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Die Ambivalenz des Wortes „aufziehen“ strahlt in manchen Familien mechanisch bis in die Aufzucht aus. Da werden die ehrg...
13/10/2026

Die Ambivalenz des Wortes „aufziehen“ strahlt in manchen Familien mechanisch bis in die Aufzucht aus. Da werden die ehrgeizigen Wünsche der Eltern in die Kinder eingepflanzt und rücksichtslos verwirklicht. Die Folgen eines solchen Zuchtprogramms hat Elfriede Jelinek 1983 in ihrem Roman „Die Klavierspielerin“ bis in die letzten psychosozialen Winkel verfolgt. Nun, 43 Jahre später und nach aufsehenerregenden Erfolgen als Bühnenautorin, wird die österreichische Schriftstellerin 80 Jahre alt. Ria Endres erinnert noch einmal an die grandiose „Klavierspielerin“.

Die Ambivalenz des Wortes „aufziehen“ strahlt in manchen Familien mechanisch bis in die Aufzucht aus. Da werden die ehrgeizigen Wünsche der Eltern in die Kinder eingepflanzt und rücksichtslos verwirklicht. Die Folgen eines solchen Zuchtprogramms hat Elfriede Jelinek 1983 in ihrem Roman „Die ...

Die Leere ist seit dem 20. Jahrhundert eine viel genutzte Komponente der bildenden Kunst. Mit der Leere sieht man mehr, ...
12/10/2026

Die Leere ist seit dem 20. Jahrhundert eine viel genutzte Komponente der bildenden Kunst. Mit der Leere sieht man mehr, sie fördert die Konzentration auf das Wenige, das es zu sehen gibt. Im Kunstarchiv Darmstadt ist die Ausstellung „Lager Zwei“ des Künstlers Simon Gilmer zu sehen, die im Rahmen des Jahresprojekts World Design Capital 2026 und dessen Motto „Design for Democracy. Atmospheres for a better life“ stattfindet. Kenneth Koark reflektiert die ungewöhnlich Präsentation.

Die Leere ist seit dem 20. Jahrhundert eine viel genutzte Komponente der bildenden Kunst. Mit der Leere sieht man mehr, sie fördert die Konzentration auf das Wenige, das es zu sehen gibt. Im Kunstarchiv Darmstadt ist die Ausstellung „Lager Zwei“ des Künstlers Simon Gilmer zu sehen, die im Rahm...

Es geht wieder um Thema Nr. 1. In sieben Kapiteln beschäftigen sich sieben männliche und sieben weibliche Personen mit d...
11/10/2026

Es geht wieder um Thema Nr. 1. In sieben Kapiteln beschäftigen sich sieben männliche und sieben weibliche Personen mit dem, was man heute pauschal S*x nennt. Geschrieben hat den Reigen Lola Landau, die 1892 in Berlin geboren wurde, nach 1910 erste Gedichte im Berliner Tageblatt veröffentlichte, als Lehrerin arbeitete, nach zwei Ehen und der Machtübernahme der N***s 1935 nach Palästina floh, schrieb dort bis zu ihrem Tod 1990 in Jerusalem weiter Erzählungen, Gedichte, Theaterstücke und Hörspiele. Ewart Reder hat die 1973 erschienenen „Variationen der Liebe“ aufgefunden.

Es geht wieder um Thema Nr. 1. In sieben Kapiteln beschäftigen sich sieben männliche und sieben weibliche Personen mit dem, was man heute pauschal S*x nennt. Geschrieben hat den Reigen Lola Landau, die 1892 in Berlin geboren wurde, nach 1910 erste Gedichte im Berliner Tageblatt veröffentlichte, a...

Der Messe-Newsletter von TEXTOR ist da! Frohes Stöbern!   Auf der Frankfurter Buchmesse finden Sie uns in Halle 3.0, D69...
09/10/2026

Der Messe-Newsletter von TEXTOR ist da! Frohes Stöbern!

Auf der Frankfurter Buchmesse finden Sie uns in Halle 3.0, D69. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Elsa Asenijeff, Schriftstellerin, gebürtige Wienerin, Lebensgefährtin Max Klingers – eine schillernde Persönlichkeit. Alle literarischen Gattungen, Lyrik wie Prosa, Essay und Feuilleton bedienend, hinterließ sie ein überaus vielstimmiges Werk. Heute wird sie wiederentdeckt: als radikale Stimm...

Elsa Asenijeff, Schriftstellerin, gebürtige Wienerin, Lebensgefährtin Max Klingers – eine schillernde Persönlichkeit. Al...
08/10/2026

Elsa Asenijeff, Schriftstellerin, gebürtige Wienerin, Lebensgefährtin Max Klingers – eine schillernde Persönlichkeit. Alle literarischen Gattungen, Lyrik wie Prosa, Essay und Feuilleton bedienend, hinterließ sie ein überaus vielstimmiges Werk. Heute wird sie wiederentdeckt: als radikale Stimme weiblicher Autonomie, als unbehauste Exotin, als sprachmächtige Autorin, die mit poetischer Wucht Tabus brach. Ihr Werk – zwischen Jugendstil und Expressionismus – , feiert die sinnliche Liebe und fordert bis heute heraus. Eine Frau, die mit Worten und ihrem Leben Grenzen sprengte. Volker Breidecker hat sich auf die Suche gemacht.

Elsa Asenijeff, Schriftstellerin, gebürtige Wienerin, Lebensgefährtin Max Klingers – eine schillernde Persönlichkeit. Alle literarischen Gattungen, Lyrik wie Prosa, Essay und Feuilleton bedienend, hinterließ sie ein überaus vielstimmiges Werk. Heute wird sie wiederentdeckt: als radikale Stimm...

Das ehemalige Wohn- und Atelierhaus des Malers Otto Ubbelohde befindet sich inmitten von Wiesen am Ortsrand von Lahntal-...
08/10/2026

Das ehemalige Wohn- und Atelierhaus des Malers Otto Ubbelohde befindet sich inmitten von Wiesen am Ortsrand von Lahntal-Goßfelden ca. zehn Kilometer von Marburg an der Lahn entfernt. Umgeben von Bienen, Schafen und Alpakas finden Schriftstellerinnen und Schriftsteller hier die notwendige Ruhe, um konzentriert an ihren Projekten zu arbeiten oder sich von der Natur des Lahntales inspirieren zu lassen.

Das ehemalige Wohn- und Atelierhaus des Malers Otto Ubbelohde befindet sich inmitten von Wiesen am Ortsrand von Lahntal-Goßfelden ca. zehn Kilometer von Marburg an der Lahn entfernt. Umgeben von Bienen, Schafen und Alpakas finden Schriftstellerinnen und Schriftsteller hier die notwendige Ruhe, um k...

Wer nur einen Moment darüber nachdenkt, weiß, dass die Todesstrafe keine Strafe ist. Und doch sind es Menschen, die das ...
07/10/2026

Wer nur einen Moment darüber nachdenkt, weiß, dass die Todesstrafe keine Strafe ist. Und doch sind es Menschen, die das Strafbedürfnis des Staates verkörpern, vor allem, wenn es auf Menschenopfer hinausläuft. Das Wissen um diesen Widerspruch und das unbeirrbare, archaische Tötungsverlangen ziehen sich als politisch-soziale Konstruktionsfehler durch die Geschichte und führen zu grotesk-makabren Problemen wie jüngst in Tennessee. Helmut Ortner schreibt über Entwürdigung und Finanzierbarkeit durch Hinrichtungen.

Wer nur einen Moment darüber nachdenkt, weiß, dass die Todesstrafe keine Strafe ist. Und doch sind es Menschen, die das Strafbedürfnis des Staates verkörpern, vor allem, wenn es auf Menschenopfer hinausläuft. Das Wissen um diesen Widerspruch und das unbeirrbare, archaische Tötungsverlangen zie...

Das grundsätzliche Nichteinverstandensein macht einsam. Zugleich ist es die Ausgangsposition der poètes maudits, der ver...
07/10/2026

Das grundsätzliche Nichteinverstandensein macht einsam. Zugleich ist es die Ausgangsposition der poètes maudits, der verfemten Dichter, deren Randständigkeit bis heute als Markenzeichen in Anspruch genommen wird. Aber es entspricht auch einer moralischen Haltung, die wiederum verbindet. Der natürliche Ort dieser Literatur ist der Underground, auch wenn sie sich inhaltlich damit nicht einverstanden zeigt. Dort hat Michael Eschmann den „Narciss“ von Lukas Palamar gefunden und als revoltierendes Erbe gesichert.

Das grundsätzliche Nichteinverstandensein macht einsam. Zugleich ist es die Ausgangsposition der poètes maudits, der verfemten Dichter, deren Randständigkeit bis heute als Markenzeichen in Anspruch genommen wird. Aber es entspricht auch einer moralischen Haltung, die wiederum verbindet. Der natü...

Was will das Theater? Was wollen wir vom Theater? Stets und immer neu: zwei Fragen; und glücklicherweise immer zwei Antw...
06/10/2026

Was will das Theater? Was wollen wir vom Theater? Stets und immer neu: zwei Fragen; und glücklicherweise immer zwei Antworten. In Frankfurt kam der O’Neill-Klassiker „Des langen Tages Reise in die Nacht“ zur Aufführung und im Kammerspiel „Deutschlandherz“ von Bonn Park. Martin Lüdke hat beide Stücke gesehen und kommt zu der Erkenntnis, dass das aktuelle das klassische ist, das neue aber kaum mehr als Ansichtssache. Wie auch immer, das Publikum sucht die ernsthafte künstlerische Auseinandersetzung mit den Zumutungen der Gegenwart.

Was will das Theater? Was wollen wir vom Theater? Stets und immer neu: zwei Fragen; und glücklicherweise immer zwei Antworten. In Frankfurt kam der O’Neill-Klassiker „Des langen Tages Reise in die Nacht“ zur Aufführung und im Kammerspiel „Deutschlandherz“ von Bonn Park. Martin Lüdke hat...

Susan Sarandon hat Frauen gespielt, die sich nicht mit den ihnen zugedachten Rollen abfinden: selbstbewusst, verletzlich...
05/10/2026

Susan Sarandon hat Frauen gespielt, die sich nicht mit den ihnen zugedachten Rollen abfinden: selbstbewusst, verletzlich, eigensinnig und immer ein wenig unbequem. Von der verführerischen Sally in „Atlantic City“ bis zur Louise in „Thelma und Louise“ und zur Schwester Helen in „Dead Man Walking“ verkörpert sie Figuren, die Widerstand leisten – gegen Männer, gegen Erwartungen und nicht zuletzt gegen die Regeln Hollywoods. Zu ihrem 80. Geburtstag erinnert Marli Feldvoß an eine Schauspielerin, die sich nie auf Männerfantasien reduzieren ließ.

Susan Sarandon hat Frauen gespielt, die sich nicht mit den ihnen zugedachten Rollen abfinden: selbstbewusst, verletzlich, eigensinnig und immer ein wenig unbequem. Von der verführerischen Sally in „Atlantic City“ bis zur Louise in „Thelma und Louise“ und zur Schwester Helen in „Dead Man W...

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