkel ...
20/08/2026

Neues Gedicht auf TEXTOR – von Daniela Daub:

irgendwo ist immer Licht
irgendwer ist immer wach
wenn ringsum alles dunkel ist
ist ein erleuchtetes Fenster wie ein erhellender Gedanke.
(...)

Zum ganzen Gedicht 👇

irgendwo ist immer Licht irgendwer ist immer wach wenn ringsum alles dunkel ist ist ein erleuchtetes Fenster wie ein erhellender Gedanke. die Vögel singen schon wenn man’s so nennen will sie machen diese Klänge diedie Ohren öffnen wie das Blaudas aus dem Dunkel dämmert die Augen in die Ferne...

Wenn eine Fabrik so funktioniert wie die Treppen des niederländischen Grafikers M.C.Escher, sollte man nicht nur nach ei...
20/08/2026

Wenn eine Fabrik so funktioniert wie die Treppen des niederländischen Grafikers M.C.Escher, sollte man nicht nur nach einem perspektivischen, sondern vor allem nach einem organisatorischen Fehler suchen. Dass auch große industrielle Produktionsstätten oder Verwaltungsapparate Abteilungen jenseits von Sinn und Nutzen unterhalten, kommt vor. Die japanische Autorin Hiroko Oyamada hat solche ökonomische Inaktivität zum Thema ihres Romans „Die Fabrik“ gemacht, den Claus Leggewie vorstellt.

Wenn eine Fabrik so funktioniert wie die Treppen des niederländischen Grafikers M.C.Escher, sollte man nicht nur nach einem perspektivischen, sondern vor allem nach einem organisatorischen Fehler suchen. Dass auch große industrielle Produktionsstätten oder Verwaltungsapparate Abteilungen jenseits...

Wie kann es sein, dass ein ästhetisch wenig ansprechendes Trinkgefäß in Japan solch enorme Wertschätzung genießt? Nach d...
19/08/2026

Wie kann es sein, dass ein ästhetisch wenig ansprechendes Trinkgefäß in Japan solch enorme Wertschätzung genießt? Nach dem Anblick einer Raku-Teeschale im Tokyoer Nationalmuseum ließ Ruth Fühner die Frage nicht mehr los. Ihre Recherchen führten sie zu einem untrennbar mit dem Zen-Buddhismus verbundenen ästhetisch-philosophischen Konzept. Das prägte die gesamte Gesellschaft und erreichte in der Teezeremonie seine höchste Bestimmung. Wie sie jetzt weiß, holten sich manche Kriegsherren sogar einen Teemeister als Berater an die Seite.

Wie kann es sein, dass ein ästhetisch wenig ansprechendes Trinkgefäß in Japan solch enorme Wertschätzung genießt? Nach dem Anblick einer Raku-Teeschale im Tokyoer Nationalmuseum ließ Ruth Fühner die Frage nicht mehr los. Ihre Recherchen führten sie zu einem untrennbar mit dem Zen-Buddhismus ...

„Le Samourai” kam in Deutschland als „Der eiskalte Engel“ in die Kinos. Da wussten wir, wer Alain Delon ist. Was wir nic...
18/08/2026

„Le Samourai” kam in Deutschland als „Der eiskalte Engel“ in die Kinos. Da wussten wir, wer Alain Delon ist. Was wir nicht wissen konnten, ist, auf welche Weise sein Leben sich mit dem auf der Leinwand überblendete. Dass der damals schöne Schauspieler und Filmproduzent nicht der Täter des Kapitalverbrechens von 1968 sein konnte, ist bewiesen. Wie die Vorgänge in seinem privaten Umfeld dennoch sein Leben überschatteten, wird in dem englischen Buch „Murder in Paris ‘68“ von Edward Chisholm ergründet, das Rainer Erd in seine „Pariser Geschichten“ aufgenommen hat.

„Le Samourai” kam in Deutschland als „Der eiskalte Engel“ in die Kinos. Da wussten wir, wer Alain Delon ist. Was wir nicht wissen konnten, ist, auf welche Weise sein Leben sich mit dem auf der Leinwand überblendete. Dass der damals schöne Schauspieler und Filmproduzent nicht der Täter des...

Rund drei Jahrzehnte lang spürte Petra Bonavita dem Schicksal von Frankfurter Jüdinnen und Juden während des NS-Regimes ...
17/08/2026

Rund drei Jahrzehnte lang spürte Petra Bonavita dem Schicksal von Frankfurter Jüdinnen und Juden während des NS-Regimes nach. Hierbei stieß sie unter anderem auf eine Gruppe von Helfer:innen, von der zuvor niemand wusste. Die Ergebnisse ihrer umfassenden Recherchen hielt die Soziologin in etlichen Büchern fest. Das jüngste ist Mitte dieses Jahres erschienen und wie sie in einem Gespräch mit Doris Stickler bekundete, soll es das letzte gewesen sein. Ob das zutrifft, wird sich zeigen.

Rund drei Jahrzehnte lang spürte Petra Bonavita dem Schicksal von Frankfurter Jüdinnen und Juden während des NS-Regimes nach. Hierbei stieß sie unter anderem auf eine Gruppe von Helfer:innen, von der zuvor niemand wusste. Die Ergebnisse ihrer umfassenden Recherchen hielt die Soziologin in etlich...

Die Verbreitung manipulierender und falscher Informationen ist auf vielen Social Media Plattformen längst gang und gäbe....
16/08/2026

Die Verbreitung manipulierender und falscher Informationen ist auf vielen Social Media Plattformen längst gang und gäbe. Doch auch vermeintlich seriöse Medien kehren dem Anspruch objektiver Berichterstattung den Rücken, wie Detlef zum Winkel beim Lesen eines Spiegel-Artikels feststellen musste. Die Autoren versuchten hier „eine falsche und hinterhältige Legende“ über die Schuld am Irankrieg zu konstruieren, lasten sie Israels Geheimdienst Mossad an und messen dem barbarischen Überfall der Hamas kaum Bedeutung bei.

Die Verbreitung manipulierender und falscher Informationen ist auf vielen Social Media Plattformen längst gang und gäbe. Doch auch vermeintlich seriöse Medien kehren dem Anspruch objektiver Berichterstattung den Rücken, wie Detlef zum Winkel beim Lesen eines Spiegel-Artikels feststellen musste. ...

Von der universell rettenden Technologie bis zum alles zerstörenden Kontrollsystem – die KI-Sensationen treiben täglich ...
15/08/2026

Von der universell rettenden Technologie bis zum alles zerstörenden Kontrollsystem – die KI-Sensationen treiben täglich neue Blüten, die von den Herstellerfirmen begossen und gepflegt werden: Ist sie das einfühlsame Helferlein oder ein datenräuberischer Einbrecher? Oder etwa beides? Träume von lustvoller Selbstauflösung wechseln mit dystopischen Endzeitvisionen. Der Schriftsteller Lutz Rathenow hat das „Zuwort“ seines neu aufgelegten Gedichtbandes „Zangengeburt“ aus der Kommunikation der dritten Art generiert – als Ansporn zur kritischen Hinterfragung – wie in einem angehängten Gespräch zweier KIs.

Von der universell rettenden Technologie bis zum alles zerstörenden Kontrollsystem – die KI-Sensationen treiben täglich neue Blüten, die von den Herstellerfirmen begossen und gepflegt werden: Ist sie das einfühlsame Helferlein oder ein datenräuberischer Einbrecher? Oder etwa beides? Träume v...

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