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Novartis stoppt Zelltherapie-Studien nach TodesfällenDer Schweizer Pharmakonzern Novartis hat einem Bericht des "Wall St...
04/09/2026

Novartis stoppt Zelltherapie-Studien nach Todesfällen

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge acht klinische Studien zu experimentellen CAR-T-Zell-Therapien gestoppt, nachdem drei Patienten an schweren Immunreaktionen gestorben waren. Die Studien waren für Autoimmun- und neurologische Erkrankungen vorgesehen. Das Unternehmen kündigte eine umfassende Überprüfung der Vorfälle an und arbeite mit unabhängigen Sicherheitsgremien sowie Aufsichtsbehörden zusammen.
Bei CAR-T-Therapien werden die Immunzellen eines Patienten so verändert, dass sie Krebszellen gezielt bekämpfen können. Schwere Immunreaktionen sind dabei ein bekanntes Risiko. Auch der US-Konzern Bristol-Myers Squibb hat ähnliche Studien zu CAR-T-Behandlungen bei Autoimmunerkrankungen vorsorglich pausiert.
Die genauen Zeitpunkte der Todesfälle sind unklar. Novartis und Bristol-Myers Squibb waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Die Sicherheitsüberprüfungen sollen klären, wie es zu den tödlichen Zwischenfällen kommen konnte und welche Konsequenzen daraus gezogen werden. Die vorübergehenden Stopps zeigen die Herausforderungen bei der Entwicklung solcher innovativen Therapien.

Mehrheit der Deutschen befürwortet Einführung einer ZuckersteuerLaut einer Forsa-Umfrage im Auftrag von "Stern" und RTL ...
04/09/2026

Mehrheit der Deutschen befürwortet Einführung einer Zuckersteuer

Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag von "Stern" und RTL spricht sich eine Mehrheit von 55 Prozent der Deutschen für die geplante Sonderabgabe auf zuckerhaltige Getränke aus, während 44 Prozent dagegen sind. Besonders hoch ist die Zustimmung unter Anhängern der Grünen (87 Prozent), aber auch bei CDU/CSU- (76 Prozent) und SPD-Anhängern (77 Prozent) findet die Steuer breite Unterstützung. Abgelehnt wird sie dagegen vor allem in Ostdeutschland und von AfD-Anhängern.
Die schwarz-rote Koalition hatte sich im Rahmen der Verhandlungen über das Sparpaket für die gesetzlichen Krankenversicherungen auf eine Zuckersteuer ab 2027 geeinigt. Die Höhe der Abgabe soll sich nach dem Zuckergehalt der Getränke richten. Für Verwirrung sorgten Vorschläge aus dem Finanzministerium, auch zuckerfreie Getränke wie Cola Zero zu besteuern, was Finanzminister Lars Klingbeil jedoch klar zurückwies.
Die Koalition hatte Einnahmen von 650 Millionen Euro veranschlagt, Branchenverbände rechnen jedoch mit deutlich höheren Beträgen. Für die repräsentative Umfrage befragte Forsa am 27. und 28. August 1002 Menschen, die Fehlerquote liegt bei drei Prozentpunkten. Die Befragung zeigt eine klare Mehrheit für die Zuckersteuer, obwohl die Details der Ausgestaltung noch umstritten sind.

Nord-Stream-Betreiber beantragen Akteneinsicht im StrafverfahrenIm deutschen Strafverfahren um die Sprengung der Nord-St...
04/09/2026

Nord-Stream-Betreiber beantragen Akteneinsicht im Strafverfahren

Im deutschen Strafverfahren um die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines haben die russisch kontrollierten Betreibergesellschaften Akteneinsicht beantragt. Die Nord Stream 2 AG, eine hundertprozentige Tochter des russischen Staatskonzerns Gazprom, hat bereits die Anklageschrift erhalten und will Schadensersatzansprüche gegen den angeklagten Ukrainer Serhij Kusnjezow prüfen. Das Hanseatische Oberlandesgericht (OLG) Hamburg bestätigte indirekt die Anträge, betonte aber, dass Informationen nur weitergegeben werden dürften, soweit dies für die Wahrnehmung der Interessen erforderlich sei.
Die Verteidigung von Kusnjezow warnt davor, die Nord Stream 2 AG als Nebenklägerin zuzulassen, da bereits durch die Übermittlung der Anklageschrift sensible Daten über den Angeklagten an den russischen Staat gelangt sein könnten. Eine Zulassung als Nebenkläger würde Russland zudem Einsicht in die gesamten Verfahrensakten ermöglichen, die neben Informationen über Kusnjezow auch Details zu den Ermittlungen deutscher Behörden enthalten. Die Verteidigung kritisiert die Anträge daher scharf.
Die Generalbundesanwaltschaft hatte Ende Juni Anklage gegen Kusnjezow erhoben, dem vorgeworfen wird, den Anschlag auf die Nord-Stream-Pipelines im September 2022 koordiniert zu haben. Das OLG prüft derzeit die Zulassung der Anklage. Kusnjezow ist der erste mutmaßliche Saboteur, der sich vor der deutschen Justiz verantworten muss. Das OLG betonte, dass ein Rechtsanwalt für den Verletzten einer Straftat unter bestimmten Voraussetzungen Einsicht in die Anklageschrift erhalten könne, um eine mögliche Nebenklage zu prüfen.

CDU und SPD einigen sich auf letzte Details zur EinkommensteuerreformDie schwarz-rote Bundesregierung will noch in diese...
04/09/2026

CDU und SPD einigen sich auf letzte Details zur Einkommensteuerreform

Die schwarz-rote Bundesregierung will noch in dieser Woche die Reform der Einkommensteuer auf den Weg bringen und hat sich auf letzte Details zur Erhöhung der steuerlich begünstigten Sonn- und Feiertagszuschläge geeinigt. Das Paket soll am Mittwoch im Kabinett beschlossen werden. Kern der Reform ist eine Entlastung für Familien und Steuerzahler mit niedrigen und mittleren Einkommen, die sich ab 2028 auf jährlich zehn Milliarden Euro summieren soll.
Die Entlastungen erfolgen durch einen höheren Grundfreibetrag, einen später greifenden Spitzensteuersatz, einen erhöhten Werbungskosten-Pauschbetrag und höheres Kindergeld. Der maximale Stundenlohn für steuerfreie Sonn- und Feiertagszuschläge wird von 50 auf 75 Euro angehoben. Zur Gegenfinanzierung soll die Reichensteuer etwas früher greifen, zudem wird eine zweite, höhere Stufe – eine "Superreichensteuer" – eingeführt.
Kritik gab es, weil Finanzminister Lars Klingbeil keinen generellen Ausgleich der inflationsbedingten kalten Progression plant. Im Ministerium heißt es, es finde "ein teilweiser Ausgleich" statt, "nämlich für diejenigen mit kleineren und mittleren Einkommen". Nach dem Kabinettsbeschluss wird sich der Bundestag mit den Plänen befassen. Die Reform bleibt damit umstritten, da die kalte Progression nicht vollständig ausgeglichen wird.

Ausländische Investitionen in Deutschland steigen um 50 ProzentDie ausländischen Direktinvestitionen in Deutschland sind...
03/09/2026

Ausländische Investitionen in Deutschland steigen um 50 Prozent

Die ausländischen Direktinvestitionen in Deutschland sind 2025 sprunghaft um 50 Prozent auf rund 86 Milliarden Euro gestiegen, nachdem sie 2024 noch um fast 32 Prozent eingebrochen waren. Dies geht aus einer Analyse des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) auf Basis neuer Bundesbank-Daten hervor. Auch im Vergleich zum Median der Jahre 2015 bis 2024 bleibt ein Anstieg von fast elf Prozent – ein Zeichen für die Erholung des Investitionsstandorts.
Die Herkunftsländer des Kapitals haben sich 2025 deutlich verschoben: US-Investitionen brachen um fast 44 Prozent auf 11,8 Milliarden Euro ein, ihr Anteil sank von 36 auf 14 Prozent. Dagegen stiegen die Investitionen aus dem Vereinigten Königreich um 284 Prozent auf 26 Milliarden Euro, womit Großbritannien mit 31 Prozent Anteil klar vor den USA liegt. Insgesamt kommen mehr als 80 Prozent der ausländischen Investitionen aus Europa, wobei die anderen EU-Staaten mit rund 43 Milliarden Euro den größten Anteil stellen.
Chinesische Investitionen legten zwar um 51 Prozent zu, blieben mit 199 Millionen Euro aber ein "Randphänomen" mit einem Anteil von nur 0,2 Prozent. Auch Investitionen aus Chile und Saudi-Arabien stiegen kräftig. Die IW-Ökonomin Samina Sultan betonte, dass die engsten und verlässlichsten wirtschaftlichen Beziehungen weiterhin zu den europäischen Nachbarn bestehen. Die Zahlen können jedoch durch große Einzeltransaktionen schwanken und werden oft nachträglich korrigiert.

Kretschmer bringt längere Arbeitszeiten bei VW ins SpielSachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat längere ...
03/09/2026

Kretschmer bringt längere Arbeitszeiten bei VW ins Spiel

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat längere Arbeitszeiten als mögliche Option zur Sicherung der Zukunft des VW-Werks in Zwickau ins Gespräch gebracht. "Wir sind zu teuer", sagte er im ZDF und plädierte für einen "Mix an Maßnahmen" – darunter auch eine längere Arbeitszeit, jedoch ohne Lohnsenkungen. Trotz der schwierigen Lage zeigte er sich optimistisch, dass das effizienteste VW-Werk in Deutschland eine Zukunft habe, und fordert weniger Regulierung und niedrigere Energiekosten für den Konzern.
VW-Konzernchef Oliver Blume hatte zuvor bekräftigt, dass es noch keine Entscheidungen zu Werksschließungen gibt, jedoch für die Standorte Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm noch keine wettbewerbsfähige Auslastung für die 2030er Jahre bestehe. Kretschmer betonte, Volkswagen brauche nun Unterstützung von der deutschen Politik und der EU – "und zwar nicht finanziell, sondern mit weniger Regulierung und weniger Kosten beispielsweise beim Thema Energie."
Die Debatte um Arbeitszeiten und Standortsicherung findet vor dem Hintergrund des laufenden Stellenabbaus von 50.000 Stellen bis 2030 statt, der aus Sicht des Vorstands nicht ausreicht. Berichten zufolge stehen weitere 50.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel, insgesamt also 100.000. An diesem Montag findet in Hannover die vorerst letzte außerordentliche Betriebsversammlung vor möglichen Entscheidungen im Aufsichtsrat statt. Die Führung will die Kosten senken, während Belegschaft, Gewerkschaften und Politik um Arbeitsplätze bangen.

EU stuft ChatGPT als "sehr große Suchmaschine" ein – strengere Regeln greifenDie EU-Kommission hat den KI-Chatbot ChatGP...
03/09/2026

EU stuft ChatGPT als "sehr große Suchmaschine" ein – strengere Regeln greifen

Die EU-Kommission hat den KI-Chatbot ChatGPT des US-Unternehmens OpenAI erstmals als "sehr große Suchmaschine" eingestuft, womit er künftig den strengsten Vorschriften des Digital Services Act (DSA) unterliegt. Die dafür vorgesehene Schwelle von durchschnittlich 45 Millionen Nutzern in der EU wird von ChatGPT bereits seit Längerem deutlich überschritten – 2025 lag die Zahl den Angaben zufolge bei über 100 Millionen aktiven monatlichen Nutzenden. Auch die Plattformen Reddit und Roblox wurden als "sehr große Online-Plattformen" eingestuft.
Der DSA, der seit Februar 2024 gilt, gibt der EU-Kommission weitreichende Untersuchungsbefugnisse und ermöglicht Millionenstrafen bei Verstößen. Bereits gegen Plattformen wie TikTok, X, Temu und AliExpress wurden Verfahren eingeleitet oder Strafen verhängt. Im Fall von ChatGPT und Reddit wird die Überwachung mit der irischen Medienaufsicht koordiniert, bei Roblox mit der niederländischen.
Die betroffenen Unternehmen haben nun bis Ende November Zeit, die verschärften Auflagen umzusetzen. Sie müssen unter anderem stärker gegen illegale Inhalte vorgehen, Minderjährige besser schützen und negative Auswirkungen auf Grundrechte, Wahlprozesse und die öffentliche Sicherheit vermeiden. Die Einstufung ermöglicht der EU-Kommission zudem, die Funktionsweisen der Dienste und damit verbundene Systeme genauer zu bewerten.

BYD exportiert chinesischen Preiskrieg nach Deutschland – Hybrid-Segment im FokusDer chinesische Elektroauto-Hersteller ...
03/09/2026

BYD exportiert chinesischen Preiskrieg nach Deutschland – Hybrid-Segment im Fokus

Der chinesische Elektroauto-Hersteller BYD setzt seine aggressive Preisstrategie aus dem Heimatmarkt nun auch in Deutschland fort. Während die Verkäufe in China im ersten Halbjahr um 40 Prozent auf etwa eine Million Fahrzeuge einbrachen, steigerte BYD seinen Export um mehr als 70 Prozent auf fast 800.000 Autos – allein in Deutschland wurden mit 26.000 Fahrzeugen viermal so viele verkauft wie im Vorjahreszeitraum. Besonders im Segment der Plug-in-Hybride greift der Hersteller mit Kampfpreisen an und belegte zeitweise sogar den Spitzenplatz bei den Neuzulassungen.
BYD unterbietet die deutsche Konkurrenz nicht nur mit niedrigeren Listenpreisen, sondern gewährt auf seine Top-Modelle Rabatte von bis zu 32 Prozent, während der Branchendurchschnitt bei knapp 19 Prozent liegt. CAR-Chef Ferdinand Dudenhöffer spricht von einem "doppelten Preisdruck" und interpretiert die Strategie als "Export des Preiskriegs aus China". Die schlechten Verkaufszahlen im Heimatmarkt belasten BYD, während gleichzeitig die Exporte massiv ausgeweitet werden.
Für die deutschen Autobauer ist dieser Angriff besonders gefährlich, da sie selbst auf Plug-in-Hybride als Brückentechnologie gesetzt haben. BYD setzt dagegen auf einfachere Verbrennungsmotoren, mittlere Batteriekapazitäten und niedrige Preise, wodurch den etablierten Herstellern ihre Führungsrolle im Heimatmarkt abgenommen wird. Die aggressive Preispolitik des chinesischen Konzerns setzt die heimische Automobilindustrie unter erheblichen Druck.

Deutschland hat die höchsten Strompreise unter G20-StaatenNach einer Analyse des Vergleichsportals Verivox sind die Stro...
02/09/2026

Deutschland hat die höchsten Strompreise unter G20-Staaten

Nach einer Analyse des Vergleichsportals Verivox sind die Strompreise in Deutschland mit 35,6 Cent pro Kilowattstunde die höchsten unter den G20-Staaten – mehr als doppelt so teuer wie der G20-Durchschnitt von 16,3 Cent. Italien folgt mit 34,5 Cent, Großbritannien mit 32,4 Cent, während Frankreich (23,3 Cent) und die USA (18,3 Cent) deutlich günstiger sind. Hauptgrund für die hohen Kosten ist die Steuer- und Abgabenlast, die über 60 Prozent des Strompreises ausmacht.
Verivox-Energieexperte Thorsten Storck betonte, dass die Stromproduktion selbst nur etwa ein Drittel des Haushaltspreises ausmache. Wirtschaftsverbände fordern seit Langem eine Senkung der Stromsteuer für Unternehmen und Haushalte, um die Kosten zu reduzieren. Die hohen Preise belasten Verbraucher und Wirtschaft gleichermaßen.
CDU-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche rechnet mittelfristig mit sinkenden Strompreisen, allerdings erst Mitte der 2030er Jahre. SPD und Grüne argumentieren hingegen, dass ein schnellerer Ausbau erneuerbarer Energien und Netze bereits früher zu einem Preisrückgang führen könnte. Die G20 umfassen große Industrie- und Schwellenländer wie die USA, Deutschland, Großbritannien, Russland und China.

Bahn investiert 210 Millionen Euro in "XXL-Waschprogramm"Die Deutsche Bahn will bis 2030 insgesamt 210 Millionen Euro in...
02/09/2026

Bahn investiert 210 Millionen Euro in "XXL-Waschprogramm"

Die Deutsche Bahn will bis 2030 insgesamt 210 Millionen Euro in ein umfassendes Programm für sauberere Bahnhöfe und Züge sowie mehr Sicherheit investieren. Bahn-Chefin Evelyn Palla kündigte an, dass sauberere Züge und Bahnhöfe der neue Standard werden sollen. Dazu wird unter anderem die Zahl der Reinigungskräfte für Bordtoiletten auf 220 verdoppelt, die wöchentlich rund 52.000 Toiletten reinigen sollen.
Das Programm sieht auch eine intensive Handreinigung von ICE- und IC-Zügen im Werk Berlin-Rummelsburg von bis zu zehn Stunden vor. Bereits im Februar hatte die Bahn ein Sofortprogramm mit 20 Millionen Euro gestartet, um Toiletten, Teppiche und Bordgastronomie zu reinigen. Laut "Bild am Sonntag" sank die Zahl der Störungen an Bordtoiletten seitdem um 25 Prozent, und 44 mobile Handwerkerteams sollen Schäden schneller beheben.
Die hohe Verspätungsquote im Fernverkehr bleibt von den Sauberkeitsmaßnahmen jedoch unberührt. Das Programm wurde von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder eingefordert. Die Bahn verspricht sich von den Investitionen einen deutlichen Komfortgewinn für Reisende, während das Kernproblem der Pünktlichkeit weiterhin ungelöst bleibt.

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