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»Klimaschutz wird oft ohne Artenvielfalt gedacht, das müssen wir ändern«
13/06/2021

»Klimaschutz wird oft ohne Artenvielfalt gedacht, das müssen wir ändern«

Elektrofahrzeuge helfen dem Klimaschutz, aber der Rohstoffabbau für die Batterien schadet der Umwelt. Nur eines von vielen Beispielen für fehlgeleiteten Aktionismus, meinen Experten vom Weltbiodiversitäts- und Weltklimarat.

"Wir sind überglücklich, dass wir den Muna-Wald retten konnten und dass die Bevölkerung erkannt hat, dass Massentourismu...
30/05/2021

"Wir sind überglücklich, dass wir den Muna-Wald retten konnten und dass die Bevölkerung erkannt hat, dass Massentourismus nicht der richtige Weg für das mittelfränkische Seenland ist", jubelt Klaus Maier von der Bürgerinitiative Seenland in Bürgerhand e.V.. In einem Bürgerentscheid haben sich heute 52,4 Prozent der Pfofelder Bürgerinnen und Bürger für den Erhalt ihres Urwaldes Muna-Wald am Brombachsee bei Langlau ausgesprochen. Mit 1.140 der möglichen rund 1.300 Stimmen war die Wahlbeteiligung extrem hoch - das Thema hat nahezu jeden Menschen vor Ort sehr bewegt.

"Wir sind überwältigt von diesem Erfolg", so Maier. Es haben zuletzt sechs Menschen ihre komplette Freizeit für den Erhalt des Waldes gegen die Baupläne der Touristik-Kette Center Parcs aufgewendet - "das waren mehr als sechs Vollzeitstellen". Statt Naturfassade bleibt damit die Natur erhalten, und die mit Nachdruck und viel landes- und lokalpolitischer Unterstützung vorangetriebene Planung zum Bau einer gigantischen Ferienhausanlage mit 800 Wohneinheiten ist gestoppt. "Damit das hier so bleibt und woanders gar nicht erst geschieht, werden wir unsere Bürgerinitiative nicht auflösen", sagt Klaus Maier. "Wir werden Umweltschützern auch an anderen Orten mit Rat und Tat zur Seite stehen, wenn sich der Touristik-Konzern nun nach alternativen Destinationen umsehen wird." Denn Geschäftsmodell von Center Parcs ist es traditionell, sich ausgerechnet möglichst unberührte und an Seen gelegene Waldgebiete für ihre massentouristischen Ferienhausanlagen auszusuchen - und sie damit zu zerstören.

Herzlichen Dank für Euern großartigen Einsatz! Heute ist ein großer Tag der Freude für alle Waldschützerinnen und Waldschützer!

Die Hintergründe: https://www.pro-wald.org/bedrohte-waelder/muna-wald-brombachsee-gestern-raketenfabrik-heute-naturparadies-morgen-center-parc

29/05/2021

Vor rund 60 Jahren wurde der historische Eichenwald "Der alte Luschk" im ostsächsischen Mulkwitz unter einer gigantischen Menge Abraum aus dem benachbarten Braunkohle-Tagebau begraben - für viele Menschen und die Natur in der Oberlausitz war dies damals ein trauriges Ereignis. Die Wunden sind inzwischen verheilt, denn seitdem hat sich dort mit einer Mischung aus Geduld, biologischem Fachwissen und harter Arbeit ein einzigartiges Ökosystem entwickelt, das mehr als hundert Arten der Roten Liste einschließlich Wolf und Seeadler eine Heimat bietet.

Doch schon bald könnten bis zu eine Million Quadratmeter des Naturgebiets "Mulkwitzer Hochkippen" ein zweites Mal zerstört werden – durch fünf große Solarparks, für die der Wald gerodet werden soll. Die Menschen vor Ort sind fassungslos.

Pro Wald stellt gemeinsam mit der Interessengemeinschaft Mulkwitzer Hochkippen den Wald in der Oberlausitz und das Bauprojekt vor, das ihn gefährdet.

Link: https://www.pro-wald.org/bedrohte-waelder/mulkwitzer-hochkippen-bei-cottbus-vor-der-zweiten-zerstoerung

Video: IG Mulkwitzer Hochkippen

Die Einwohner der Dresdner Stadtteile Cotta und Leutewitz lieben ihren verbliebenen, noch rund 13.000 Quadratmeter große...
22/05/2021

Die Einwohner der Dresdner Stadtteile Cotta und Leutewitz lieben ihren verbliebenen, noch rund 13.000 Quadratmeter großen Stadtwald in direkter Nachbarschaft zum Leutewitzer Volkspark. Doch dieser soll nun gerodet werden und es geht – wie immer – um viel Geld. Das Erstaunliche dabei: Der Eigentümer und Bauunternehmer, der allein durch die planungsrechtliche Umwandlung der Stadtwaldfläche in Bauland einen Wertzuwachs in Höhe von mehreren Millionen Euro verbuchen könnte, bietet der Stadt ganz offen eine halbe Million Euro "Spende" dafür an, dass diese seinem Bauvorhaben zustimmt.

In Kooperation mit der Bürgerinitiative "Ein Wald für Cottas Klima" stellt Pro Wald den Stadtwald, das umstrittene Rodungs- und Bauprojekt sowie ungewöhnlich transparente Kungeleien vor.

Link: https://www.pro-wald.org/bedrohte-waelder/leutewitzer-stadtwald-dresden-ein-unmoralisches-angebot

Im ersten Bürgerentscheid in Deutschland über Windkraftanlagen in einem Wald mit Schutzstatus haben sich bis Abstimmungs...
16/05/2021

Im ersten Bürgerentscheid in Deutschland über Windkraftanlagen in einem Wald mit Schutzstatus haben sich bis Abstimmungsende am Sonntag (16. Mai) etwas mehr als die Hälfte der Wähler für die Bebauung des Landschaftsschutzgebietes Ebersberger Forst bei München ausgesprochen.

In einer ersten Stellungnahme zeigt sich der Vorsitzende der Bürgerinitiative St2080, Dr. Ludwig Seebauer, der sich als Teil eines Aktionsbündnisses gegen die geplanten Windkraftanlagen im Forst engagiert, kämpferisch. Die komplette Stellungnahme auf Pro Wald:

https://www.pro-wald.org/bedrohte-waelder/windkraft-im-ebersberger-forst-buergerentscheid-bringt-knappe-mehrheit-fuer-wald-bebauung

Die Menschen in Ebersberg bei München kämpfen schon seit 200 Jahren für ihren Wald und haben ihn dadurch immer wieder vo...
08/05/2021

Die Menschen in Ebersberg bei München kämpfen schon seit 200 Jahren für ihren Wald und haben ihn dadurch immer wieder vor der Zerstörung bewahrt – zuletzt, als der Protonenbeschleuniger CERN in den 1960ern und der Münchner Großflughafen in den 70er-Jahren mitten hineingebaut werden sollten.

Doch nun will das Landratsamt den vor knapp 40 Jahren beschlossenen strengen Schutzstatus des Ebersberger Forsts wieder aufheben, um dort im ersten Schritt zunächst eine Handvoll Windkraftanlagen hineinbauen zu lassen. Umweltschützer sind alarmiert: Zum einen, weil ein vom Landkreis selbst in Auftrag gegebenes Gutachten festgestellt hat, dass dies das unweigerliche Aus für stark geschützte Fledermaus- und Greifvogelarten im Forst bedeuten würde. Und zum anderen, weil nach dem Wegfall des Schutzstatus das Tor sperrangelweit aufstünde für weitere massive bauliche Eingriffe in das mit 90 Millionen Quadratmetern größte zusammenhängende Waldgebiet im süddeutschen Flachland.

In Kooperation mit dem Natur- und Landschaftsschutzverein BI St2080 e.V. stellt Pro Wald das gefährdete Landschaftsschutzgebiet vor, für das bis Sonntag (16. Mai), 18 Uhr, in einem Bürgerentscheid die Würfel fallen werden.

Link: https://www.pro-wald.org/bedrohte-waelder/ebersberger-forst-bei-muenchen-auf-kollisionskurs

01/05/2021

Während wir entweder gebannt auf den Klimawandel starren oder in wilden Aktionismus verfallen, um das Klima zu retten, sterben täglich immer weitere Tier- und Pflanzenarten aus – und zwar in einem unvorstellbaren Ausmaß wie zuletzt vor 66 Millionen Jahren. Doch anders als damals, als ein Asteroideneinschlag eine Naturkatastrophe auslöste, die die biologische Entwicklung auf der gesamten Erde um mehrere Millionen Jahre zurückwarf, vollzieht sich das Artensterben heute schleichend und beinahe unbemerkt.

Der renommierte Evolutionsbiologe und Direktor des Centrum für Naturkunde - CeNak der Universität Hamburg, Professor Matthias Glaubrecht, hat in einem viel beachteten Interview auf Pro Wald vor wenigen Wochen darauf hingewiesen, welch gravierende Folgen unsere Ignoranz haben wird: Denn die Biodiversitätskrise bedrohe unsere menschliche Existenz viel stärker als der Klimawandel. Das Artensterben sei keine Unterkrise des Klimawandels, sondern eine separat zu betrachtende, massive Krise, die in erster Linie dem Flächenverbrauch des Menschen geschuldet ist, der immer weiter und tiefer in natürliche oder noch halbwegs naturbelassene Lebensräume eindringt und dort die Lebewesen verdrängt.

Genau diesen Flächenfraß betreiben wir derzeit in unseren Wäldern, indem wir aus wirtschaftlichem Kalkül oder mit dem Gefühl, dem Wald etwas Gutes zu tun, etwa Windkraftanlagen mitten hineinbauen und das Artensterben dadurch weiter forcieren.

Auf vielfachen Wunsch zeigen wir Euch das aufrüttelnde Interview jetzt auch als Video:

🎥 https://www.youtube.com/watch?v=0VqFAkLWyoM

Interview in Textform: https://www.pro-wald.org/waldwissen/evolutionsbiologe-matthias-glaubrecht-zum-artensterben-im-vergleich-zur-biodiversitaetskrise-ist-die-klimakrise-ist-die-kleinere-katastrophe

Vielleicht ist es übertrieben zu behaupten, dass es ohne Reinhardswald kein Dornröschen, kein Rotkäppchen und kein Hänse...
10/04/2021

Vielleicht ist es übertrieben zu behaupten, dass es ohne Reinhardswald kein Dornröschen, kein Rotkäppchen und kein Hänsel und Gretel geben würde. Fest steht, dass der 200 Millionen Quadratmeter große Wald nahe Kassel die Brüder Grimm bei ihrer Märchensammlung inspiriert hat. Bis heute gilt der Reinhardswald als "Erholungsgebiet von herausragender Bedeutung" sowie als "Schatzhaus der europäischen Wälder".

Und ausgerechnet hier kommt es nun zu einem Konflikt zwischen zwei Gruppen, die ihn – so seltsam es klingt – beide retten wollen: Die einen, indem sie mitten hinein, auf insgesamt 20 Millionen Quadratmetern Fläche Dutzende, knapp 250 Meter hohe Windkraftanlagen bauen wollen. Und die anderen, indem sie alles dafür tun, um genau dies zu verhindern.

Pro Wald hat mit dem Aktionsbündnis Rettet den Reinhardswald gesprochen und stellt Hessens gefährdetes größtes Waldgebiet vor:

https://www.pro-wald.org/bedrohte-waelder/reinhardswald-nordhessen-sturm-im-maerchenwald

Ein seit etwa 45 Jahren natürlich gewachsener Auwald am Ufer des Bodensees soll zugunsten eines weiträumigen Hotel- und ...
02/04/2021

Ein seit etwa 45 Jahren natürlich gewachsener Auwald am Ufer des Bodensees soll zugunsten eines weiträumigen Hotel- und Ferienhauskomplexes mit Privatstrand gerodet werden - obwohl der Zustand des Radolfzeller Stadtwaldes "perfekt" ist. Das ist nicht nur erschütternd, sondern aus mehreren Gründen bemerkenswert: So liegt das sehr artenreiche Wald-Wiesen-Ökosystem in einem Überschwemmungsgebiet, das eigentlich gar nicht bebaut werden darf. Noch ungewöhnlicher aber ist, dass einige der größten lokalen Umweltorganisationen bislang nicht gegen den Investor und die Stadt vorgegangen sind, sondern dem großflächigen Rodungsprojekt sogar noch ihren Segen erteilt haben – im Gegensatz zu einer Handvoll engagierter Umweltschützer:innen im "Bürgerforum Bauen Radolfzell" sowie den Betreiber:innen der Seite Rettet das STREUHAU.

Sie stellen in Kooperation mit Pro Wald ihren "Auwald Herzen-Streuhau" vor, um ihn dadurch noch zu retten:

https://www.pro-wald.org/bedrohte-waelder/streuhau-bei-radolfzell-auwald-auf-der-abschussliste

Für das Interview mit Professor Glaubrecht über die Biodiversitätskrise haben wir unsere Meme-Machine für einige der wic...
20/03/2021

Für das Interview mit Professor Glaubrecht über die Biodiversitätskrise haben wir unsere Meme-Machine für einige der wichtigsten Aussagen angeworfen. Es sind natürlich nur verkürzte und aus dem Kontext gerissene Zitat-Schlaglichter, daher solltet Ihr den Beitrag unbedingt auf www.pro-wald.org lesen.

Die mit Abstand größte ökologische Krise, in der sich die Menschheit befindet, ist die globale Erderwärmung – da sind wi...
20/03/2021

Die mit Abstand größte ökologische Krise, in der sich die Menschheit befindet, ist die globale Erderwärmung – da sind wir uns fast alle einig. Aber stimmt das auch? Der renommierte Evolutionsbiologe Matthias Glaubrecht, wissenschaftlicher Direktor des Centrum für Naturkunde - CeNak der Universität Hamburg, widerspricht: Deutlich gefährlicher als der Klimawandel sei das grassierende Artensterben – nicht nur für Millionen von Tier- und Pflanzenarten, sondern auch für unseren eigenen Fortbestand. Das Problem sei nicht nur, dass wir völlig falsch fokussieren, sondern dass wir das Artensterben im Kampf gegen den Klimawandel bisweilen sogar noch forcieren.

Ein unbequemes Interview: https://www.pro-wald.org/waldwissen/evolutionsbiologe-matthias-glaubrecht-zum-artensterben-im-vergleich-zur-biodiversitaetskrise-ist-die-klimakrise-ist-die-kleinere-katastrophe

Der Tourismusriese Center Parcs, der seine überdimensionierten Ferienanlagen grundsätzlich mitten in (zuvor) idyllische ...
18/03/2021

Der Tourismusriese Center Parcs, der seine überdimensionierten Ferienanlagen grundsätzlich mitten in (zuvor) idyllische Wälder an See-Ufern rammt, hat jetzt die Katze aus dem Sack gelassen und den "Masterplan" für sein neues Resort im 1,55 Millionen Quadratmeter großen Muna-Wald am fränkischen Brombachsee vorgestellt: Einem Waldgebiet, das seit Jahrzehnten sich selbst überlassen ist und in dem sich eine einzigartige Artenvielfalt entwickelt hat. Center Parcs setzt alles daran, seine geplanten massiven Eingriffe in das Naturgebiet kleinzureden, doch Fakt ist: Das Muna-Gelände würde als Waldgebiet bis auf einen kleinen Rest-Baumbestand weitgehend verlorengehen. Aus dem bestehenden Waldparadies soll eine Naturidyll-Kulisse werden. Die Bürgerinitiative Seenland in Bürgerhand e.V ist alarmiert.

Mehr: https://www.pro-wald.org/bedrohte-waelder/muna-wald-brombachsee/center-parcs-stellt-plaene-fuer-muna-wald-vor-es-ist-doch-alles-gar-nicht-so-schlimm

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