17/07/2026
Das Buch „Das Lied vom leidenden Erlöser“ von Marco Leßmann widmet sich intensiv der zentralen messianischen Prophetie in Jesaja 52,13 – 53,12.
Nach einem einführenden Überblick über das Buch Jesaja arbeitet der Autor sich Vers für Vers durch den Text, gliedert ihn in fünf Strophen – erkennbar unter anderem an den jeweils wechselnden Sprechern – und legt dar, wie darin das Leiden, der Tod, die Auferstehung und die Erhöhung Jesu vorausgesagt werden.
Der Schreibstil ist sachlich, klar und gut lesbar. Er ist durchzogen von Bibelzitaten, die im Licht der Geschehnisse am Kreuz von Golgatha gedeutet werden. Besonders hervorgehoben wird dabei der zentrale Gedanke, dass Gott seine Liebe gerade darin zeigt, dass Christus für die Sünder gestorben ist.
Zahlreiche grau unterlegte Exkurse vertiefen einzelne Themen und erklären wichtige Begriffe, wodurch sich der Bibeltext leichter verstehen lässt. Auch Bezüge zu anderen Bibelstellen werden hergestellt und machen sichtbar, wie sich Gottes Heilsplan wie ein roter Faden durch die gesamte Geschichte zieht. Diese Verknüpfungen wären manchem Leser wahrscheinlich kaum aufgefallen und verleihen dem Buch zusätzlichen Tiefgang.
Im Unterschied zu vielen anderen christlichen Sachbüchern verzichtet der Text bewusst auf Diskussionen und dergleichen. Dieser reduzierte, nüchterne Stil sorgt dafür, dass das Wesentliche umso klarer hervortritt. Es wäre schön gewesen, wenn noch ausführlicher auf den Propheten Jesaja eingegangen worden wäre.
Die Beschäftigung mit dem biblischen Text berührt und regt zu einer vertieften Auseinandersetzung mit dem Kreuz von Golgatha an. Dem Autor gelingt der Spagat zwischen fundierter Texterklärung und persönlicher Ansprache. Das Buch eignet sich besonders für alle, die sich gerne intensiv mit einzelnen Bibelstellen befassen. Durch seinen Aufbau ist es sehr gut für das eigenständige Bibelstudium geeignet.
Aus diversen Rezensionen.