18/11/2025
Streik am Leipziger Parkkrankenhaus: Betroffene wollen denselben Lohn wie ihre Kollegen am Herzzentrum
Leipzig. Warnstreik am Helios-Parkkrankenhaus in Leipzig-Probstheida: Mit dieser Aktion verlieh die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi nach vier erfolglosen Verhandlungsrunden am 18. November ihren Forderungen nach gerechteren Gehältern Nachdruck. Die Notfallversorgung war währenddessen gewährleistet.
Die Mitarbeiter des Helios-Park-Krankenhauses erhalten den Angaben nach aktuell rund zehn Prozent weniger Gehalt als ihre Kollegen nebenan am Helios-Herzzentrum. Verdi forderte eine entsprechende Anpassung für die Betroffenen - nach den Vergütungstabellen des Helios-Konzerntarifvertrags.
„Man kann es den Beschäftigten einfach nicht erklären, warum sie – getrennt nur durch eine Glastür – deutlich schlechter bezahlt werden als im Herzzentrum, verdeutlichte Verhandlungsführer Bernd Becker die bizarre Lage . Beide Häuser nutzten denselben Parkplatz, in der Pandemie habe man Seite an Seite gearbeitet, betonte er.
Es gebe keinen Grund, von den berechtigten Forderungen der Beschäftigten abzuweichen.
Das letzte Angebot der Arbeitgeber sah demzufolge vor, dass die Park-Klinikum-Mitarbeiter zunächst Gehälter vier Prozent unterhalb der Tabellen des Konzerntarifvertrages erhalten sollten. Der Zankapfel: Bei allen bisherigen Arbeitgeber-Vorschlägen wären die Betroffenen "deutlich schlechter gestellt" als in anderen Helios-Häusern, so Verdi. „Die deutliche Mehrheit aller nicht-ärztlich Beschäftigten im Park-Klinikum hatte im Vorfeld der Arbeitsniederlegung erklärt, dass sie streikbereit sei, hatte Gewerkschaftssekretär Max Leurle angekündigt. Nun gilt es abzuwarten...
Text/Fotos: Lokalexpress