10/06/2026
Ich liebe meinen Job. Denn er führt mich immer wieder mit interessanten Menschen zusammen und bringt mich an die unterschiedlichsten Orte. Vom kleinen Dorf bis in die größten Städte.
Nach einem langen Workshoptag mit vielen Gesprächen muss ich abends den Kopf freibekommen, um am nächsten Tag wieder frisch durchstarten zu können. Für neue Gespräche, andere Menschen und knifflige Fragen. Also all das, was mich herausfordert und mir großen Spaß macht.
Dafür gehe ich gerne alleine spazieren. Das ist in Berlin aber gar nicht so leicht. Tagsüber teilen sich Tausende Menschen diesen Ort. Nachts gehört er für einen kurzen Moment nur den wenigen, die noch unterwegs sind. Menschen wie mir ;-)
Als ich am Reichstag ankomme, sind die Bedingungen perfekt: Windstilles Wasser, kaum Menschen, perfekte Spiegelung. Ein Moment, zum Innehalten und einer, den ich gerne mit meiner Kamera festhalte. Die ist eh mein Meditationswerkzeug. Während ich sonst viel mit dem Smartphone arbeite und immer alles schnell gehen muss, kann ich mit der großen Kamera stundenlang auf das richtige Licht warten und die Zeit einfach genießen. Vielleicht ist das der Grund, warum ich so gerne nachts fotografiere. Nicht wegen der Lichter. Nicht wegen der Architektur. Sondern weil man nach all dem Trubel endlich Ruhe findet. Und neue Kraft schöpfen kann.
Manchmal reicht mir dafür genau das für ein gutes Bild. Eines, das mir den Moment in Erinnerung ruft.