17/12/2025
Soziale Balance - zwischen Verbundenheit und Me-Time
Die soziale Nähe gehört zu den stärksten Kraftquellen und liegt in unserer Natur. Wer sich verbunden fühlt lebt gesünder, länger und resilienter. Doch diese Nähe, nach der wir uns sehnen, nach der wir streben wollen, fordert auch vieles. Sie fordert Zeit, Aufmerksamkeit und Empathie. Sie wird schnell zur Einbahnstraße, wenn man sich dabei selbst verliert. Es ist daher wichtig BEWUSST zu geben und bewusst BEI SICH zu bleiben.
Sich kümmern, zuzuhören und präsent sein fühlt sich großartig an. Wir geben von ganzem Herzen und erhoffen uns dieses ebenfalls zu erhalten. Doch wenn das Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen kippt, wird Fürsorge zur Erschöpfung. Die Folgen können Reizbarkeit, Erschöpfung, Rückzug und mitunter sogar Schuldgefühle beim Neinsagen sein.
Wer für andere da sein möchte, muss auch für sich selbst da sorgen. Nur innere Stabilität kann der Grundstein für eine wahre Verbindung sein. Soziale Balance ist ein Wechselspiel. Auch hier gibt es Phasen, in welchen man gibt und man an anderer Stelle nimmt. Die Kunst besteht darin, beide Phasen wahrzunehmen und ehrliche Grenzen zu kommunizieren. Me-Time ist keine Egozentrik, sie bedeutet Selbstfürsorge und ist so die Voraussetzung für ein tragfähiges Miteinander.
Stellt euch drei einfache Fragen:
1⃣ Habe ich heute Zeit nur für mich gehabt - und war sie ungestört?
🤔 Wenn nicht: Wo könnte ich sie mir morgen stattdessen nehmen?
2⃣ Tue ich das gerade, weil ich es will - oder weil ich glaube, ich muss?
🤔 Die Antwort muss niemand kennen - außer du selbst.
3⃣ Fühlt sich das, was ich gebe, noch gut an?
🤔 Wenn nicht: Was müsste sich ändern - eine Grenze, ein Gespräch, eine Pause?
Dieser Gedankenanstoß ersetzt kein Gespräch, aber er kann helfen, dass ihr ehrlich zu euch selbst seid. Oft ist das der erste Schritt zurück zu eurer persönlichen Balance 🙂🫶