Edition Überland

Edition Überland Junger Leipziger Independent-Verlag

Datum: 6. Februar 2026Uhrzeit: 20:00 UhrOrt: Baileo (überm Elsterartig), Dittrichring 17, 04109 LeipzigFranziska Wilhelm...
03/02/2026

Datum: 6. Februar 2026

Uhrzeit: 20:00 Uhr

Ort: Baileo (überm Elsterartig), Dittrichring 17, 04109 Leipzig

Franziska Wilhelm ist mit ihren Kurztexten regelmäßig bei der Lesebühne Schkeuditzer Kreuz zu erleben. Nun stellt sie mit „Die Geschichte des Fröstelns“ ihren zweiten Roman vor. Erzählt wird die Geschichte von Alma: hochintelligent, chronisch frierend und aufgewachsen in einer Familie erfolgreicher Wissenschaftler, deren kühle, engstirnige Ansichten ihr die Luft nehmen. Ein Roman über das Ausbrechen aus alten Strukturen – und ein wilder Roadtrip durch die Welt des Fröstelns.

Moderation: Kaddi Cutz

Eintritt: 8 Euro (Tickets gibt es über Rausgegangen.de | im Culton Ticket, Petersteinweg 9, 04107 Leipzig | und an der Abendkasse)







Ein Zufallsfund aus dem Jahr 1936 führt die beiden Herausgeber Maik Baumgärtner und Andreas Wassermann zu einem fast ver...
22/12/2025

Ein Zufallsfund aus dem Jahr 1936 führt die beiden Herausgeber Maik Baumgärtner und Andreas Wassermann zu einem fast vergessenen Namen: Robert Grötzsch. Antifaschist, Chefredakteur der Dresdner Volkszeitung, Chronist des Aufstiegs und Untergangs der Weimarer Republik. Sein Roman „Wir suchen ein Land“ verschwand fast vollständig aus der Geschichte. 1933 zerstörten die N***s seine Redaktion, verbrannten Bücher, verfolgten Kollegen. Grötzsch floh ins Exil. Heute erinnern nur zwei verwitterte Stolpersteine in Dresden an einen Mann, der früh erkannte, was auf dem Spiel stand.

Robert Grötzsch schuf mit diesem Roman eine Momentaufnahme der deutschen Emigration in den dreißiger Jahren. Es ist der unmittelbare Einblick in das erste Fluchtland, die Tschechoslowakei. Das Buch erschien nur einmal, 1936, und geriet danach in Vergessenheit. Heute ist es aktueller denn je: ein antifaschistisches Bekenntnis aus der republikanischen Mitte der Gesellschaft – über Zusammenhalt, Solidarität und den unbeirrbaren Glauben an die Menschlichkeit.
Grötzsch begnügt sich dabei nicht mit historischer Beobachtung. Er verdichtet die Erfahrung von Flucht, Entwurzelung und politischem Exil zu einer Geschichte, getragen von Figuren, die stellvertretend für viele stehen.

Sie haben ihr Land verloren, an die N***s, den Terror und den Ungeist der Zeit – Karl, Gusti, Moses, Justus, Peter und Paul. Eine unfreiwillige Gemeinschaft, gefangen im Treibsand der Geschichte. Ihr Weg führt sie nach Böhmen. Dort leben sie als politische Flüchtlinge aus Nazi-Deutschland in einer Emigranten-Kommune. In den Nächten kehrt das verlorene Deutschland als Albtraum zurück. Sie kämpfen jeden Tag – nicht nur ums Überleben, sondern um ein Morgen in Freiheit, Würde und Menschlichkeit.















Ein Zufallsfund aus dem Jahr 1936 führt die beiden Herausgeber Maik Baumgärtner und Andreas Wassermann zu einem fast ver...
21/12/2025

Ein Zufallsfund aus dem Jahr 1936 führt die beiden Herausgeber Maik Baumgärtner und Andreas Wassermann zu einem fast vergessenen Namen: Robert Grötzsch. Antifaschist, Chefredakteur der Dresdner Volkszeitung, Chronist des Aufstiegs und Untergangs der Weimarer Republik. Sein Roman „Wir suchen ein Land“ verschwand fast vollständig aus der Geschichte. 1933 zerstörten die N***s seine Redaktion, verbrannten Bücher, verfolgten Kollegen. Grötzsch floh ins Exil. Heute erinnern nur zwei verwitterte Stolpersteine in Dresden an einen Mann, der früh erkannte, was auf dem Spiel stand.

Robert Grötzsch schuf mit diesem Roman eine Momentaufnahme der deutschen Emigration in den dreißiger Jahren. Es ist der unmittelbare Einblick in das erste Fluchtland, die Tschechoslowakei. Das Buch erschien nur einmal, 1936, und geriet danach in Vergessenheit. Heute ist es aktueller denn je: ein antifaschistisches Bekenntnis aus der republikanischen Mitte der Gesellschaft – über Zusammenhalt, Solidarität und den unbeirrbaren Glauben an die Menschlichkeit.

Grötzsch begnügt sich dabei nicht mit historischer Beobachtung. Er verdichtet die Erfahrung von Flucht, Entwurzelung und politischem Exil zu einer Geschichte, getragen von Figuren, die stellvertretend für viele stehen.

Sie haben ihr Land verloren, an die N***s, den Terror und den Ungeist der Zeit – Karl, Gusti, Moses, Justus, Peter und Paul. Eine unfreiwillige Gemeinschaft, gefangen im Treibsand der Geschichte. Ihr Weg führt sie nach Böhmen. Dort leben sie als politische Flüchtlinge aus Nazi-Deutschland in einer Emigranten-Kommune. In den Nächten kehrt das verlorene Deutschland als Albtraum zurück. Sie kämpfen jeden Tag – nicht nur ums Überleben, sondern um ein Morgen in Freiheit, Würde und Menschlichkeit.















Freitagabend auf der Autobahn, dreißig Grad im Schatten, der Passat raucht, die Nerven auch. Während ganz Brandenburg nu...
19/12/2025

Freitagabend auf der Autobahn, dreißig Grad im Schatten, der Passat raucht, die Nerven auch. Während ganz Brandenburg nur nach Eis, Couch und Ruhe schreit, richtet an einer stillgelegten Kiesgrube ein Möchtegern-Gangster mit zitternden Händen eine Waffe auf einen Mann – und verliert dann den wichtigsten Kampf des Abends: gegen eine Mücke auf der Nasenspitze. Eine Welt, in der große Gangsterträume an Insekten, Schlagfertigkeit und der eigenen Inkompetenz scheitern.
Die beiden Pleitiers, der Beinahe-Kubaner Henri und der Über-fünf-Ecken-Pole Lenin, haben endlich wieder Arbeit. Für einen von Berlin aus operierenden Clan sollen sie Schutzgeld eintreiben. Klingt simpel – ist es aber nicht. Denn gleich beim ersten Auftrag geht alles schief: Der Besitzer eines Asia-Food-Imbisses stürzt über eine Klippe, ohne dass auch nur ein einziger Cent den Besitzer wechselt. Die Clanbossin Tschaika alias „die Möwe“ reagiert erwartungsgemäß wenig begeistert und setzt das Duo massiv unter Druck.
Der nächste Job führt Henri und Lenin nach Prag – und wird zum absoluten Himmelfahrtskommando: Geiselnahme, Drogen, ein Biker-Club, Polizei und eine halsbrecherische Flucht durchs tschechisch-polnische Grenzland. Unter Drogeneinfluss verschwimmen Realität und Fiktion zunehmend, bis selbst die beiden nicht mehr wissen, was Einbildung ist – und was tödlicher Ernst.
Der Autor erzählt mit schwarzem Humor, filmischer Wucht und einem feinen Gespür für absurde Situationen von kleinen Ganoven, großen Fehlern und einer Unterwelt, die ebenso lächerlich wie bedrohlich ist. Seine Figuren sind Verlierer mit Herz, große Klappe – und erstaunlich wenig Talent für das Verbrechen.
















Was erfährt man über Menschen, wenn man ihnen die Haare schneidet?In „Abenteuer einer linkshändigen Friseurin“ begibt si...
15/12/2025

Was erfährt man über Menschen, wenn man ihnen die Haare schneidet?

In „Abenteuer einer linkshändigen Friseurin“ begibt sich die Soziologin Barbara Thériault dorthin, wo kaum jemand Feldforschung vermutet: in Friseursalons in Halle an der Saale. Mit Schere, Kamm und einem für Details geschulten Blick beobachtet sie Routinen, Gesten und hört auf das, was gesagt wird, ohne ausgesprochen zu werden.

Im Salon wird viel über Urlaub gesprochen und über Wochenenden. Der Salon ist ein „Vorzimmer des Urlaubs“. Es gibt auch Themen, die gegenwärtig, aber unausgesprochen bleiben: das Älterwerden. Sichtbar in grauen Ansätzen, anRollatoren vor der Tür oder Haltegriffen auf der Toilette. Barbara Thériault zeigt, wie Friseursalons kleine Enklaven im Alltag sind. Die Zeit, wird hier nicht in Jahren, sondern in Friseurterminen und nachgewachsenen Zentimetern gemessen.

Während sie Hallenser Köpfe frisiert, verändert sich aber auch ihr eigener Blick, so beschreibt sie es selbst: Denn die Soziologin in ihr beginnt die Welt mit den Augen einer Friseurin zu sehen. Selbstverständliche analytische Reflexe geraten ins Wanken. Das Buch erzählt also auch von dieser leisen, allmählichen Metamorphose – und von einer Stadt, ihren Menschen und ihren unausgesprochenen Fragen.

Für dieses außergewöhnliche ethnografische Schreiben erhielt Barbara Thériault im Juni 2024 den Forschungspreis Ethnographie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie.
„Eine ganz wahnsinnig interessante Autorin … Selbstironisch, toll geschrieben. Eine wirkliche Entdeckung.“ (Lesart, Deutschlandfunk Kultur)
theriault
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Family & Friends: Barbara Handkes neuer Roman ist vor Kurzem bei Rowohlt Wunderlich erschienen.»Madrid war ein Zentaur m...
12/12/2025

Family & Friends: Barbara Handkes neuer Roman ist vor Kurzem bei Rowohlt Wunderlich erschienen.

»Madrid war ein Zentaur mit Menschenkopf und Pferdeleib oder ein Geschöpf aus diesem Spiel, bei dem man Kopf und Rumpf und Beine auf ein gefaltetes Blatt malte und erst am Ende sah, was für ein Wesen da existieren sollte. … Madrid reizte sie gerade deswegen, denn das Nichtzusammenpassende bot ihr einen Anhaltspunkt für ihre eigenen Fragen. Bernadette glaubte, auch so zu sein, genau so ein Leben aus lauter Unzusammenpassendem zu führen.«
Bernadette, die selbst nie gefragt worden wäre, soll für eine Kollegin einspringen, um einen Monat in Madrid zu recherchieren. Sie findet: Das kann sie auch ohne Spanischkenntnisse wenigstens probieren. In der neuen Umgebung öffnet sie sich für Begegnungen und Einflüsse und gewinnt so einen ganz neuen Blick auf das Leben.
Ein Roman für lange Winternächte, in dem es endlich mal aufwärts geht.

»Bernadette ändert ihr Leben«
gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen
288 Seiten
August 2025
Rowohlt Wunderlich
978-3-8052-0121-6
€ 23,00 (D), 23,70 (A)

Am späten Abend kommt mit dem 11. Türchen eine Buchempfehlung aus unserer Backlist – Land ohne Verben von Claudia Biersc...
11/12/2025

Am späten Abend kommt mit dem 11. Türchen eine Buchempfehlung aus unserer Backlist – Land ohne Verben von Claudia Bierschenk

Ein Dorf im Thüringer Grenzland. Ein Mädchen, das glaubt, die Welt beginne hinter den Hügeln, dort, wo der Zaun die Welt in Ost und West teilt.
Claudia Bierschenk erzählt die Geschichte eines Mädchens, das ihren Namen trägt und das eine Welt nahe des Zauns entdeckt, die es noch nicht recht versteht. Claudia spürt, dass alles, was geschieht, gespielt werden kann, dass man sich ständig zwischen Mitlaufen und leiser Skepsis bewegt. Die Theorie hat sie längst verinnerlicht: Die Grenze soll schützen. Doch die Besuche von Tanten und Onkeln aus dem Westen wirken friedlich, ohne Bedrohung. Und gerade diese Begegnungen nähren in dem Kind das immer stärker werdende Bedauern, dass sie die Welt da draußen niemals wirklich sehen wird – weder die USA, noch das Gras auf der anderen Seite des Zauns.

Plötzlich steht man mitten in dieser Kindheit, sieht die Welt durch die Augen des Mädchens, das spürt, dass mehrere Wahrheiten nebeneinander existieren können.

Viele kleine Episoden fügen sich zu einem Gesamtbild. Ein Coming-of-Age im Schatten des Zauns, der entgegen aller Erwartungen irgendwann aufhört, Grenze zu sein.
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Wer will mit uns zur Buchmesse?Zum Nikolaus verlosen wir zweimal ein Tagesticket zur Leipziger Buchmesse im März 2026!Sc...
06/12/2025

Wer will mit uns zur Buchmesse?

Zum Nikolaus verlosen wir zweimal ein Tagesticket zur Leipziger Buchmesse im März 2026!

Schreibt bis zum Mittwoch, den 10. Dezember 2025, 23.59 Uhr laut „Hier!“ in die Kommentare unter diesen Post, hinterlasst ein Like und folgt beiden Verlagen – mit ein bisschen Glück seid ihr dann im März dabei.

Die beiden Gewinner:innen unter euch werden am Donnerstag per Zettel-Ziehung ausgelost und erhalten jeweils ein Ticket. Wir informieren euch dann persönlich. Schaut also in eure Direktnachrichten.

Die Bedingungen:
Ihr seid über 18 Jahre und möchtet den Gewinn nicht bar ausgezahlt haben. Der Rechtsweg ist ebenfalls ausgeschlossen.

Und ein kleiner Hinweis: Dieses Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Instagram und wird von Instagram weder unterstützt noch organisiert.
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Family & Friends: Bücher von Freund:innen in anderen VerlagenHeute möchten wir Eure Aufmerksamkeit auf das auf das kürzl...
05/12/2025

Family & Friends: Bücher von Freund:innen in anderen Verlagen

Heute möchten wir Eure Aufmerksamkeit auf das auf das kürzlich erschienene Werk von Andreas Wassermann lenken: Der Partisan und der SS-Mann. Darin erzählt er die Geschichte zweier Deutscher, die während des Zweiten Weltkriegs in Italien lebten, Italien liebten – und sich dennoch in entgegengesetzte Richtungen entwickelten.

Es sind die Geschichten des Historikers Eugen Dollmann, eines der ranghöchsten SS-Offiziere im besetzten Italien, und des Literaturstudenten Heinz Riedt, der zum Antifaschisten und Partisanen wird.
Vor dem Hintergrund dieser beiden Biografien beleuchtet das Buch die in Deutschland weitgehend unbekannte Geschichte jener Deutschen, die während der Besatzungszeit die Seiten wechselten, desertierten und schließlich in den Reihen der italienischen Partisanen für die Befreiung des Landes kämpften. Während diese „Partigiani della Wehrmacht“ in vielen italienischen Orten Teil der lokalen Resistenza-Erzählungen sind, wurde ihre Geschichte in der Bundesrepublik weitgehend ignoriert und kriminalisiert – und in der DDR wiederum politisch instrumentalisiert. Viele der ehemaligen Partisanen schwiegen über ihre Rolle bei der Befreiung Italiens bis an ihr Lebensende.

Ein Buch über Entscheidungen – und ihre Konsequenzen.

An unserem Stand auf dem Weihnachtsmarkt am Felsenkeller gibts neben unseren Neuerscheinungen auch das preisgekrönte Tro...
01/12/2025

An unserem Stand auf dem Weihnachtsmarkt am Felsenkeller gibts neben unseren Neuerscheinungen auch das preisgekrönte Trottoir Noir Skizzenbuch Nr. 21 - Trost & Träume von Anna Kow:

Ihre Geräte geben eins nach dem anderen den Geist auf. Im Traum reden sich ihre Brüste als „Dudes“ an. Und irgendwie zieht es durch die Schädeldecke. Alles in Lennys Leben ist Ringen um Instandhaltung, wo es doch eigentlich um Aufbau und Triumph gehen sollte. Vom Existenz-Ergründen hält das Existenzgründungsseminar eher ab. Wie soll man die restlichen 40 Prozent Potenzial unlocken, in denen Glück, Produktivität und fröhliches Angekommensein versteckt sind? Wie abspringen aus dem Karussell nervöser Romanzen? Und wieso kommen eigentlich die anderen so unbekümmert mit all dem klar? Erzählungen und Gedichte über das Abstrampeln, Hoffen und Lieben.

Gestaltet von Katharina Zimmerhackl wurde „Trost & Träume“ ausgezeichnet als eins der Schönsten Deutschen Bücher 2024.

Auch Carolin Krahls Roman „Wühlen“ gibt es bei uns. Das von Anne Hofmann gestaltete Buch stand 2024 auf der Shortlist der Stiftung Buchkunst.

BUCHTIPP „(Mein Onkel) Miljenko hatte sich die E-Klasse Ende der Neunziger gekauft. E-Klasse und Mercedes, das klang kla...
01/12/2025

BUCHTIPP

„(Mein Onkel) Miljenko hatte sich die E-Klasse Ende der Neunziger gekauft. E-Klasse und Mercedes, das klang klasse in seinen Ohren. Er hatte damals einiges an Schwarzgeld angesammelt, nachdem er mehr als fünf Jahre lang von einer deutschen Baustelle zur nächsten gezogen war. Ein deutscher Beamter hatte ihm dann gesagt, dass der Staat alle Beträge auf seinem deutschen Bankkonto entwenden würde, sobald Miljenkos Duldung endgültig ausgesetzt und seine Abschiebung nur noch eine Frage deutscher Polizeiarbeit wäre. Miljenko hatte nie herausgefunden, ob das tatsächlich passiert wäre, da er einen guten Teil des Geldes in einen Benz der 124er-Serie investierte.“ aus Boris Matić, Deans Reise

Der Roman begleitet den jungen Dean auf einer Reise nach Bosnien und Herzegowina, in das Land seiner Geburt. Was zunächst wie ein Rückweg zu den eigenen Wurzeln erscheint, entwickelt sich zu einer vielschichtigen Auseinandersetzung mit der vom Krieg geprägten Vergangenheit. Dean bewegt sich zwischen Sprachen, Kulturen und inneren Brüchen – und sucht nach einem Halt in einer Welt, in der er sich zugleich zugehörig und verloren fühlt.

Boris Matić hat ein aufwühlendes, präzise beobachtetes Buch geschrieben über Entwurzelung, das Leben nach dem Überleben und die schwierige Kunst, mit der eigenen Geschichte zurechtzukommen.

„Es ist ein Roman über die Rast- und Ruhelosigkeit im heutigen Europa, in dem Millionen Menschen aus ihrer Heimat aufgebrochen sind, um anderswo ihren Traum von einem anderen Leben zu erfüllen. Und trotzdem nicht loskommen. Denn der Imperativ, dass man sein Leben im Griff haben sollte, wissen sollte, was man will, den hat Dean verinnerlicht.“ Ralf Julke, LZ Leipziger Zeitung, 18. Juni 2025

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