14/07/2026
Noah wurde nur zwei Jahre alt: Seine Eltern erheben schwere Vorwürfe 🕯️💔
Der kleine Noah aus Berlin war ein gesunder und fröhlicher Junge. Als er schwer an Corona erkrankte und kaum noch Luft bekam, war er dringend auf medizinische Hilfe angewiesen. Drei Tage später war er tot.
Seine Eltern Norman Z. und Özge Z., beide 42 Jahre alt, sind überzeugt: Ihr Sohn hätte nicht sterben müssen. Sie haben Strafanzeige wegen des Verdachts der unterlassenen Hilfeleistung und fahrlässigen Tötung erstattet. Die Verantwortlichen weisen ein Verschulden zurück. ⚖️
Am Sonntag, dem 13. Oktober 2024, erkrankte Noah an Corona. Er hatte über 40 Grad Fieber, bekam schlecht Luft und nahm weder Nahrung noch Flüssigkeit zu sich. Die Bestätigung eines online gebuchten Termins bei der Kinderärztin für den nächsten Tag enthielt den Hinweis, nicht mit Corona in die Praxis zu kommen.
Am Montag rief Noahs Vater nach eigenen Angaben rund 60-mal in der Praxis an. Als er die Kinderärztin erreichte, sei ihm gesagt worden, dass Noah keinesfalls vorgestellt werden solle. Er könne lediglich ein Rezept für Bronchialtropfen abholen.
Am Abend verschlechterte sich Noahs Zustand dramatisch. Seine Lippen verfärbten sich blau. Ein Rettungswagen brachte ihn in die Kindernotaufnahme des Vivantes-Klinikums Neukölln. Dort wurde er um 20.07 Uhr in die höchste Dringlichkeitskategorie „Rot“ eingestuft. Eine sofortige Untersuchung war vorgesehen.
Der erste ärztliche Kontakt erfolgte laut Behandlungsbericht jedoch erst um 20.30 Uhr. Eine Assistenzärztin hörte Noah durch seine Kleidung ab und dokumentierte ein gesundes Atemgeräusch. Puls und Sauerstoffsättigung wurden dem Bericht zufolge nicht gemessen. Bereits um 20.35 Uhr war die Behandlung beendet. Noahs Mutter erhielt ein Cortisol-Zäpfchen, das sie ihm geben sollte, falls er blau anlaufe.
In der Nacht hielten die Eltern ihren Sohn auf dem Balkon aufrecht im Arm, weil er kaum noch Luft bekam. 😢
Am Dienstag, dem 15. Oktober, versuchten sie erneut, die Kinderärztin zu erreichen. Schließlich erhielten sie einen Termin für den späten Nachmittag. Kurz nach 14 Uhr wollte Noahs Vater mit ihm spazieren gehen. Im Aufzug holte der Zweijährige ein letztes Mal Luft und erlitt einen Herz-Kreislauf-Stillstand.
Der Vater begann sofort mit der Wiederbelebung. Um 14.08 Uhr rief er den Notruf an und hing nach eigener Darstellung vier Minuten in der Warteschleife. Laut Einsatzprotokoll trafen die ersten Retter um 14.28 Uhr ein. Die Berliner Feuerwehr erklärt dagegen, dass der erste Helfer laut Leitstellenprotokoll bereits um 14.20 Uhr vor Ort gewesen sei.
Die Einsatzkräfte versuchten erfolglos, einen Beatmungsschlauch zu platzieren. Ein mit dem Hubschrauber eingetroffener Notarzt entdeckte einen weißlichen Gegenstand in Noahs Rachen, bei dem es sich vermutlich um einen Schleimpfropf handelte. Dieser wurde zunächst nicht abgesaugt. Stattdessen wurde der Beatmungsschlauch tiefer geschoben.
Im Krankenhaus wurde schließlich weißer, zäher Schleim aus Noahs Atemwegen entfernt. Doch zu diesem Zeitpunkt hatte sein Gehirn bereits so schweren Schaden genommen, dass der Hirntod festgestellt wurde.
Am Mittwoch, dem 16. Oktober 2024, starb Noah um 2.24 Uhr. 🕊️
Laut Obduktionsbericht waren seine Atemwege durch zähen Schleim verstopft. Als Todesursache wurde eine massive Hirnschwellung festgestellt, die unter anderem durch Sauerstoffmangel entstehen kann.
Das Vivantes-Klinikum erklärte nach einer internen Untersuchung, Noah sei in der Kinderrettungsstelle regelgerecht behandelt worden. Einen Monat nach seinem Tod teilte die Klinik der Staatsanwaltschaft mit, auf MRT-Aufnahmen sei möglicherweise eine seltene Fehlbildung des Gehirns entdeckt worden.
Ein neuropathologischer Gutachter widerspricht dieser Einschätzung. An Noahs untersuchtem Gehirn seien keine angeborenen Fehlbildungen festgestellt worden. Auch die Berliner Feuerwehr hält das Vorgehen des Notarztes nach vorläufiger Prüfung für medizinisch nachvollziehbar und vertretbar.
Noahs Eltern fühlen sich vom Gesundheitssystem alleingelassen. Sein Vater sagt, der Tod seines Sohnes habe das Leben der Familie für immer in ein Davor und ein Danach geteilt.
Ein kleines Kind ist gestorben. Zurück bleiben tiefe Trauer, offene Fragen und Eltern, die um Aufklärung kämpfen. 🕯️🙏