10/05/2026
🔥🚒Im Kampf gegen die Glutnester: Ein logistischer Kraftakt am Steilhang am Saurüsselkopf
Am vergangenen Wochenende zeigten die regionalen Einsatzkräfte von Feuerwehr und Bergwacht, was echte Kameradschaft und technische Präzision bedeuten. In einem kräftezehrenden Einsatz sicherte ein Großaufgebot die Wasserversorgung in den steilsten Abschnitten des Berges, um versteckte Glutnester gezielt zu bekämpfen und eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern.
Die größte Herausforderung des Einsatzes war zweifellos die Logistik des Löschwassers. Da in der exponierten Lage kein natürliches Vorkommen vorhanden war, musste eine provisorische „Lebensader“ errichtet werden. Mittels einer tragkraftspritze wurde das Wasser zunächst in einen mobilen Faltbehälter gepumpt, der über eine lange Schlauchleitung kontinuierlich gespeist wurde. Von dort aus drückte eine strategisch positionierte Zwischenpumpe das kostbare Nass weiter in die Höhe, bis es schließlich über Verteiler und Strahlrohre direkt an der Brandkante ankam.
Die Arbeit im steilen und unwegsamen Gelände forderte den Einsatzkräften alles ab. Um die Sicherheit der Feuerwehrleute zu gewährleisten, errichteten Spezialisten der Bergwacht, unter anderem aus Ruhpolding und Altötting, aufwendige Seilgeländer. Nur durch diese Sicherung war es den Trupps möglich, sich im Absturzgelände zu bewegen und mit Löschrucksäcken sowie Waldbrandausrüstung auch die entlegensten Glutnester in der Tiefe des Bodens zu erreichen.
Trotz der unübersichtlichen Lage im dichten Wald funktionierte die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen hervorragend. Unter der Abschnittsleitung der Feuerwehr Ruhpolding koordinierten sich die Weißbacher Kräfte mit den Kameraden aus Inzell, Erlstätt, Bergen, Übersee, Siegsdorf sowie Kay und Reit im Winkl. Es war ein kraftzehrender Einsatz, der allen Beteiligten viel abverlangte, aber einmal mehr bewies, wie effektiv die Rettungskräfte der Region im Ernstfall Hand in Hand arbeiten.
Fotos: FFW Weißbach
altoetting
kay