04/09/2026
Novartis stoppt Zelltherapie-Studien nach Todesfällen
Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge acht klinische Studien zu experimentellen CAR-T-Zell-Therapien gestoppt, nachdem drei Patienten an schweren Immunreaktionen gestorben waren. Die Studien waren für Autoimmun- und neurologische Erkrankungen vorgesehen. Das Unternehmen kündigte eine umfassende Überprüfung der Vorfälle an und arbeite mit unabhängigen Sicherheitsgremien sowie Aufsichtsbehörden zusammen.
Bei CAR-T-Therapien werden die Immunzellen eines Patienten so verändert, dass sie Krebszellen gezielt bekämpfen können. Schwere Immunreaktionen sind dabei ein bekanntes Risiko. Auch der US-Konzern Bristol-Myers Squibb hat ähnliche Studien zu CAR-T-Behandlungen bei Autoimmunerkrankungen vorsorglich pausiert.
Die genauen Zeitpunkte der Todesfälle sind unklar. Novartis und Bristol-Myers Squibb waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Die Sicherheitsüberprüfungen sollen klären, wie es zu den tödlichen Zwischenfällen kommen konnte und welche Konsequenzen daraus gezogen werden. Die vorübergehenden Stopps zeigen die Herausforderungen bei der Entwicklung solcher innovativen Therapien.