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Brand an Clausthaler Marktkirche: Polizei ermittelt wegen schwerer BrandstiftungClausthal-Zellerfeld, 20. Juli 2025In de...
20/07/2025

Brand an Clausthaler Marktkirche: Polizei ermittelt wegen schwerer Brandstiftung

Clausthal-Zellerfeld, 20. Juli 2025

In der Nacht zu Sonntag hat ein Feuer an der Fassade der Marktkirche zum Heiligen Geist in Clausthal-Zellerfeld für einen Großeinsatz der Feuerwehr gesorgt. Gegen 0.40 Uhr ging der Notruf bei der Leitstelle ein. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand bereits ein Teil der Außenfassade in Flammen, dichter Rauch drang aus dem Bereich des Eingangs.

Die Feuerwehr war mit mehreren Ortswehren über Stunden im Einsatz, um den Brand unter Kontrolle zu bringen und ein Übergreifen auf das historische Kircheninnere zu verhindern. Nach Angaben der Polizei kamen keine Personen zu Schaden. Über die Höhe des Sachschadens können derzeit noch keine verlässlichen Aussagen getroffen werden. Experten des Technischen Hilfswerks sollen im Laufe der Woche eine erste Einschätzung liefern.

Die Polizei hat den Brandort beschlagnahmt und noch in der Nacht Ermittlungen eingeleitet. Aufgrund erster Spurenlage wird nun wegen des Verdachts auf schwere Brandstiftung ermittelt. Die Marktkirche, ein bedeutendes Bauwerk des Oberharzes und Symbol evangelischer Bergstadtgeschichte, könnte durch das Feuer erheblich beschädigt worden sein.

"Wir stehen noch ganz am Anfang der Ermittlungen", erklärte ein Sprecher der Polizeiinspektion Goslar am Sonntagmorgen. "Wir bitten daher dringend um Hinweise aus der Bevölkerung." Wer verdächtige Beobachtungen rund um den Tatzeitpunkt gemacht hat oder Angaben zur möglichen Brandursache machen kann, wird gebeten, sich bei der Polizei in Goslar unter der Telefonnummer (05321) 3390 zu melden.

Die Marktkirche zum Heiligen Geist ist eines der prägnantesten Wahrzeichen Clausthal-Zellerfelds. Das barocke Bauwerk aus dem 17. Jahrhundert gilt als größte Holzkirche Deutschlands und ist nicht nur ein sakrales Zentrum, sondern auch ein viel besuchter Anziehungspunkt für Touristen und Einheimische.

Wie lange die Kirche nun für Gottesdienste oder Besichtigungen geschlossen bleiben muss, ist unklar. Vertreter der evangelisch-lutherischen Gemeinde äußerten sich betroffen, aber zugleich dankbar, dass der Brand nicht auf das gesamte Gebäude übergegriffen hat.

Weitere Informationen werden im Laufe der kommenden Tage erwartet. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.

Von Oliver Weckauf
Redaktion Oberharz

Foto: Feuerwehr Altenau

Die Ruhe vor dem Sturm an den Pfauenteichen: heute wird wieder gerockt!Clausthal-Zellerfeld 05.Juli 2025Die Vorfreude is...
05/07/2025

Die Ruhe vor dem Sturm an den Pfauenteichen: heute wird wieder gerockt!

Clausthal-Zellerfeld 05.Juli 2025

Die Vorfreude ist greifbar: Am heutigen Samstag ab 18 Uhr öffnen sich erneut die Tore am beliebten Festivalgelände Pfauenteiche, idyllisch gelegen direkt an der B241 zwischen Clausthal und Buntenbock. Die legendäre Partyreihe „Pfauenteiche Rocken“ geht in die nächste Runde – und das komplett bei freiem Eintritt!

Das Festivalgelände an den Pfauenteichen, einem traditionellen Naherholungsgebiet im Oberharz mit Seen und viel Natur, verwandelt sich auch dieses Jahr wieder in eine riesige Open-Air-Rock-Arena. Drei Bands werden die Bühne entern und dem Publikum ordentlich einheizen. Für das leibliche Wohl sorgen neben Bier- und Essensständen auch eine Cocktailbar. Außerdem steht den Gästen ein kostenloser Campingplatz zur Verfügung – die Anreise für Camper ist bereits am Samstag ab 16 Uhr möglich.

Wichtige Hinweise für Besucher

Die Veranstalter, bekannt unter dem Namen „Schmandrachen“, bitten darum, einige organisatorische Punkte zu beachten:

Entlang der Bundesstraße 241 gilt ein Halteverbot und eine Geschwindigkeitsreduzierung. Bitte folgt den Anweisungen der Parkplatz-Einweiser.

Der Parkplatz und der Campingplatz sind getrennt – auf dem Parkplatz sind keine Zelte erlaubt. Wer im Zelt oder Wohnmobil übernachten möchte, stellt dieses bitte auf dem Campground ab, wo auch Fahrzeuge bei den Zelten abgestellt werden dürfen.

Eigene Getränke sind nicht gestattet – vor Ort gibt es reichlich gekühlte Drinks.

Waffen oder gefährliche Gegenstände haben auf dem Festival nichts zu suchen. Es finden stichprobenartige Einlasskontrollen statt.

Gezahlt wird ausschließlich mit Wertmarken (5 € und 10 €), erhältlich an der BON-Bude am Eingang.

Um 2:15 Uhr wird der letzte Ausschank angekündigt („Last Call“), bis 3:00 Uhr muss das Gelände verlassen werden. Wer bleiben möchte, nutzt bitte den Campingplatz. Der Zugang zu den sanitären Anlagen bleibt für Camper gewährleistet.

Alles bereit für die ultimative Rockparty

Die Wetteraussichten sind bestens, die Stimmung bei den Veranstaltern hervorragend, und auch die kalten Getränke warten schon. So steht einer fetten Party, die im Oberharz ihresgleichen sucht, nichts mehr im Weg.

Also: Zelt einpacken, Luftgitarre stimmen und am Samstag an den Pfauenteichen in Clausthal rocken!

Redaktion Oberharz
Foto Schmandrachen

Bundeswehr trainiert Nachttiefflug über der HarzregionHarz/Göttingen 04.Juli 2025In der kommenden Woche führt die Bundes...
04/07/2025

Bundeswehr trainiert Nachttiefflug über der Harzregion

Harz/Göttingen 04.Juli 2025

In der kommenden Woche führt die Bundeswehr eine großangelegte Nachttiefflugübung über der Harzregion durch. Insbesondere im Raum Göttingen werden vier Kampfhubschrauber des Typs Eurocopter Tiger sowie ein zusätzlicher Übungshubschrauber eingesetzt. Die Maschinen sollen in nur rund 30 Metern Flughöhe Manöver bei Dunkelheit trainieren.

Nach Angaben der Bundeswehr sind die Flüge von Montag bis Donnerstag jeweils bis etwa 2.30 Uhr nachts geplant. Ziel der Übung ist es, die Piloten optimal auf Einsatzsituationen vorzubereiten und ihre Fähigkeiten zur Hinderniserkennung bei schwierigen Sichtverhältnissen zu verbessern.

Zum Einsatz kommt das Kampfhubschrauberregiment 36 aus Fritzlar (Hessen), das als einziges Regiment seiner Art in Deutschland gilt. Die Bundeswehr verfügt insgesamt über 51 Kampfhubschrauber vom Typ Tiger und rangiert damit weltweit auf Platz 13.

Anwohner in der Region müssen sich daher in den kommenden Tagen auf erhöhte Lärmbelastung einstellen. Die Bundeswehr betont jedoch die Notwendigkeit solcher Übungseinsätze, um eine hohe Präzision und Einsatzbereitschaft im Ernstfall sicherzustellen.

Redaktion Osterode

Abriss der Brandruine Villa Helene in Romkerhall beginnt – Vollsperrung der B 498 sorgt für ÄrgerRomkerhall/Oker 03.Juli...
03/07/2025

Abriss der Brandruine Villa Helene in Romkerhall beginnt – Vollsperrung der B 498 sorgt für Ärger

Romkerhall/Oker 03.Juli 2025

Nach mehr als 17 Monaten Stillstand wird die Brandruine der ehemaligen Villa Helene im Oker-Tal nun endlich abgerissen. Das baufällige Gebäude war im Oktober 2023 vollständig niedergebrannt. Seitdem versperren Trümmerreste eine Fahrbahnseite der B 498 zwischen Oker und Altenau. Der Verkehr wurde bislang über eine Ampelanlage einspurig an der Ruine vorbeigeleitet – ein Provisorium, das nun beendet werden soll.

Die Abrissarbeiten starten nach Angaben der Stadt Goslar noch in diesem Monat. Dazu wird jedoch die Bundesstraße B 498 für mehrere Wochen komplett gesperrt. Eine erhebliche Belastung gerade in der Sommerferienzeit, wie Anwohner und Tourismusbetriebe betonen.

„Für Altenau ist die B 498 die einzige direkte Verbindung nach Oker und Goslar, ohne den Oberharz überqueren zu müssen“, erklärt ein Sprecher der Stadt. Auch Ausflugsziele wie die beliebte Oker-Talsperre sind von der Sperrung betroffen und können von Goslar, Oker und Bad Harzburg aus während der Bauzeit nicht mehr erreicht werden. Der gesamte Verkehr wird über die B 241 zwischen Goslar und Clausthal-Zellerfeld umgeleitet.

Besonders Hoteliers und Betreiber von Ferienwohnungen reagieren verärgert. „In der Hauptferienzeit sind solche Sperrungen Gift für den Tourismus“, sagt eine Betreiberin aus Altenau.

Die Stadt Goslar rechnet für den Abriss und die Entsorgung der kontaminierten Brandreste mit Kosten von insgesamt rund 120.000 Euro. „Allein etwa 35.000 Euro fallen für die Entsorgung der durch den Brand belasteten Materialien an“, so Daniela Siegl von der Stadtverwaltung.

Tragisch aus Sicht der Stadt: Die Eigentümer der Brandruine leben im Ausland und sind bislang nicht greifbar. Deshalb muss Goslar für sämtliche Kosten aufkommen.

Trotz aller Unannehmlichkeiten sieht die Stadtverwaltung keine Alternative. Die Brandruine sei ein erhebliches Sicherheitsrisiko und behindere den Verkehrsfluss seit fast eineinhalb Jahren. Mit dem bevorstehenden Abriss soll nun endlich ein Schlussstrich unter das Kapitel Villa Helene gezogen werden.

Redaktion Oberharz

Karls Erdbeerhof plant Erlebnisdorf im Harz – Ilsenburg und Wernigerode im GesprächHarz 02.Juli 2025Karls Erdbeerhof, be...
02/07/2025

Karls Erdbeerhof plant Erlebnisdorf im Harz – Ilsenburg und Wernigerode im Gespräch

Harz 02.Juli 2025

Karls Erdbeerhof, bekannt für seine beliebten Erlebnisdörfer rund um die Erdbeere, möchte den Harz erobern. Nach Angaben des Unternehmens stehen derzeit zwei Standorte in der engeren Auswahl: Ilsenburg und Wernigerode. Wo genau das neue Karls-Erlebnisdorf entstehen wird, steht allerdings noch nicht fest.

Ein Standort nahe der A36, zwischen Wernigerode und Goslar, könne für das Projekt besonders attraktiv sein. Davon könnten nicht nur Ostharz und Westharz profitieren, sondern auch Urlaubsgäste, die über die Autobahn anreisen. Die gute Verkehrsanbindung würde sicherstellen, dass möglichst viele Touristen das neue Erlebnisdorf bequem erreichen können.

Karls Erdbeerhof hat sich in den letzten Jahren als echtes Familienerlebnis einen Namen gemacht. Gegründet wurde das Unternehmen bereits 1921 von Karl Dahl in Mecklenburg-Vorpommern, ursprünglich als Erdbeeranbaubetrieb. Seit den 1990er-Jahren wird Karls Erdbeerhof von Robert Dahl, dem Enkel des Gründers, geführt. Unter seiner Leitung entwickelte sich das Unternehmen vom reinen Obstproduzenten zu einer der bekanntesten Freizeitmarken Norddeutschlands.

Insgesamt gibt es aktuell acht Karls Erlebnisdörfer, unter anderem in Rövershagen bei Rostock, Elstal bei Berlin und Koserow auf Usedom. Die Erlebnisdörfer verbinden landwirtschaftliche Tradition mit moderner Freizeitgestaltung: Besucher finden dort neben Hofläden mit regionalen Produkten auch Manufakturen, Schaubäckereien, Rutschen, Kletter- und Erlebniswelten, Fahrgeschäfte, Streichelzoos sowie saisonale Sonderattraktionen wie Eisskulpturen-Ausstellungen.

Das Erfolgsrezept von Karls: ein Ausflugsziel für die ganze Familie, bei dem man regionale Produkte genießen, selbst Erdbeeren pflücken und zugleich spannende Attraktionen erleben kann. Ein Erlebnisdorf im Harz würde sich damit perfekt in das Konzept einfügen — gerade die Nähe zum Naturpark Harz und die hohe touristische Nachfrage könnten einen weiteren Erfolgsstandort versprechen.

Ob es Ilsenburg oder Wernigerode wird – oder womöglich doch ein noch nicht diskutierter Standort zwischen Wernigerode und Goslar – soll in den kommenden Monaten entschieden werden. Karls Erdbeerhof selbst hat angekündigt, die Gespräche mit den betroffenen Kommunen zeitnah zu intensivieren.

Redaktion Harz
Foto: Pixabay

Waldbrand bei Thale am Tannenkopf weitgehend unter KontrolleThale (Landkreis Harz)  01.Juli 2025 Südöstlich von Thale is...
01/07/2025

Waldbrand bei Thale am Tannenkopf weitgehend unter Kontrolle

Thale (Landkreis Harz) 01.Juli 2025

Südöstlich von Thale ist am Dienstagnachmittag ein Waldbrand am Tannenkopf ausgebrochen. Das Feuer entstand gegen 17 Uhr etwa zwei Kilometer von der Stadt entfernt in einem schwer zugänglichen Steilhang, in dem viel Totholz lag. Die genaue Ursache des Brandes ist bislang unklar.

Nach Angaben eines Sprechers der Feuerwehr standen am Dienstagabend rund 150 Einsatzkräfte sowie ein spezielles Löschfahrzeug des Landkreises Harz im Einsatz, um die Flammen zu bekämpfen. Unterstützt wurden die Löscharbeiten zudem von einem Löschflugzeug. Gemeinsam gelang es den Kräften, das Feuer, das sich auf eine Fläche von rund 2000 Quadratmetern ausgedehnt hatte, einzudämmen.

„Die Flammen breiten sich derzeit nicht weiter aus“, erklärte der Sprecher am Abend. Um mögliche Glutnester aufzuspüren und die Lage besser zu überblicken, setzt die Feuerwehr zusammen mit dem Technischen Hilfswerk Drohnen ein, die den Brandort aus der Luft erkunden.

Zeitweise war über dem Einsatzort eine weithin sichtbare Rauchwolke zu sehen. Der Kreisbrandmeister rechnet damit, dass die Nachlöscharbeiten bis in den späten Abend andauern werden.

Über mögliche Schäden an Flora und Fauna liegen derzeit noch keine Informationen vor. Die Behörden haben Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Redaktion Harz

Foto: Oliver Weckauf

Kaiserpfalz Goslar: Wo deutsche Geschichte lebendig wirdGoslar, 29.Juni 2025UNESCO-Weltkulturerbe, politisches Machtzent...
29/06/2025

Kaiserpfalz Goslar: Wo deutsche Geschichte lebendig wird

Goslar, 29.Juni 2025

UNESCO-Weltkulturerbe, politisches Machtzentrum und kulturelle Bühne der Gegenwart – die Kaiserpfalz Goslar erzählt über 1.000 Jahre Geschichte und ist heute ein lebendiger Ort des Erinnerns und Erlebens.

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Ein Monument kaiserlicher Macht

Am Fuße des Rammelsbergs thront eines der bedeutendsten Bauwerke der deutschen Romanik: die Kaiserpfalz Goslar. Einst ein Zentrum der Macht unter Heinrich III., war sie Bühne großer Reichstage, Ort politischer Konflikte und ist heute ein weltweit anerkanntes Kulturerbe.

Die Geschichte der Pfalz beginnt um das Jahr 1005. Kaiser Heinrich II. legte die Grundlage für einen Herrschaftssitz, den sein Nachfolger Heinrich III. ab 1040 zu einer monumentalen Anlage ausbaute. Das Kaiserhaus war mit 54 Metern Länge der größte weltliche Bau seiner Zeit – Symbol für die Bedeutung Goslars im Heiligen Römischen Reich.

Blutige Konflikte und langsamer Verfall

Die Kaiserpfalz war nicht nur Repräsentationsort, sondern auch Zeugin innerer Zerwürfnisse. 1063 kam es im sogenannten „Goslarer Rangstreit“ zu tödlichen Auseinandersetzungen im Umfeld der Hofkirche. Und als sich Kaiser Heinrich IV. 1075 mit Papst Gregor VII. im Investiturstreit überwarf, nahm der weltgeschichtliche Konflikt hier seinen Ausgang.

Mit dem Niedergang der Reichspolitik in Goslar verlor auch die Pfalz an Bedeutung. Nach einem verheerenden Brand 1289 verfiel sie zusehends und wurde später als Lagerhalle, Kornspeicher und sogar Gefängnis genutzt – das einstige Machtzentrum war zur Nebensache geworden.

Wiederentdeckung im 19. Jahrhundert

Erst im 19. Jahrhundert wuchs das historische Bewusstsein – im Zuge des Nationalgefühls während des Kaiserreichs wurde die Kaiserpfalz wieder aufgebaut. Zwischen 1867 und 1887 entstand unter denkmalpflegerischer Leitung der heutige Bauzustand. Besonders eindrucksvoll: die Wandgemälde des Kaisersaals von Hermann Wislicenus, die kaiserliche Herrschaft im Stil historistischer Allegorie inszenieren.

Zwei Reiterstandbilder – Friedrich Barbarossa und Wilhelm I. – flankieren seit 1900 den Eingang und erinnern an die kaiserliche Geschichte wie an das damalige Selbstverständnis des Deutschen Reiches.

Heute: Museum, Bühne, Begegnungsort

1992 wurde die Kaiserpfalz gemeinsam mit der Goslarer Altstadt und dem nahegelegenen Erzbergwerk Rammelsberg zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Heute fungiert das Kaiserhaus als Museum mit interaktiven Ausstellungen, Audioguide-Führungen und historischen Objekten – darunter der berühmte Goslarer Kaiserstuhl aus dem 11. Jahrhundert.

Doch die Kaiserpfalz ist mehr als ein Museum: Sie ist kulturelles Zentrum und Veranstaltungsort. Ob internationale Musikfestivals, Theateraufführungen oder die feierliche Verleihung des renommierten Goslarer Kaiserrings – die geschichtsträchtigen Mauern bieten eine beeindruckende Kulisse für Veranstaltungen mit Publikum aus aller Welt.

Auch politische und juristische Tagungen, wie der Deutsche Verkehrsgerichtstag, nutzen das historische Ambiente für ihre Debatten.

Vergangenheit mit Zukunft

Die Kaiserpfalz Goslar ist ein lebendiges Symbol deutscher Geschichte – ein Ort, der Vergangenheit nicht nur bewahrt, sondern erfahrbar macht. Als Kulturdenkmal, Museum und Veranstaltungsort schlägt sie die Brücke zwischen Mittelalter und Moderne. Wer hierher kommt, begegnet nicht nur den Spuren der Kaiser, sondern auch der Vielfalt unserer Gegenwart.

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📍 Besuchsinfos:

Ort: Kaiserpfalz Goslar, Kaiserbleek 6, 38640 Goslar

Öffnungszeiten: Dienstag–Sonntag 10:00–17:00 Uhr (Montags geschlossen)

Website: www.kaiserpfalz-goslar.de

Redaktion Goslar

Foto: Pixabay

Harzer Schmalspurbahnen setzen Zeichen gegen Waldbrände: Rauchen auf Bahnsteigen und in Zügen kostet ab Juli 250 EuroWer...
28/06/2025

Harzer Schmalspurbahnen setzen Zeichen gegen Waldbrände: Rauchen auf Bahnsteigen und in Zügen kostet ab Juli 250 Euro

Wernigerode, 28. Juni 2025

Wer künftig im Zug oder auf dem Bahnsteig der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) zur Zigarette greift, muss tief in die Tasche greifen: Ab dem 1. Juli wird ein Verstoß gegen das Rauchverbot mit 250 Euro geahndet. Bisher lag das Bußgeld bei lediglich 60 Euro. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die Regelung gilt auch für E-Zi******en und ist zunächst auf die laufende Sommersaison befristet.

Die Maßnahme ist Teil eines umfassenderen Sicherheitskonzepts, mit dem die HSB auf die zunehmende Gefahr von Wald- und Vegetationsbränden im Harz reagiert. Aufgrund anhaltender Trockenphasen, hoher Temperaturen und häufiger Windlagen haben sich die Bedingungen für Brandausbrüche entlang des 140 Kilometer langen Streckennetzes drastisch verschärft.

Steigende Brandgefahr im Harz

Immer wieder kommt es in der Sommersaison zu Bränden in unmittelbarer Nähe der Gleise – teils ausgelöst durch heiße Lokomotiven, Funkenflug oder weggeworfene Zi******en. Insbesondere die Dampflokomotiven der HSB, die mit offenem Feuer arbeiten, stehen im Fokus der Diskussion.

Allein im Sommer 2023 mussten Feuerwehr und Katastrophenschutz zu mehr als einem Dutzend Einsätzen im Umfeld der Harzer Bahnlinien ausrücken. Einer der schwersten Brände ereignete sich im Juli 2022 nahe Drei Annen Hohne: Rund 3,5 Hektar Wald fielen den Flammen zum Opfer. Der Einsatz dauerte mehrere Tage, über 120 Kräfte waren vor Ort – die Kosten beliefen sich laut Angaben des Landkreises Harz auf rund 180.000 Euro.

Im Juni 2024 brannte es erneut in der Nähe der Strecke zwischen Schierke und Brocken. Der Brand konnte zwar schnell eingedämmt werden, zerstörte aber dennoch etwa 1,2 Hektar Bodenvegetation, darunter auch seltene Flechten und junge Buchenaufwüchse. Die Feuerwehr schätzte die Einsatzkosten auf rund 65.000 Euro.

Ein Sprecher der Nationalparkverwaltung Harz äußerte sich besorgt über die wiederholten Vorfälle: „Die Kombination aus Tourismus, offener Flamme und Trockenheit stellt ein zunehmendes Risiko für unser empfindliches Ökosystem dar. Der Wald ist in weiten Teilen vorgeschädigt – Brände beschleunigen den Verfall zusätzlich.“

Auch Wanderer und Touristen im Fokus

Doch nicht nur die Züge selbst oder ihre Fahrgäste stehen im Verdacht, Brände zu verursachen. Auch Wanderer, die in trockenen Abschnitten Raucherpausen einlegen oder illegale Feuerstellen errichten, tragen zur Gefahrenlage bei. Nach Angaben des Landesforstamts Sachsen-Anhalt ist etwa jeder dritte Waldbrand in der Region auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen. Die Dunkelziffer dürfte noch höher liegen.

Besonders kritisch: In abgelegenen Gebieten können sich kleine Glutnester unbemerkt ausbreiten und zu großflächigen Bränden führen, bevor Löschmaßnahmen greifen. Auch der Einsatz von Löschhubschraubern – wie mehrfach zwischen Wernigerode und dem Brocken notwendig – verschlingt enorme Summen: Ein einstündiger Flug kostet durchschnittlich 8.000 Euro.

Vorsicht statt Nachsicht

Die Harzer Schmalspurbahnen zeigen mit der drastischen Erhöhung des Bußgeldes eine klare Linie: Sicherheit und Brandschutz haben oberste Priorität. „Wir tragen eine besondere Verantwortung für die Natur im Harz“, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens. „Unsere Fahrgäste sollen nicht nur eine nostalgische Reise erleben, sondern auch dazu beitragen, das einzigartige Naturerbe zu schützen.“

Ob die neue Regelung auch über die aktuelle Saison hinaus Bestand haben wird, hängt laut HSB von der weiteren Entwicklung ab. Eine dauerhafte Verankerung des Rauchverbots auch in den Bahnhofsbereichen sei „nicht ausgeschlossen“.

Mit dem erhöhten Bußgeld reiht sich die HSB in eine wachsende Zahl von Bahnunternehmen und Tourismusbetrieben ein, die auf die zunehmenden klimatischen Herausforderungen reagieren – nicht zuletzt, um langfristig die Attraktivität der Region als Reiseziel zu erhalten.

Redaktion Wernigerode

Bild:Pixabay

Motorradunfälle im Harz häufen sich – Polizei und Experten schlagen AlarmHarz, 27.Juni 2025Die malerischen Serpentinenst...
27/06/2025

Motorradunfälle im Harz häufen sich – Polizei und Experten schlagen Alarm

Harz, 27.Juni 2025

Die malerischen Serpentinenstraßen des Harzes locken jedes Jahr Tausende Motorradfahrer an. Doch die steigende Beliebtheit des Mittelgebirges als Biker-Paradies hat eine Kehrseite: Die Zahl der Motorradunfälle nimmt dramatisch zu. Polizei, Rettungskräfte und Verkehrsexperten schlagen Alarm – und fordern mehr Achtsamkeit sowie gezielte Präventionsmaßnahmen.

Unfallzahlen steigen erneut an

Nach Angaben der Polizeiinspektion Goslar wurden allein zwischen März und Juni 2025 über 60 Motorradunfälle im Harz registriert – ein Anstieg von rund 15 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Besonders betroffen sind bekannte Biker-Strecken wie die B27 am Molkenhaus, die B242 zwischen Clausthal-Zellerfeld und Braunlage, sowie die Rappbodetalsperre im Ostharz.

„Viele unterschätzen die Tücken der kurvigen Strecken – vor allem bei feuchtem Laub, Rollsplitt oder plötzlich wechselndem Wetter“, erklärt Polizeioberkommissar Lars Bremer aus Bad Harzburg.

Tragische Beispiele aus der Region

Erst am Pfingstwochenende kam es zu einem tödlichen Unfall auf der B4 bei Torfhaus: Ein 42-jähriger Motorradfahrer aus Niedersachsen verlor in einer Linkskurve die Kontrolle über seine Maschine, kam von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Er erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen.

Wenige Tage zuvor wurde ein 19-jähriger Fahranfänger bei einem Sturz auf der B81 bei Hasselfelde schwer verletzt. Offenbar hatte er beim Überholen die Geschwindigkeit und die Kurvenlage unterschätzt.

Auch kleinere Unfälle häufen sich: Immer wieder müssen Rettungskräfte Motorradfahrer mit Knochenbrüchen oder Prellungen bergen – oft aus schwer zugänglichem Gelände.

Ursachen: Geschwindigkeit, Selbstüberschätzung und fehlende Erfahrung

Die Polizei nennt drei Hauptursachen für die Unfallserie:

1. Überhöhte Geschwindigkeit – besonders in Kurven.

2. Selbstüberschätzung – viele Fahrer kennen ihre Maschinen nicht gut genug oder überschätzen ihr fahrerisches Können.

3. Unterschätzte Gefahrenquellen – wie nasses Laub, Wildwechsel oder Gegenverkehr auf engen Straßen.

„Oft sind es keine Raserei oder Alkohol, sondern schlicht mangelnde Routine“, so Bremer. Besonders gefährdet seien junge Fahrer und sogenannte „Wiedereinsteiger“.

Sicherheitstipps für Motorradfahrer im Harz

Um sicher durch die Saison zu kommen, geben Polizei und ADAC folgende Tipps:

Langsam in den Harz „einfahren“: Gerade nach der Winterpause ist das Fahrgefühl oft noch unsicher. Weniger ist mehr – auch beim Gas.

Ausrüstung prüfen: Reifenprofil, Bremsen, Beleuchtung und Schutzkleidung vor jeder Tour kontrollieren.

Kurven richtig anfahren: Blickführung und Geschwindigkeit anpassen. In Kurven lieber „außen anfangen, innen durchziehen, außen raus“.

Vorsicht bei beliebten Treffpunkten: Parkplätze am Torfhaus, der Okertalsperre oder an Bikertreffs können zu unübersichtlichen Situationen führen.

Mit Wild rechnen: Besonders morgens und abends besteht erhöhte Gefahr durch Rehe oder Wildschweine.

Nicht in Gruppen hetzen: Gruppendruck ist ein unterschätzter Risikofaktor. Jeder sollte im eigenen Tempo fahren.

Kontrollen und Präventionsarbeit werden verstärkt

Die Polizei kündigte an, in den Sommermonaten verstärkte Motorradkontrollen an Unfallschwerpunkten durchzuführen. Dabei geht es nicht nur um Geschwindigkeit, sondern auch um technische Mängel an den Maschinen und das Tragen vorgeschriebener Schutzausrüstung.

Zudem finden in Zusammenarbeit mit lokalen Motorrad-Clubs regelmäßig Sicherheitstrainings und Aktionstage statt – mit praktischen Übungen und Aufklärung über Unfallursachen.

Redaktion Harz

Grillen im Harz: Was ist auf Balkon und im Garten erlaubt?Zwischen Genuss und Gesetz – das müssen Sie wissenHarz, 26.Jun...
26/06/2025

Grillen im Harz: Was ist auf Balkon und im Garten erlaubt?
Zwischen Genuss und Gesetz – das müssen Sie wissen

Harz, 26.Juni 2025

Die Temperaturen steigen, die Abende sind lang und der Duft von gegrilltem Fleisch liegt in der Luft – die Grillsaison ist auch im Harz wieder in vollem Gange.
Doch was ist eigentlich erlaubt, wenn man auf dem Balkon oder im Garten den Grill anwirft? Und wie sieht es aus, wenn die Waldbrandstufe steigt? Wir klären, was erlaubt ist – und was nicht.

Grillen auf dem Balkon – erlaubt, aber mit Einschränkungen

In vielen Mietwohnungen stellt sich jedes Jahr die gleiche Frage: Darf ich auf meinem Balkon grillen?

Grundsätzlich ist das Grillen auf dem Balkon nicht verboten, solange es im Mietvertrag nicht ausdrücklich untersagt ist. Allerdings gelten Einschränkungen:

Rücksichtnahme auf Nachbarn ist oberstes Gebot. Starke Rauchentwicklung, die in Wohnungen zieht oder auf Wäsche übergeht, kann zu rechtlichen Konsequenzen führen.

Elektrogrills sind meist die beste Wahl für Balkone, da sie raucharm sind.

Kohlegrills sind zwar nicht pauschal verboten, können aber bei starker Rauchentwicklung zu Beschwerden führen. Einige Hausordnungen oder Vermieter untersagen sie ausdrücklich.

Gasgrills gelten als Kompromiss: Sie erzeugen wenig Rauch, bergen aber bei unsachgemäßem Gebrauch ein Explosionsrisiko – besonders in geschlossenen oder schlecht belüfteten Bereichen.

Im eigenen Garten – mehr Freiheiten, aber nicht ohne Regeln

Wer im eigenen Garten grillt, genießt grundsätzlich mehr Freiheiten. Ob Kohle, Gas oder Elektro – erlaubt ist, was sicher ist. Trotzdem gelten auch hier wichtige Punkte:

Brandschutz beachten! Gerade bei Holzkohlegrills sollte ein ausreichender Abstand zu Hecken, Bäumen oder Holzzäunen eingehalten werden (mindestens 3 Meter).

Lärmschutz: Ab 22 Uhr ist Nachtruhe – auch das Geklapper von Grillzangen und Musikboxen zählt dazu.

Rauchbelästigung kann auch im Garten zum Problem werden. Wer regelmäßig den Nachbarn einräuchert, riskiert eine Abmahnung.

Gas, Kohle oder Elektro – was ist wann sinnvoll?

Grillart Vorteile Nachteile Empfehlung für

Kohle Klassisches Grillaroma, günstig Viel Rauch, lange Anheizzeit Garten
Gas Schnell, wenig Rauch, regelbar Teurer, Explosionsgefahr bei Lecks Garten, Terrasse
Elektro Raucharm, sicher, platzsparend Kein typisches Aroma Balkon, Terrasse

Waldbrandgefahr: Was gilt bei hoher Stufe im Harz?

In den letzten Jahren wurde der Harz immer häufiger von Trockenheit und hoher Waldbrandgefahr betroffen. Die Waldbrandgefahrenstufen (1 bis 5) werden täglich vom Deutschen Wetterdienst veröffentlicht. Besonders in den Stufen 4 und 5 gelten strikte Auflagen:

Offenes Feuer – darunter fällt auch der Holzkohlegrill – ist in der Nähe von Wäldern verboten (Abstand mindestens 100 Meter).

Funkenflug kann bei trockenem Untergrund verheerende Folgen haben – daher sind besonders Einweggrills brandgefährlich.

Gartenfeuer und Feuerkörbe sind in vielen Gemeinden bei Stufe 4 oder 5 untersagt oder nur mit Genehmigung erlaubt.

Ein Blick auf die Waldbrandkarte des Landkreises Goslar oder des Nationalparks Harz lohnt sich also vor jedem Grillabend.

Verantwortung ist der beste Grillpartner

Grillen ist im Harz auch weiterhin erlaubt und beliebt – solange es sicher, rücksichtsvoll und angepasst an die Wetterlage geschieht. Wer auf Elektrogrills oder Gas setzt, fährt meist auch juristisch auf der sicheren Seite. Bei Waldbrandstufe 4 oder 5 heißt es jedoch: lieber Pause machen oder auf Balkon und Elektrogrill ausweichen.

Denn der nächste Regenschauer kommt bestimmt – und mit ihm ein weiterer, unbeschwerter Grillabend.

Tipp der Redaktion:
Achten Sie auf lokale Regelungen Ihrer Stadt oder Gemeinde – manche Orte im Harz haben eigene Satzungen oder Verordnungen zum Thema Grillen.

Redaktion Harz

Foto: pixabay

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