31/08/2026
Am 30. August 2026 wurden Eziden beim großen ökumenischen Gottesdienst im Rahmen des NRW-Tages in Münster durch Mecewir Ismet Nokta vertreten.
Vor rund 2.000 Besucherinnen und Besuchern sprach Ismet Nokta über den ezidischen Glauben, Toleranz, gegenseitigen Respekt und das friedliche Zusammenleben verschiedener Religionsgemeinschaften
In seiner Ansprache betonte er, dass der Mensch Verantwortung für sein eigenes Handeln trägt und dass Respekt gegenüber anderen Religionen fest im ezidischen Glauben verankert ist.
Ein besonders wichtiger Gedanke seiner Rede war ein traditionelles ezidisches Gebet:
„Gott, schütze erst die 72 Völker und dann uns.“
Dieser Satz steht sinnbildlich für die Offenheit und Toleranz des Ezidentums gegenüber anderen Gemeinschaften und Religionen.
Ismet Nokta sprach außerdem über die besondere Bedeutung von Spiritualität und Naturverbundenheit im ezidischen Glauben. Die Erde und alle Lebewesen werden als göttliche Gaben verstanden, denen mit Achtung und Verantwortung begegnet werden soll.
Passend dazu zitierte er den Gedanken:
„Die Welt ist wie ein Garten mit allen Blumensorten – und auch wir sind eine Blume in diesem
Garten.“bawe cawis
Neben seiner Ansprache überreichte Ismet Nokta mehreren anwesenden wie Ministerin Dorothee Feller deutsche Politikerin (CDU) Sie war von 2017 bis 2022
Regierungspräsidentin des Regierungsbezirks Münster und ist seit dem 29. Juni 2022 Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen im Kabinett
Wüst II.sowie Tilman Fuchs deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen) und seit dem 1. November 2025
Oberbürgermeister der Stadt
Münster ,und von der KATHOLISCHE
KIRCHE
BISTUM MÜNSTER
Bischof Dr. Heiner Wilmer
SCJ
Bilder als Zeichen der Erinnerung und des gegenseitigen Respekts. Dem Bischof wurde unter anderem ein Werk über den Genozid an den Eziden in Shingal übergeben.
Die Übergabe sowie die Rede wurden vom Publikum mit großem Applaus aufgenommen.
An der Veranstaltung nahmen zahlreiche Vertreter aus Kirche, Politik und Gesellschaft teil. Unter den Anwesenden befanden sich unter anderem hochrangige Vertreter der Kirchen.
Auch Medienvertreter und der WDR begleiteten die Veranstaltungen rund um den NRW-Tag.
Für das Ezidische Volk war die Teilnahme von Mecewir Ismet Nokta Experte für Außen und Sicherheitspolitik und Menschenrechtler eine wichtige Gelegenheit, die ezidische Gemeinschaft öffentlich zu vertreten, auf ihre Geschichte und Kultur aufmerksam zu machen und gleichzeitig ein klares Zeichen für Toleranz, Dialog, Frieden und gegenseitigen Respekt zu setzen.
Wir bedanken uns herzlich bei Ismet Nokta für die würdige Vertretung des Ezidischen Volkes für das Bundesland NRW
Nav-Yêk 31.09.2026