13/11/2025
Es ist seltsam, wie Zeit sich verändert, wenn man zurückschaut. Drei Jahre sind vergangen und manchmal fühlt es sich an, als lägen ganze Leben dazwischen. Andere Male stehe ich in einem Moment und du bist plötzlich wieder nah, so vertraut, dass die Erinnerung fast atmet.
Sieben Jahre, drei Monate und vier Tage sind wir gemeinsam durch unsere Leben gegangen. Ich habe oft geglaubt, dass meine Seele sich an die Endlichkeit gewöhnen könnte, wenn man sie lange genug betrachtet.
Heute weiß ich, dass das eine Illusion war.
Ein Abschied wie deiner lässt den Boden immer für einen Moment verschwinden, egal wie bewusst man den Weg dorthin mitgeht.
Als du gegangen bist, fühlte es sich an, als würde die Welt stillstehen. Eine Stille, die zu groß war. Und dann begann dieses langsame, schwerfällige Begreifen.
Nicht in einem Tag und nicht in einer Woche, sondern in vielen kleinen Momenten, die mich wie leise Wellen trafen.
Trauer verändert ihre Form. Sie ist heute nicht mehr dieser Sturm, der alles mitreißt. Sie ist ein warmes, weiches Licht geworden, das manchmal aufleuchtet und mich kurz still werden lässt.
Und in dieser Tiefe liegt heute eine Ruhe, die ich früher nicht kannte. Vielleicht, weil ich inzwischen deutlicher sehe, wie viel du in mir hinterlassen hast.
Drei Jahre sind es heute ohne dich. Drei Jahre voller Wandel, voller Verluste, voller Neubeginn.
Jahre, die mich geformt haben und in denen du dennoch Teil von allem geblieben bist. Als Gefühl, das bleibt, wenn alles andere sich verändert. Als mein Löwenherz, das mich getragen hat, gerade dann, wenn ich nicht wusste, wie es weitergehen soll.
Wir sehen uns wieder, Micky.
Nicht heute und nicht morgen, aber irgendwann, wenn die Zeit ihre Linien wieder zusammenführt.
Für immer.
Micky, meine Micky.
Ich bin dir unglaublich dankbar. 🦁