Major Label

Major Label Seit nunmehr 15 Jahren bespielt das Major Label die musikalischen Gefilde. Einen besonderen Stellenwert nehmen bei uns aussergewöhnliche Hörspiele ein.

EA80 | Razzia | Maulgruppe | Fliehende Stürme | Die Art | Sandow | Freunde der italienischen Oper | Alte Sau | Die Strafe | Brockdorff Klang Labor | Klotzs | Shutcombo | Guts Pie Earshot | Unicorn Partisans | Jens Rachut | Peppone | MPC Lafote Auf dem Label versammeln sich solch unterschiedlich ansetzende Bands wie Kommando Sonne-nmilch, Fliehende Stürme, N.R.F.B., Sandow, Brockdorff Klang Labor,

Guts Pie Earshot, Die Art, Leatherface, DŸSE u.a. So wurde z.b. unser Hörspiel "Im Feuer. SANDOW feat. Alexander Scheer" für den Deutschen Hörbuchpreis 2013 als bestes Hörspiel nominiert.
. . MAJOR LABEL wurde 1998 von Andreas Ettler und Robert Stieler gegründet.

01/06/2026

Panikraum kommen aus dem deutschsprachigen Underground. Irgwendwo zwischen Post-Punk, Wave und dieser angenehm unglamourösen Ecke. Diese Ecke, in der sich Gitarren eher schief als geschniegelt anhören dürfen. Diese Ecke in der Emotionen nicht geschniegelt im Refrain serviert werden, sondern eher wie ein halb verrauchter Gedanke im Türrahmen stehen bleiben. Wer sie einordnen will, landet schnell bei Namen wie EA80 oder Die Strafe. Aber Panikraum wirken dabei nie wie jemand, der in einer Tribute-Band feststeckt. Sondern eher wie Leute, die sich diese Einflüsse genommen haben und sie einmal durch einen sehr grauen Filter gezogen haben. Nach ihrem Debüt „Kopfkino“, das schon genau diesen schräg schönen Blick in innere Abgründe hatte. Mit „Selbst“ legt die Band ein Album vor, das weniger nach „zweitem Versuch“ und mehr nach „jetzt haben wir’s wirklich geschnallt“ klingt.

„Selbst“ fühlt sich beim Hören ein bisschen an wie ein Aufzug, der nicht besonders schnell fährt. Aber dafür konsequent in die falsche Etage und man bleibt trotzdem drin. Nur weil die Musik darin eine seltsame Sogwirkung entwickelt. Das Album macht keine großen Gesten, es reißt nicht die Arme hoch und schreit „Hier bin ich!“. Sondern sitzt eher still neben dir auf dem Sofa und sorgt dafür, dass du nach einer Weile merkst „Das war jetzt keine gute Idee, es so gemütlich zu finden.“ Die Songs wirken bewusst reduziert, fast spröde, aber genau darin steckt ihre Stärke. Nichts wird überdekoriert, nichts wird mit Glitzerstaub erschlagen. Hier wird eher weggelassen als draufgepackt und genau dadurch entsteht diese kalte, dichte Atmosphäre. Der Sound ist dabei angenehm unerquicklich. Gitarren, die nicht glänzen wollen, sondern eher so klingen, als hätten sie schon ein paar schlechte Nachrichten gesehen. Ein Schlagzeug, das selten drängt, sondern eher stoisch die Tür zum nächsten Gedankenblock aufhält. Ein Gesang, der nicht predigt, sondern eher so wirkt, als würde jemand seine Gedanken laut sortieren und dabei gelegentlich selbst überrascht sein, was da rauskommt. Das Ganze hat etwas von kontrollierter Melancholie, nicht dieses große Drama, sondern eher der Moment in dem man merkt, dass der Kaffee kalt geworden ist und man ihn trotzdem weitertrinkt.

Inhaltlich dreht sich „Selbst“ viel um innere Reibung, Selbstbeobachtung und dieses diffuse Gefühl, gleichzeitig zu viel und zu wenig zu sein. Also quasi der ganz normale Dienstag im Kopf. Songtitel wie „Tag der Tränen“, „Waldsterben“ oder „Nadelstiche“ sind dabei keine Metaphern, die sich schüchtern verstecken. Sondern eher klare Ansagen mit leichtem Hang zur existenziellen Ohrfeige. Trotzdem kippt das Album nie ins Pathetische. Es bleibt immer nah am Boden, manchmal sogar so nah, dass es sich fast weigert, aufzustehen. Und genau das macht es glaubwürdig. Besonders stark ist die Platte in ihrer unspektakulären Konsequenz. Viele Songs wirken beim ersten Hören fast ein bisschen gleichförmig, so als hätte jemand beschlossen, Dynamik sei optional. Aber je länger man drin steckt, desto mehr merkt man, dass sich unter dieser Oberfläche ständig kleine Verschiebungen abspielen. Eine Gitarrenfigur taucht plötzlich an einer anderen Stelle wieder auf, ein Rhythmus wirkt minimal verschoben. Ein Gesangssatz bleibt hängen wie ein Gedanke, den man eigentlich schon abgehakt hatte. Das ist kein Album, das sich mit großen Hooks wichtig macht. Eher eines, das dich schleichend umlagert, bis du irgendwann drin wohnst.

Stücke wie „Klotzs am Bein“ oder „Nadelstiche“ zeigen dabei, dass diese Mischung aus Kälte und Eingängigkeit ziemlich gut funktionieren kann. Das sind Songs, die nicht versuchen, dich sofort zu umarmen, sondern eher freundlich neben dir herlaufen und irgendwann trotzdem im Kopf stehen bleiben. Was manchmal die nervigere, aber ehrlichere Form von Ohrwurm ist. Am Ende ist „Selbst“ keine Platte, die dich beim ersten Hören an der Jacke packt und schüttelt. Sie ist eher der Typ Album, der neben dir sitzt, wenig sagt aber nach ein paar Tagen plötzlich sehr viel Raum im Kopf einnimmt. Nicht laut, nicht geschniegelt, nicht gefällig. Eher wie ein grauer Himmel, der sich nicht entschuldigt, dass er schon wieder da ist. Und genau darin liegt ihre Stärke.

01/06/2026

Jens Rachut im Trainingszentrum der NASA.
Copyright Video:

AUSGESTORBEN – PLANETENÜBERGABE TOUR 2026

18.06. DE / Magdeburg / .datsche
19.06. DE / Berlin / Neue Zukunft
20.06. DE / Berlin / Neue Zukunft
01.10. DE / Trier /
02.10. DE / Reutlingen /
03.10. CH / Basel / Kaserne
04.10. CH / Zürich / Helsinki Klub
06.10. AT / Graz / Music House
07.10. AT / Wien / Chelsea
08.10. DE / Regensburg /
09.10. DE / Karlsruhe /
10.10. DE / Frankfurt / AU
10.12. DE / Hamburg /
11.12. DE / Kiel / Hansa 48
12.12. DE / Lübeck / Treibsand

„Planetenübergabe“ erschien am 27.02.2026 bei Major Label & Hanseplatte.
Bestellen: hanseplatte.de/shop / majorlabel.shop

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Out soon: Various Artists - United States Of Melancholia - Part I - Post Punk GDR 1982 - 1990The political revolt of pun...
01/05/2026

Out soon:
Various Artists - United States Of Melancholia - Part I - Post Punk GDR 1982 - 1990

The political revolt of punk was succeeded by the aesthetic adventure of post-punk. During the Cold War, dark wave, gothic and industrial also had their equivalents under the unlucky star of the GDR.

The title "United States Of Melancholia" refers to a shadowland behind the perpetually rising facade of construction and to a nationally ingrained melancholy that, in the GDR, seemed to well up from deeper strata beneath an officially prescribed cheer-fulness. Therefore, United States of Melancholia shifts its focus to little-known bands and projects that preferred to stay out of the light in the socialist model state-not least because, for them, the sun set in the East.

The compilation is conceived as a triptych, bringing together different soundscapes within the same genre. Part I reflects the transition from punk to the emancipation from punk rock. Part II compiles songs rooted in a classic understanding of new wave. Finally, part III offers darkly tinged electronic and semi-acoustic tracks.

brought to you by tapetopia - GDR Undergroundtapes 1980-1990 in collaboration with Edition: Iron Curtain Radio and Major Label

01/05/2026

out now:
Various Artists - United States Of Melancholia - Part I - Post Punk GDR 1982 - 1990
tape version, limited to 100 copies w/ 2 bonus tracks.
(links in comments.)

vinyl version coming very soon!

The political revolt of punk was succeeded by the aesthetic adventure of post-punk. During the Cold War, dark wave, gothic and industrial also had their equivalents under the unlucky star of the GDR.

The title "United States Of Melancholia" refers to a shadowland behind the perpetually rising facade of construction and to a nationally ingrained melancholy that, in the GDR, seemed to well up from deeper strata beneath an officially prescribed cheer-fulness. Therefore, United States of Melancholia shifts its focus to little-known bands and projects that preferred to stay out of the light in the socialist model state-not least because, for them, the sun set in the East.

The compilation is conceived as a triptych, bringing together different soundscapes within the same genre. Part I reflects the transition from punk to the emancipation from punk rock. Part II compiles songs rooted in a classic understanding of new wave. Finally, part III offers darkly tinged electronic and semi-acoustic tracks.

brought to you by tapetopia - GDR Undergroundtapes 1980-1990 in collaboration with Edition: Iron Curtain Radio and Major Label

Heute heißt das
18/04/2026

Heute heißt das

Auf nach Betonien! Ein Sampler zum Punk-Thema Nummer 1

12/04/2026
11/04/2026

VVK mit Early Bird-Rabatt ist online ... https://www.gutensglueck.de

Angora Club interna PEPPONE RONG KONG KOMA Megel Pinoreks Panikraum

Oiro - "Zweite Kasse bitte". Preorder ab sofort, Auslieferung Anfang Mai! ➡️ majorlabel.shop
09/04/2026

Oiro - "Zweite Kasse bitte". Preorder ab sofort, Auslieferung Anfang Mai! ➡️ majorlabel.shop

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07749JENA

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