Frizz Das Magazin Leipzig

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Weihnachtsgeschenk gesucht? Game of Thrones & House of the Dragon am 2. Februar um 19.30 Uhr im Anhaltischen Theater Des...
26/11/2025

Weihnachtsgeschenk gesucht?

Game of Thrones & House of the Dragon am 2. Februar um 19.30 Uhr im Anhaltischen Theater Dessau, am 7. Februar um 16 Uhr im Leipziger Gewandhaus

Die packenden Geschichten und legendären Charaktere der beliebten Fantasy-Serien „Game of Thrones“ und „House of the Dragon“ werden musikalisch bei diesem Konzert zum Leben erweckt. Mit über 150 Aufführungen in vier Ländern hat sich die erfolgreiche Konzertreihe „Game of Thrones – The Concert Show“ bereits als äußerst populär erwiesen. Jetzt, in Kombination mit der Nachfolgeserie „House of the Dragon“, entfaltet sich ein weiteres Show-Erlebnis.

Game of Thrones & House of the Dragon, 2. Februar um 19.30 Uhr im Anhaltischen Theater Dessau, am 7. Februar um 16 Uhr im Leipziger Gewandhaus, alle Termine: www.highlight-concerts.de Highlight Concerts

Bild: Lessa Räbiger

Es ist kalt geworden. Unser Versuch, eure Herzen zu wärmen, kommt pünktlich: Hier kommen die Verlosungen für den Dezembe...
25/11/2025

Es ist kalt geworden. Unser Versuch, eure Herzen zu wärmen, kommt pünktlich: Hier kommen die Verlosungen für den Dezember und Januar. Ihr kennt das Spiel!

Daniel Schmahl und Karolina Juodelyte, Konzert
1. Dezember, Ulrichskirche Halle, 17 Uhr, 1x2 Tickets
Kennwort: Himmlische Weihnacht

Apokalypse Miau, Theater
7. Dezember, neues theater Halle, 19.30 Uhr, 1x2 Tickets
Kennwort: Miau

Claudia Michelsen, Lesung
9. Dezember, Felsenkeller Leipzig, 19 Uhr, 1x2 Tickets
Kennwort: Michelsen

Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys, Konzert
10. Dezember, Gewandhaus Leipzig, 19.30 Uhr, 1x2 Tickets
Kennwort: Tukur

Congoroo, Konzert
13. Dezember, Objekt 5 Halle, 20 Uhr, 1x2 Tickets
Kennwort: Congoroo

Moving Shadows, Musical
18. Dezember, Steintor-Varieté Halle, 20 Uhr, 1x2 Tickets
Kennwort: Shadows

Toni Krahl, Konzert
29. Dezember, Steintor-Varieté Halle, 19.30 Uhr, 1x2 Tickets
Kennwort: Krahl

Ragna Schirmer, Konzert
31. Dezember, Steintor-Varieté Halle, 17 Uhr, 1x2 Tickets
Kennwort: Schirmer

Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys, Konzert
7. Januar, Steintor-Varieté Halle, 19.30 Uhr, 1x2 Tickets
Kennwort: Boys

Danceperados of Ireland, Show
9. Januar, Steintor-Varieté Halle, 19 Uhr, 1x2 Tickets
Kennwort: Ireland

Woods of Birnam, Konzert
11. Januar, Leipziger Werk2, 20 Uhr, 1x2 Tickets
Kennwort: Woods

Schlager & Spaß, Konzert
12. Januar, Steintor-Varieté Halle, 16 Uhr, 1x2 Tickets
Kennwort: Borg, Rausch, Andrews

Katharina Thalbach, Lesung
15. Januar, Steintor-Varieté Halle, 19.30 Uhr, 1x2 Tickets
Kennwort: Thalbach

Toni Krahl, Konzert
18. Januar, Gewandhaus Leipzig, 19.30 Uhr, 1x2 Tickets
Kennwort: Toni

Marcus Wiebusch & Craig Finn, Konzert
19. Januar, Leipziger Werk2, 20 Uhr, 1x2 Tickets
Kennwort: Wiebusch

Kirsten Fuchs, Lesung
20. Januar, Leipziger Werk2, 20 Uhr, 1x2 Tickets
Kennwort: Fuchs

Romy Hausmann & Fortuna Ehrenfeld, Konzert
21. Januar, Leipziger Werk2, 20 Uhr, 1x2 Tickets
Kennwort: Hausmann

Dub Spencer & Trance Hill, Konzert
23. Januar, Leipziger Werk2, 20 Uhr, 1x2 Tickets
Kennwort: Spencer

Kind Kaputt, Konzert
24. Januar, Leipziger Werk2, 20 Uhr, 1x2 Tickets
Kennwort: Kind

Wladimir Kaminer, Lesung
28. Januar, Steintor-Varieté Halle, 19.30 Uhr, 1x2 Tickets
Kennwort: Kaminer

Northern Lite, Konzert
31. Januar, Steintor-Varieté Halle, 19.30 Uhr, 1x2 Tickets
Kennwort: Northern Lite

Transmission – The Sound of Joy Division, Konzert
31. Januar, Leipziger Werk2, 20 Uhr, 1x2 Tickets
Kennwort: Transmission

Weihnachtsgeschenk gesucht? Schwanensee, am 17. Januar um 20 Uhr in der Händel-Halle in Halle, am 28. Februar um 20 Uhr ...
24/11/2025

Weihnachtsgeschenk gesucht?

Schwanensee, am 17. Januar um 20 Uhr in der Händel-Halle in Halle, am 28. Februar um 20 Uhr im Gewandhaus Leipzig

„Schwanensee“, das wohl bekannteste Ballett von Peter I. Tschaikowski, verzaubert seit 1877 Generationen von Zuschauern mit seiner traumhaften Handlung und seiner unverwechselbaren Musik. Die poetische Choreografie und die ikonischen Schwan-Figuren verleihen dem Werk eine besondere Magie und Ästhetik, die sowohl Tänzer als auch Publikum fasziniert. Im kommenden Jahr ist das Ballett unter der künstlerische Leitung von Rimma Wachsmann in Mitteldeutschland zu erleben.

Schwanensee, am 17. Januar um 20 Uhr in der Händel-Halle in Halle, am 28. Februar um 20 Uhr im Gewandhaus Leipzig, alle Termine: www.highlight-concerts.de Highlight Concerts

Bild: Pavel Pass

„Ich bin früher, auf meinem Schulweg, an russischen Panzern vorbeigegangen, musste manchmal vor der ersten Stunde zum Ap...
22/11/2025

„Ich bin früher, auf meinem Schulweg, an russischen Panzern vorbeigegangen, musste manchmal vor der ersten Stunde zum Appell antreten, kenne Leipzig noch als schwarz und verrußt. Und die USA begann am Ende einer hellblauen Straße in Köln - zumindest in meiner kindlichen Phantasie.“ (Jörg Wolschina im Interview)

Der Ex-Leipziger Jörg Wolschina schlägt mit seinem Musikprojekt „Der Elegante Rest“ mal wieder in der Messestadt auf. Am 22. November spielt er zusammen mit der Band „Hallo Volte“ im Neuen Schauspiel. Grund genug, bei Wolschina nachzufragen

Wo wohnen und leben und arbeiten Sie jetzt? Wie sieht eine Durchschnittswoche bei Ihnen aus?

Ich lebe, wohne und arbeite die meiste Zeit noch in Berlin. Aber, das ist nicht jeden Tag so. Im Februar habe ich mich beispielsweise mit dem Ex-Manager von „Wanda“ in Wien auf zwei alkoholfreie Bier getroffen, letztes Jahr wurde ich vom Goethe-Institut nach Hanoi eingeladen, um über Pflegeberufe in Deutschland zu sprechen, weil ich die Filmmusik zu einer Doku zu diesem Thema gemacht habe. Und im Juni diesen Jahres spielte ich mit dem Querflötisten der Weimarer Staatskapelle ein kleines Lied zu einer Einschulung.

Interessant.

Was ich damit sagen will: Allein „Der Elegante Rest“ könnte meinen aktuellen Lebensstandard nicht halten. Das war aber auch nie die Idee. Ich stehe also jeden Tag zwischen sechs und sieben Uhr auf und gehe noch anderen Tätigkeiten nach. Da treffe ich dann manchmal den Botschafter von Kenia, Anne Imhof oder auch Nils, der auf dem aktuellen Album von „Der Elegante Rest“ eine ziemlich verschärfte Free-Jazz-Trompete mit Delay spielt ..

Lassen Sie uns zurückblicken: Wie fing das Ganze 2007 in Leipzig an? Welche Erfahrungen stehen zu Buche? Welcher Reiz hält das Projekt „Der Elegante Rest“ am Leben?

Das Musikmachen fing schon knapp sieben Jahre vorher in Weimar an. 2007 bin ich zum Musikstudium nach Leipzig gekommen, habe an der Hochschule für Musik und Theater viele coole Personen getroffen, mit denen ich in den letzten Jahren Musik gemacht habe und immer noch mache. Beispielsweise Andreas Schwaiger, Philipp Rohmer, Daniel Dexter, aber auch „Arpen“ und „Lot“. Allerdings fällt mir gerade kein Moment ein, in dem ich mich bewusst gefragt haben könnte, was ich mit meinem Leben anfange, nur um dann die Entscheidung zu treffen, Musiker zu werden. Die Übergänge sind eher fließend gewesen. Keine harten Schnitte. Insofern stelle ich mir auch jetzt nicht die Frage nach dem Reiz, beziehungsweise ich versuche, es zu vermeiden. Er ist halt immer noch da. Nennen Sie es die Lust am Experimentieren - in diesem Fall mit Musik und Wörtern. Und das, was aus oder in dem Experiment entsteht, mit Anderen aufzuführen - im besten Fall vor Publikum, auf der spanischen Treppe.

Was würde in Ihrem Leben fehlen, wenn es Ihr Musikprojekt nicht geben würde?

Ein Musikprojekt. Ich würde dann definitiv eins erfinden müssen. Und es „Die Eleganten Reste“ nennen.

Macht Sinn. Was sehen und empfinden Sie heute, wenn Sie durch Leipzig laufen?

Im Moment erscheint mir Leipzig als das bessere Berlin, aber ich kenne es auch andersherum: In Leipzig wohnen, Berlin vermissen. Ich glaube, ich mag Städte wie Leipzig und Berlin. Wien zum Beispiel.

Nehmen wir nochmals 2007 in den Blick: Wie hat sich Ihr Blick aufs Musikerleben, aufs Musikgeschäft seitdem verändert?

Das sollten sie lieber Taylor Swift oder Dieter Bohlen fragen - ich glaub, die kennen sich besser mit Musikbusiness-Fragen aus. Mein Blickwinkel ist ähnlich wie 2007. Es könnte aber sein, dass sich der allgemeine Stellenwert von Musik in unserem Leben verändert hat. Weg von Transzendenz und hin zu mehr Untermalung. Mood Music. Ich will jedenfalls in Zukunft wieder mehr Konzerte spielen.

In einer Rezension las ich eine Ansage, die Sie bei einem Konzert sprachen: „Wir sind der elegante Rest aus der DDR“. Fühlen Sie sich als Ossi? Woran erkennen Sie heute ihre DDR-Prägung, Sozialisierung?

Diese Ansage war ursprünglich als Eisbrecher gedacht. Eine nette Provokation, mehr eigentlich nicht. Die wurde dann aber, besonders von einem Musikmagazin, als wörtlich genommen. „Der Elegante Rest“ stand somit für eine kurze Zeit unter Ostalgie-Verdacht. Zumindest in Deutschland. Denn in Wien, als wir da im „Café Carina“ zum ersten Mal aufgekreuzt sind, war das kein Problem. Da riefen zwei, sich offensichtlich gut amüsierende, ältere Herren im Publikum: „Leipziger Schmäh!“. Aber zuhause, von 2007 bis etwa 2012, waren die Genre-Grenzen noch nicht so flüssig, beziehungsweise komplett verschwunden, wie sie das heute sind. Früher „Karat“ mit „Oasis“ und einer Prise Carla Bley vermischen, war nahezu unmöglich. Wie auch immer: Ein bisschen DDR hab’ ich schon miterlebt.

Was?

Ich bin früher, auf meinem Schulweg, an russischen Panzern vorbeigegangen, musste manchmal vor der ersten Stunde zum Appell antreten, kenne Leipzig noch als schwarz und verrußt. Und die USA begann am Ende einer hellblauen Straße in Köln - zumindest in meiner kindlichen Phantasie. Trotzdem habe ich mich nie als „Ossi“ wahrgenommen, beziehungsweise meine Umgebung als die neuen Bundesländer. Das kam immer von außen. Aber es wird mit Sicherheit Spuren bei mir hinterlassen haben, dass ich die ersten paar Jahre meines Lebens in einem Land verbracht habe, dessen Regierung es dir verboten hat, in Länder zu reisen, welche nicht dasselbe Staatssystem wie die DDR hatten. Mein Vater wurde allerdings, als konzertierender Musiker und Komponist für zeitgenössische Musik, immer wieder mal vom sogenannten „Westen“ für vereinzelte Gastspiele eingeladen. Insofern fühlte ich mich jetzt nicht komplett von der Außenwelt abgeschnitten.

Was ist Glück?

Es soll ja Orte geben, über die die Behauptung aufgestellt wird, dass du in ihren jeweiligen Grenzen dein Glück findest. Aber letztendlich ist Glück überall. Und ich behaupte jetzt auch mal, dass es für die meisten von uns in der Zukunft liegt. Die, die zu wenig haben, suchen es höchstwahrscheinlich. Und die mit Glück – die wollen es behalten. Beispielsweise bei rot über die Straße gehen und am Leben bleiben, Quality-Time mit deinem Idol, zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Was mich manchmal auch glücklich macht, sind kleine, vielleicht sogar mit Abstand betrachtet, selbstverständliche Gesten.

Beispiel?

Ich gehe nach einem anstrengenden Tag leicht genervt um eine Ecke und stoße mit einer anderen Person zusammen. Wir lächeln dann und entschuldigen uns gegenseitig. Glück ist ein Klassiker. So wie die aktuelle, gleichnamige Single von „Der Elegante Rest“: „…schöne Luft zu atmen. Ich könnte jetzt sagen: Is doch bloß ein Moment – so was liegt gerade im Trend und reih’ mich ein in die Schlange des Glücks. Für eine Nacht.“

Der Elegante Rest & Hallo Volte, 22. November, Neues Schauspiel, 20 Uhr, www.dereleganterest.de Der Elegante Rest
Neues Schauspiel Leipzig

Text: Mathias Schulze Bild: Leroy Sanders

„Selbstermächtigung oder Opfertum - ich entscheide mich jeden Tag aufs Neue.“Das letzte Wort im November hat der Leipzig...
20/11/2025

„Selbstermächtigung oder Opfertum - ich entscheide mich jeden Tag aufs Neue.“

Das letzte Wort im November hat der Leipziger Musiker und Trauredner Crizz Noack.

Wenn Sie in diesen Tagen an Leipzig denken, welches Kompliment würden Sie der Stadt und/oder ihren Bewohnern machen?

Ich hasse Standardantworten. Normalerweise würde man jetzt wohl sagen: Leipzig ist super schön, wegen all dem Grün, den Wäldern und Auen, den Flüssen und Seen, den hippen Leuten und diesem leichten Berlin-Flair, der hier zum Glück noch mancherorts vibed. Gäääähnnn! Aber es stimmt halt leider auch.

Welchen Tadel würden Sie der Stadt aussprechen?

Ich bin scheinbar doch erzkonservativ, wenn ich darüber nachdenke, was mich wirklich an Leipzig nervt. Als Radfahrer ist es ätzend, Rad zu fahren. Schon 2002, kurz vor meinem Studium, waren die Straßen nicht für Fahrräder ausgelegt. Herr Jung! Liebes Baudezernat! Das ist ein echtes Armutszeugnis! Die Autos stehen im Stau, die Fahrradfahrer haben nach wie vor oft keinen sicheren Weg, die Schlaglöcher machen sowohl Autos als auch Fahrräder kaputt. Warum nicht Kopenhagen oder andere Städte zum Vorbild machen?

Kriege, Klima, Inflation – überall Krisen. Wie gelingt es Ihnen, optimistisch zu bleiben?

Ich war als Jugendlicher ein A-loch. Ich war verurteilend, radikal und beleidigend, von oben herab. Ich habe alles schwarz gemalt, was nicht schon düster genug war. Ich wollte meine Kompetenz beweisen, obwohl ich keine hatte. Kurz gesagt: Ich war hoffnungslos. Ich war deprimiert von diesen scheinbar ignoranten Menschen. Ich war auch krank. Ich lag viel im Bett, hatte Schmerzen, konnte kaum unter Leute - und wenn, dann war ich schnell erschöpft, wenig zu gebrauchen. Depressiv, würde man heute sagen. Man gewinnt keinen Blumentopf durch Nörgeln. Nachdem ich mit 16 begonnen habe, Gitarre zu lernen, konnte ich feststellen, wie mächtig mein Kopf, meine Hände, meine Emotionen sind. Alles hängt unmittelbar zusammen. Wenn ich lerne, diesen einen Klang zu erzeugen, dann kann ich auch Stimmungen erzeugen, bin viel krasser, als ich bis dahin geglaubt habe, sein zu können. Selbstermächtigung oder Opfertum - ich entscheide mich jeden Tag aufs Neue.

Welchen Kulturtipp in oder aus Leipzig würden Sie unbedingt empfehlen?

Die Studienvorbereitung der Musikschule „Neuen Musik Leipzig“ in Gohlis! Große Weitsicht, eine tolle familiäre Stimmung. Ansonsten spiele ich am 18. Dezember wieder im Tonellis mit „Turning Wheelz“. Eine Veranstaltung, bei der Edmund Adler jeden Monat eine neue Formation zusammenstellt. Wir spielen Lieblingssongs aus Groove, Blues und Soul.

So, und jetzt wirklich: Ihr letztes Wort?

Behandle den Menschen wie er ist, dann wird er schlechter. Behandle ihn, wie er sein könnte und er wird besser. (J.W. Goethe)

www.crizz.de

Bild: Hagen Wolf

Vorverkauf ab dem 17. November gestartetWOMEN IN JAZZ Festival  in HalleWer bestimmt die Zukunft des Jazz? Das Festival ...
17/11/2025

Vorverkauf ab dem 17. November gestartet
WOMEN IN JAZZ Festival in Halle

Wer bestimmt die Zukunft des Jazz? Das Festival „Women in Jazz“ wird in den kommenden fünf Jahren mit seinem Angebot dokumentieren, woher kreative Impulse für den Jazz kommen. Dabei wird das Programm unter dem Motto „The Future of Women´s Jazz“ Musikerinnen präsentieren, die Bewegungen und Entwicklungen im Jazz hervorrufen. Inhaltlich konzentriert sich jedes Festival der kommenden fünf Jahre auf einen Kontinent, wirft einen Blick auf Osteuropa und fördert den Nachwuchs mit dem Wettbewerb „Next Generation Women in Jazz“. Das Festival 2026 setzt erstmals diese Kernpunkte in der Gestaltung um, mit dabei sind beispielsweise die Musikerinnen Angélique Kidjo, Somi, Kadri Voorand (im Bild), Kirke Karja oder Johanna Borchert.

21. Women in Jazz-Festival, 3. bis 9. Mai, Halle, alle Infos: www.womeninjazz.de
Bild: Anneli Ivaste

Tamara Danz? Asyl im Paradies? „Das Interesse der Menschen an sich und ihren Biographien ist ungebrochen und groß.“ (Ron...
11/11/2025

Tamara Danz? Asyl im Paradies? „Das Interesse der Menschen an sich und ihren Biographien ist ungebrochen und groß.“ (Ronny Jakubaschk im Interview)

Das Staatstheater Meiningen gastiert am 25. November mit dem Stück „Asyl im Paradies“ im Anker Leipzig. Die Inszenierung ist eine Hommage an Tamara Danz, die einst als Frontfrau von „Silly“ Musikgeschichte schrieb. Grund genug, bei Regisseur Ronny Jakubaschk nachzufragen

Welche Faszination führte sie zu Tamara Danz?

Der Meininger Schauspieldirektor Frank Behnke hat mir das das Thema und das Format vorgeschlagen: Ein Theater-Konzert-Abend mit Band und Schauspielerinnen des Ensembles, der entlang von Silly-Songs Lebensstationen von Tamara Danz erzählt.

Warum muss ihr Leben erzählt werden?

Tamara Danz ist ganz in der Nähe von Meiningen in Breitungen geboren. Das bot Anlass genug, ihr und ihrer Musik einen Abend zu widmen. Es ist spannend, erfahrbar zu machen, was diese Künstlerin in den unterschiedlichen politischen Phasen ihres kurzen Lebens zu sagen hatte, auf welche Resonanz ihre Musik und Texte gestoßen sind. Sie hatte anfangs gegen erhebliche Widerstände zu kämpfen. Sie war unangepasst, direkt, ungeheuer vital. Das hat sie für viele Verantwortliche in der DDR privat und als Person in der Öffentlichkeit zu offen ausgelebt und auch die Staatssicherheit auf den Plan gerufen. Nur mit viel Beharrlichkeit und auf Umwegen wurde sie zur Frontfrau von „Silly“ - und fast aus dem Stand erfolgreich mit dieser Formation.

Im Zuge der Revolution …

… und des Beitritts war sie ungeheuer gefragt als Stimme des Ostens. Sie saß auf Podien, hat sich politisch engagiert für ein Deutschland neuen Zuschnitts. Ihre Vorstellungen sind nicht realisiert, so viel kann man sagen. Aber sie war bereit, Verantwortung zu übernehmen. Ihre schwere Krankheit und ihr früher Tod fallen in eine Phase des Verstummens. Sie war kaum mehr gefragt. Ihre Musik wurde im Radio kaum gespielt. Das Auftrittsgeschehen kam zum Erliegen. Sie musste bitter erkennen, dass die Freiheit einen Bedeutungsverlust mit sich brachte. Das letzte Album, das titelgebend für unseren Abend ist, ist ein sehr persönliches, fast zärtliches Vermächtnis.

Was haben Sie – Jahrgang 1979 und geboren im Land Brandenburg – durch diese Arbeit gelernt?

Ich habe wohl weniger gelernt als mich vielmehr erinnert. Zum Beispiel an das Sprechen dieser Zeit. Das war ernsthafter, vorsichtiger, tastender, respektvoller. Oder an die Melancholie der späten 80er Jahre. An die Mode der Zeit. Der Mangel, der Zwang zur Einheitlichkeit brachte fantastische, unangepasste Paradiesvögel hervor. Und ich habe mich erinnert an den Herbst 1989 und die Jahre danach. An die Angst, die Hoffnung, die Euphorie, die Enttäuschung, die Wut. Es war so eine bewegte und bewegende Zeit, da blieb im wahrsten Sinne des Wortes kein Stein auf dem anderen.

Das Stück ist ungeheuer erfolgreich. Wie erklären Sie sich das?

Das Interesse der Menschen an sich und ihren Biographien ist ungebrochen und groß. Vieles ist einfach verschwunden. Das hat mit dem Vergehen von Zeit zu tun, mit dem Ende der Jugend, aber eben auch mit einem gesellschaftspolitischen Bruch. Gemeinsames Erinnern, Schwelgen, Singen, Tanzen oder Wieder- und Neuentdecken in einer Theatervorstellung ist alles andere als unangenehm. Die Band und die Spielerinnen machen das großartig. Sie singen, musizieren und agieren so hingebungsvoll, zart, kräftig, engagiert, witzig, frech, unausweichlich miteinander, dass es eine große Freude ist. Michael Hinze hat als musikalischer Leiter so schöne Arrangements für drei Stimmen und Band geschrieben - man kann die Musik gleichzeitig wieder- und ganz neu hören. Das ist die eigentliche Leistung des Abends. Die Auswahl der Stücke, das behutsame Arrangement und die leidenschaftliche Performance.

Fühlen Sie sich als „Ossi“? Welche Rolle spielt denn „Ost-West“ in Ihrem Leben, woran erkennen Sie ihre Sozialisierung im kulturellen Feld? Konkrete Beispiele?

Ich bin ein Mensch mit einer gesellschaftsgeschichtlichen Erfahrung, die in dem Land, in dem ich lebe, der kleinere Teil der Menschen gemacht hat. Ich war alt genug, um noch einiges mitzubekommen und jung genug, um die Ereignisse als ermöglichende Veränderung, aber nicht als verletzenden Bruch zu erleben. Das ist fast ein biographisches Privileg. Es sensibilisiert und macht resilient gegenüber Veränderungen und Belastungen. Das war während der Corona-Pandemie für mich spürbar. Heute bewege ich mich beruflich kontinuierlich frei im gesamten deutschsprachigen Raum. Ich lebe seit 20 Jahren mit einem gebürtigen Stuttgarter zusammen. Seit sechs Jahren sind wir verheiratet. Privat genieße ich Reisen durch Europa und die Welt. Das alles ist ausgesprochen angenehm und macht mich in gleichem Maße aus wie meine Kindheit in der DDR.

Sie waren zwischen 2018 und 2023 Hausregisseur am neuen theater Halle: Was für eine Stadt, was für ein Haus, was für ein Publikum haben Sie in Erinnerung?

Halle, das Theater, die Menschen, die dort arbeiten und die, die schauen kommen, sind eine wirklich große Liebe in meinem Leben. Die Stadt ist sehr lebenswert, dynamisch, noch immer auf der Suche nach ihrem Platz zwischen oder vielmehr neben Leipzig und Magdeburg. Dort kam für mich so viel (nur) Gutes zusammen in der künstlerischen Arbeit, dass ich bedaure, nur noch selten dort zu sein. Immerhin kuratiere ich am großartigen Literaturhaus Halle eine sehr schöne Reihe mit szenischen Lesungen deutschsprachiger Gegenwartsdramatik.

Was ist Glück?

Ein großes Wort.

Asyl im Paradies, 25. November, Leipziger Anker, 20 Uhr, alle Vorstellungen unter www.staatstheater-meiningen.de der ANKER

Text: Mathias Schulze Bild: Anna Kolata

Hier kommen unsere Verlosungen für den November. Wie immer: Machen, tun, liken, teilen, Kennwörter schreiben. Viel Glück...
24/10/2025

Hier kommen unsere Verlosungen für den November. Wie immer: Machen, tun, liken, teilen, Kennwörter schreiben. Viel Glück!

Lesebühne Schkeuditzer Kreuz, Comedy
5. November, Leipziger Werk2, 20 Uhr, 1x2 Tickets
Kennwort: Kreuz

Batiar Gang, Konzert
7. November, Leipziger Werk2, 20 Uhr, 1x2 Tickets
Kennwort: Batiar Gang

Techno am Kreuz mit [115], Party
8. November, Leipziger Werk2, 23 Uhr, 1x2 Tickets
Kennwort: Techno

Nyos, Konzert
12. November, Leipziger Werk2, 23 Uhr, 1x2 Tickets
Kennwort: Nyos

Liedfett, Konzert
13. November, Leipziger Werk2, 20 Uhr, 1x2 Tickets
Kennwort: Liedfett

Ben Becker, Lesung
14. November, Steintor-Varieté Halle, 20 Uhr, 1x2 Tickets
Kennwort: Becker

London Symphonic Rock Orchestra, Konzert
17. November, Steintor-Varieté Halle, 20 Uhr, 1x2 Tickets
Kennwort: London

Marianne Rosenberg, Konzert
17. November, Felsenkeller Leipzig, 20 Uhr, 1x2 Tickets
Kennwort: Rosenberg

Ingo Paul, Konzert
19. November, Horns Erben Leipzig, 20 Uhr, 1x2 Tickets
Kennwort: Ingo

Punk am Kreuz, Konzert
22. November, Leipziger Werk2, 20 Uhr, 1x2 Tickets
Kennwort: Punk

London Symphonic Rock Orchestra, Konzert
25. November, Gewandhaus Leipzig, 20 Uhr, 1x2 Tickets
Kennwort: London

Julia Meladin, Konzert
25. November, Steintor-Varieté Halle, 20 Uhr, 1x2 Tickets
Kennwort: Meladin

Apokalypse Miau, Theater
27. November, neues theater Halle, 19.30 Uhr, 1x2 Tickets
Kennwort: Apokalypse

The Drug, Konzert
28. November, Objekt 5 in Halle, 20 Uhr, 1x2 Tickets
Kennwort: The Drug

Weihnachtscircus Atemlos, Show
17. Dezember bis 4. Januar, Gimritzer Damm 1 in Halle, 2x1 Familienticket (vier Personen)
Kennwort: Atemlos

„Der Alltag ist für mich Inspirationsquelle Nummer eins. Je langweiliger, desto existenzieller.“ (Future Franz im Interv...
19/10/2025

„Der Alltag ist für mich Inspirationsquelle Nummer eins. Je langweiliger, desto existenzieller.“ (Future Franz im Interview)

Am 28. Oktober kommt ein junger Herr namens „Future Franz“ ins Neue Schauspiel Leipzig. Im Gepäck hat er das neue Album „Magic“, seine Hit-Single „Raucher“ und eine Pressetext-Beschreibung, die es in sich hat: „King Franz – wie ihn seine Fans auch nennen – ist der König des subversiven Humors. Inspiriert von Frank Zappa und ´Die Kassierer´, irgendwo zwischen Beatles mit Heinz Strunk als Leadsänger.“ Wenn das mal kein Grund ist, bei „Future Franz“ nachzufragen

Erst einmal Glückwunsch zu diesem Namen: Future Franz! Besser geht es nicht! Können Sie sich trotzdem mal kurz vorstellen: Wo geboren, aufgewachsen, welche Lieblingsfarbe hatte der Hamster, wieso ging es ins Rampenlicht, wie würden Sie sich als Künstler selbst bezeichnen? Sie wohnen jetzt wo?

Hallo! Und Danke! Ich bin Franz, geboren in Kornwestheim bei Stuttgart. Aufgewachsen auf einem ehemaligen Bauernhof, wo ich immer noch sehr oft bin, weil ich dort eine alte Scheune zu einem Studio umgebaut habe. Seit ich denken kann, mache ich Musik, spiele in Bands und bin auf Bühnen unterwegs, dadurch bin ich zwangsweise irgendwie ins Rampenlicht gekommen. Mit „Future Franz“ seit 2018 als Soloprojekt dann natürlich noch viel mehr.

Als Künstler …

… würde ich mich klassisch als Musiker bezeichnen, wobei ich auch eine starke visuelle Ader habe. Ich bin zudem Grafikdesigner und mache Filme und Animationsfilme, beispielsweise meine eigenen Musikvideos. Zudem bin ich nebenberuflich als inoffizieller Bürgermeister von Kornwestheim tätig.

Oha! Im Pressewaschzettel werden Sie als „König des subversiven Humors, inspiriert von Frank Zappa und ´Die Kassierer´, irgendwo zwischen Beatles mit Heinz Strunk als Leadsänger“ vorgestellt. Haben Sie das selbst geschrieben? Ich kann mir darunter so viel vorstellen. Sie sich auch?

Ich habe meinem Kollegen Sebastian Igel, von der Promo-Agentur „Fleet Union“ (Shoutout!), ein paar Referenzen genannt. Der hat das dann für meinen Pressetext gekonnt kombiniert. Das sind natürlich alles große Namen aus komplett verschiedenen Genres. Und es könnte wirklich alles sein.

Wohl wahr!

Ich stelle mir aber genau so meine Musik vor. Alle von den oben Genannten haben meine Musik sehr geprägt. Mein Vater war zu meiner Kindheit großer Zappa-Fan. Er hat mir auch die Beatles gezeigt, „Die Kassierer“ habe ich mit 14 Jahren heimlich gehört und Heinz Strunk lese und höre ich sehr gerne. Was alle vereint, ist der humoristische Ansatz in ihrer Musik. Außer die Beatles vielleicht, die sind eher als Sound-Referenz gemeint.

Belehrt werde ich im Pressewaschzettel auch davon, dass Sie als Kunstfigur entstanden sind, um mit „diesem tragisch-absurden Leben“ klarzukommen. Gelingt das auch im Alltag? Was haben Sie zuletzt Tragik-Absurdes erlebt, gesehen, geträumt?

Es gelingt im Alltag ganz gut, der ist relativ basic und strukturiert. Ich habe zwei kleine Kinder, bin sehr eingespannt und täglich mit tragisch-absurden Situationen konfrontiert.

Beispiel?

Heulkrampf und Nervenzusammenbruch wegen falsch beschmiertem Honigbrot. Oder meine Frau und ich streiten uns - ich fahre dann einkaufen zu Rewe, um wieder klarzukommen.

Klingt sympathisch.

Dadurch entstehen dann nebenbei auch Lieder wie „Gar nicht so schlecht“, welches genau davon handelt. Der Alltag ist für mich also Inspirationsquelle Nummer eins. Je langweiliger, desto existenzieller. Eine etwas tragischere Story war die zu meinem Lied „Aua Aua“. Die handelt von einer knapp zweijährigen Phase von (Ein)-Schlafproblemen. Mein Hausarzt verschrieb mir Schlaftabletten, was top funktionierte, aber natürlich keine Lösung war. Ich versuchte es mit einem Glas Wein, was monatelang auch sehr gut funktionierte. Dann wurden es aber irgendwann zwei Flaschen, ich rutschte in die Alkoholsucht. Ich probierte Yoga, Meditation, autogenes Training: Nichts hat geholfen. Am Ende war ich bei den „Anonymen Alkoholikern“ und in Therapie. Da ist mir bewusst geworden, dass ich ja zwei Liter Kaffee am Tag trinke. Seitdem ich das reduziere, klappt es wieder hervorragend.

Ein Glück. Die nervigste Journalistenfrage war bislang?

Tatsächlich habe ich noch nicht so viele Interviews gegeben. Um ehrlich zu sein, ist das hier mein erstes Interview. Also kann ich nur aus diesem hier zitieren - und ich finde alle Fragen bisher toll!

Soll so bleiben: Was ist Glück?

Extrem nervige Frage!

Endlich!

Ich denke, Glück hat viel damit zu tun, in irgendeinem Einklang zu leben. Vor allem im Einklang mit sich selbst und seiner Umwelt. Also, wenn das Innere mit dem Äußeren harmoniert. Oft kann man nur das Innere anpassen und verändern, deshalb hat es viel mit Haltung und Einstellung zum Leben zu tun. Auch wie schnell man das Innere beispielsweise auf neue Lebensumstände einschwingen kann. Glück ist also auch ein Indikator und eine Art Kompass fürs Leben.

Waren Sie schon einmal in Leipzig? Wie haben Sie die Stadt erlebt?

Ich war schon ein paar Mal in Leipzig. Erlebt habe ich es als sehr wohlgesonnen, jung, kreativ, facettenreich und hipp.

Warum sollte man Ihren Auftritt am 28. Oktober im Neuen Schauspiel auf keinen Fall verpassen?

Man sollte die Show auf gar keinen Fall verpassen, weil es im Vorprogramm eine unglaubliche Rockstar-Zaubershow von meinem Magier-Kollegen Dani Steep geben wird! Und weil meine Show meine bisherige Auftritte in den Schatten stellen wird, denn ich habe diesmal eine riesige Leinwand und einen Beamer mit dabei, um darauf perfekt auf meine Songs abgestimmte Visuals und Filme zu zeigen. Beispielsweise Fotos von meinem letzten Italien-Urlaub oder meine kruden Animationsfilme.

Freuen wir uns!

Future Franz, 28. Oktober, Neues Schauspiel, 20 Uhr, Tickets: www.mawi-concert.de Neues Schauspiel Leipzig Future Franz

Text: Mathias Schulze Bild: Ilkay Karakurt

“Ich würde mir wünschen, dass die Stadt das Thema des bezahlbaren Wohnraums ernster nehmen würde. Und - wie es der Leipz...
06/10/2025

“Ich würde mir wünschen, dass die Stadt das Thema des bezahlbaren Wohnraums ernster nehmen würde. Und - wie es der Leipziger Pfiffigkeit entspricht - nicht ratlos zu den anderen Städten mit ähnlichen Dynamiken, beispielsweise Berlin, zu blicken. Eigene Lösungen finden!”

Das letzte Wort im Oktober hat der Schauspieler Brian Völkner, dessen Show „Kitsch und Krempel” am 18. Oktober um 20 Uhr im Kupfersaal zehnjähriges Jubiläum feiert.

Wenn Sie in diesen Tagen an Leipzig denken, welches Kompliment würden Sie der Stadt und/oder ihren Bewohnern machen?

Ich lebe seit 2011 in Leipzig, habe gelernt, dass es das Wesen dieser Stadt ist, sich schon seit jeher stetig zu verändern, neu zu erfinden. Bewundernswert ist, dass diese Verwandlungen meistens gut gelingen. Das hat bestimmt damit zu tun, dass es so viel Inspiration, Vision, aber vor allem ein großartiges Miteinander unterschiedlichster Menschen gibt. Das macht diese Stadt für mich enorm lebens- und liebenswert. Es ist ein großes Vergnügen, hier als Künstler zu arbeiten.

Welchen Tadel würden Sie der Stadt aussprechen?

Ich würde mir wünschen, dass die Stadt das Thema des bezahlbaren Wohnraums ernster nehmen würde. Und - wie es der Leipziger Pfiffigkeit entspricht - nicht ratlos zu den anderen Städten mit ähnlichen Dynamiken, beispielsweise Berlin, zu blicken. Eigene Lösungen finden! Damit alle, die hier leben wollen, auch hier leben können.

Kriege, Klima, Inflation – überall Krisen. Wie gelingt es Ihnen, optimistisch zu bleiben?

Ich habe vor Jahren die Entdeckung gemacht, dass für mich das Wichtigste die Gemeinschaft und das Miteinander sind. Ich liebe es, gemeinsam mit unterschiedlichsten Menschen Theater, Musik oder einfach tolle Begegnungen zu erschaffen. Im Miteinander liegt eine große Kraft, Krisen zu überwinden, Reflexion zu finden und natürlich auch Beistand und Hilfe. Deswegen finde ich es im Moment so wichtig, Brücken zu schlagen, Orte für Austausch zu erfinden oder zu erhalten. Und - trotz aller hochdynamischen globalen Veränderungen - immer bewusster Mensch unter Menschen zu sein.

Welchen Kulturtipp in oder aus Leipzig würden Sie unbedingt empfehlen?

Ein großer Wert unserer Stadt ist die große kulturelle Vielfalt. Mein Tipp: Sich möglichst von der ganzen Bandbreite verzaubern zu lassen. Ich bin ein Kind des Schauspiel Leipzigs, deshalb liegt mir Theater sehr am Herzen. Natürlich kann ich meine Show „Kitsch und Krempel” sehr empfehlen. Die Idee der Show hat sich vielleicht schon rumgesprochen: Auf der Bühne sollen Menschen aufeinander treffen, die sonst so nie zusammen kommen würden. Sie improvisieren einen einmaligen gemeinsamen Abend. Am 18. Oktober gibt es die Jubiläumsausgabe im Kupfersaal – mit Tobias Künzel von „Die Prinzen”, Promi-Expertin Susanne Klehn und der A-Capella-Gruppe „amarcord”. Plus einige Überraschungen!

So, und jetzt wirklich: Ihr letztes Wort?

Positiv bleiben. Das wird schon alles.

Bild: Stefanie Stein

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Leipzig

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