06/07/2026
Der Anruf kam vergangenen Montag beim Mittagessen: "Mindestens fünf Tote nach Schüssen in einer Jugendeinrichtung in Stade - könnt ihr hin?" 90 Minuten später war ich vor Ort. Erste Bilder vom Tatort, dem Fahrzeug des Täters und der Spurensicherung. Interviews mit dem Polizeisprecher, Nachbarn und Augenzeugen. Später dann Pressekonferenz, Livestream, Schalten. An den Tagen darauf Reaktionen der Lokalpolitik, von Jugendhelfern, dem Ministerpräsidenten. Trauerfeier in der übervollen Kirche, Blumenmeer am Tatort, Trauermarsch im Regen und Benefizkonzert...
Vier Tage waren wir vergangene Woche nach der unfassbaren Bluttat in Stade im Einsatz - für die Deutsche Presse-Agentur (dpa) und andere Medienunternehmen. NEWS & ART Videomaterial lief in der ARD, beim ZDF, auf RTL, SAT.1, n-tv, Pro7, beim NDR, WDR, Radio Bremen, bei WELT, BILD... sogar in den Arabischen Emiraten. Mit NEWS & ART-Fotos berichten Der Spiegel, Süddeutsche, Die Zeit, Focus, Welt, The Epoch Times, Hamburger Abendblatt, Tagesspiegel, MOPO, t-online, MSN sowie zahlreiche Regionalzeitungen und Radiosender auf deren Online-Seiten.
Bei derartiger medialer Reichweite wünscht man sich als Einzelkämpfer vor Ort oft mehr Zeit, um noch einmal über die Formulierung einer Bildunterschrift in Ruhe nachdenken zu können, um das Interview noch einmal durchzuhören, den Schnitt zu schärfen, ehe das Material an die Agentur überspielt wird. Doch der Zeitdruck ist im Nachrichtengeschäft der Treiber. Alle wollen alles sofort: Foto, Video, Textinfos, Namen, Zahlen, Daten, Fakten - professionell, auf den Punkt, natürlich korrekt und faktisch richtig.
Journalismus war unsere Keimzelle. NEWS & ART recherchiert und produziert täglich medienübergreifend Nachrichtenmaterial und Reportagen für TV, Online, Social-Media, Print, Agenturen, Pressestellen - seit mehr als 30 Jahren.
Erfahrung und Routine hilft. Aber manchmal muss man auch als "alter Hase" einmal tief durchatmen. Etwa dann, wenn die Interviewpartner vor der Kamera in Tränen ausbrechen, wenn dem gestandenen Polizisten die Stimme bricht oder dem Politiker die Worte fehlen. Am Ende waren es 6 (!) Menschen, die in Stade erschossen wurden - nur weil sie ihren Job machten. Weil sie da waren, um anderen Menschen zu helfen.
Was wir sonst noch so machen, erfahrt ihr auf www.newsart.de . Klickt gerne mal rein.