Erich- Zeigner Haus e.V.

Erich- Zeigner Haus e.V. Das Erich-Zeigner-Haus in Leipzig ist Zentrum und Begegnungsort für gelebte Zivilcourage & Demokratie

Rechtsextremismus und Populismus in Sachsen - eine Gefahr für die Demokratie?: Input und kleiner Mitmach-WorkshopDatum: ...
12/01/2026

Rechtsextremismus und Populismus in Sachsen - eine Gefahr für die Demokratie?: Input und kleiner Mitmach-Workshop

Datum: 27.01.2026 | 18-20 Uhr
Ort: Rathaus Colditz

Extrem rechte Akteure versuchen im Augenblick die Meinungshoheit zu gewinnen. Das betrifft insbesondere die Asyl- und Migrationsdebatte, das Thema der Meinungsfreiheit („Lügenpresse“) oder das Einfordern von Mitbestimmung („Wir sind das Volk“). Neue Erscheinungsformen des Rechtsextremismus finden gesellschaftlichen Anschluss und werden vermehrt über die Sozialen Medien verbreitet. Der Ton der Forderungen reicht von moderat bis hoch aggressiv und dies wirkt auch konkret vor Ort.

Zu diesem Zweck möchten wir uns im Rahmen eines Impulsvortrags mit der Ideologie des Nationalsozialismus und des Rechtsextremismus sowie den aktuellen Erscheinungsformen des Antisemitismus auseinandersetzen. Colditz ist und war in der Vergangenheit mit extrem rechten Strukturen konfrontiert. Im zweiten Teil des Abends wird konkret ein Blick auf die Auswirkungen von rechten Strukturen vor Ort geworfen, bevor es im Anschluss die Möglichkeit gibt miteinander und mit dem Bürgermeister der Stadt Colditz Robert Zillmann und dem Leiter der Polizeidirektion Leipzig René Demmler ins Gespräch zu kommen.

Referent:innen: Henry Lewkowitz, Geschäftsführer des Erich-Zeigner-Haus e.V. | Anne Gehrmann & Theresa Richter, Mobiles Beratungsteam Nordwest Kulturbüro Sachsen e.V.

Kontakt/ Anmeldung: [email protected]

Antidiskriminierungsregel
Den Veranstaltenden ist ein respektvolles und diskriminierungsfreies Miteinander sehr wichtig. Störungen oder Beleidigungen führen zum Ausschluss aus der Veranstaltung. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Spendenaufruf „Zu wahr, um schön zu sein“: Obdachlosigkeit darf keinen kalt lassen!Unter dem Motto „Zu wahr, um schön zu...
12/12/2025

Spendenaufruf „Zu wahr, um schön zu sein“: Obdachlosigkeit darf keinen kalt lassen!

Unter dem Motto „Zu wahr, um schön zu sein“ soll der Blick der Leipziger:innen auf die gelenkt werden, die gerne übersehen werden: Menschen ohne Obdach. In Leipzig leben rund 1.000 Menschen ohne festen Wohnsitz. Für sie ist der Winter besonders hart. Der Hilfebus Leipzig ist dort unterwegs, wo Hilfe gebraucht wird. Tagsüber und in kalten Nächten versorgt das Team Menschen mit heißen Getränken, Essen, warmer Kleidung, Decken und Schlafsäcken. Es hört zu, vermittelt an Notunterkünfte und ist erreichbar, wenn Sie jemanden in Not sehen.

Gemeinsam mit dem Hilfebus/ SZL Suchtzentrum haben wir daher die Spendenaktion „Zu wahr, um schön zu sein“ gestartet. Ziel sind 50.000 Euro für Soforthilfe und individuelle Unterstützung. Wir freuen uns über eine Weiterleitung des Aufrufs. Jede Spende zählt!

Jetzt spenden! https://www.betterplace.org/de/projects/162883-zu-wahr-um-schoen-zu-sein

Ein neues dreijähriges Kooperationsprojekt zwischen dem 1. FC Lokomotive Leipzig, Verein für Bewegungsspiele e. V. und d...
21/11/2025

Ein neues dreijähriges Kooperationsprojekt zwischen dem 1. FC Lokomotive Leipzig, Verein für Bewegungsspiele e. V. und dem Erich-Zeigner-Haus e. V. zielt darauf ab, historische und politische Bildungsarbeit im Kontext des Fußballs zu leisten. Seine besondere Relevanz ergibt sich vor dem Hintergrund zunehmender gesellschaftlicher und politischer Polarisierungen sowie des Erstarkens rechtspopulistischer, autoritärer und antidemokratischer Tendenzen. Diese Entwicklungen äußern sich zunehmend offen und gerade auch im Umfeld des Fußballs, wo diskriminierende, rassistische und antisemitische Vorfälle immer wieder zu beobachten sind.

Aus diesen Umständen erwächst die Notwendigkeit, den beschriebenen demokratiegefährdenden Phänomenen entschieden und nachhaltig durch spezifische, an verschiedene Zielgruppen (U15 C-Jugendmannschaft, Haupt- und Ehrenamtliche sowie Fans) gerichtete Bildungsangebote (Workshops, Vorträge, Exkursionen) entgegenzutreten.

Das dreijährige Projekt (2025–2027) behandelt drei Epochen: den Nationalsozialismus, die DDR-Zeit und die 1990er Jahre. Ziel ist es, Spieler, Fans und Vereinsmitglieder für demokratische Werte zu sensibilisieren und sie zu befähigen, sich gegen Diskriminierung und Ausgrenzung einzusetzen.

Darüber hinaus erfolgt eine eingehende historische Erforschung der Vereinsgeschichte in den genannten Zeiträumen. Diese dient einerseits der Schließung einer Forschungslücke, andererseits bilden die ermittelten Quellen bzw. Dokumente die Arbeits- bzw. Materialgrundlage für die verschiedenen Bildungsformate.

Am Ende des Projekts werden die Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit in Form einer Abschlussveranstaltung, eines Dokumentarfilms sowie einer Publikation zur Geschichte des Vereins zugänglich gemacht.

21/11/2025
Ausschreibung: Teamer:innen gesucht für das Grundschulprojekt BÄR – Bildung stärkt DemokratieWir suchen engagierte Teame...
11/11/2025

Ausschreibung: Teamer:innen gesucht für das Grundschulprojekt BÄR – Bildung stärkt Demokratie

Wir suchen engagierte Teamer:innen zur Durchführung von Ganztagsangeboten an Grundschulen in den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen ab Februar 2026. Das Projekt zielt darauf ab, demokratische Kompetenzen von Grundschulkindern zu fördern, einen respektvollen Umgang zu stärken und Kinder altersgerecht für Gefahren von Ausgrenzung und Diskriminierung zu sensibilisieren.

Aufgaben:
👉 Durchführung eines regelmäßigen Ganztagsangebots an einer Grundschule im Zweierteam (kontinuierliche Durchführung für mind. ein Halbjahr)
👉 Thematische Schwerpunkte: Demokratiebildung und Mitbestimmung,
Sozialkompetenz, gewaltfreie Konfliktlösung, Prävention von Diskriminierung und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
👉 Abstimmung mit Schulpersonal und selbstständige Koordination
👉 Teilnahme an Fortbildungen und Reflexionstreffen

Gesuchtes Profil:
👉 Erfahrung oder Interesse an der Arbeit mit Grundschulkindern
👉 Wünschenswert: Kenntnisse in Grundschuldidaktik und -pädagogik, Sozialpädagogik oder verwandten Bereichen
👉 Fähigkeit zur sensiblen, altersgerechten Vermittlung anspruchsvoller Themen
👉 Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein
👉 Mobilität im Raum Leipzig / Nordsachsen von Vorteil

Wir bieten:
👉 Mitarbeit in einem gesellschaftlich relevanten und innovativen Bildungsprojekt
👉 Fachliche Begleitung und Austausch im Team
👉 Möglichkeit zur Mitgestaltung von Bildungsinhalten
👉 Tätigkeitsnachweis und ggf. Empfehlungsschreiben
👉 Honorarvergütung: 20€/h
👉 Interne pädagogisch-didaktische Schulung zu Themenbereichen

Bewerbung:
Bitte senden Sie ein Motivationsschreiben inkl. Lebenslauf und ggf. relevanter Nachweise per E-Mail an: [email protected] Bewerbungsfrist: bis 15.12.2025 Bei Fragen steht Ihnen das Projektteam gern zur Verfügung.

Ein Projekt zur Förderung demokratischer Werte und sozialer Kompetenzen in der Grundschule (Projektzeitraum bis Dezember 2027).

Am gestrigen 9. November, 87 Jahre nach den Novemberpogromen 1938, beteiligten sich auch in diesem Jahr zahlreiche Leipz...
10/11/2025

Am gestrigen 9. November, 87 Jahre nach den Novemberpogromen 1938, beteiligten sich auch in diesem Jahr zahlreiche Leipziger*innen an der dezentralen Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine putzen“. Unsere offizielle Auftaktveranstaltung fand an den Stolpersteinen für Käthe und Jochen Leibel in der Elsterstraße statt. Unter Anwesenheit der Angehörigen und mit Redebeiträgen von unserer Projektkoordinatorin Caroline Lewkowitz, Kulturbürgermeisterin .jennicke, Pfarrer i.R. Christian Wolff und unserem Ehrenvorsitzenden Frank Kimmerle wurde an das Schicksal von Käthe Leibel und ihres Sohnes Jochen erinnert, die aufgrund ihrer jüdischen Herkunft verfolgt wurden. Beide entgingen nur knapp der Deportation durch Mut, Solidarität und die Hilfe von u.a. Erich Zeigner, Pater Aurelius Arkenau und Johanna Landgraf, die ihnen das Überleben im Untergrund ermöglichten.

Mit der Gedenkaktion wollen wir auf die Einzelschicksale aufmerksam machen, um nicht zu vergessen, wohin menschenverachtende Ideologien wie Rassismus, Antisemitismus und Intoleranz führen können. Das Eintreten für Demokratie, Toleranz und Zivilcourage liegt dabei im Bewusstsein für die Vergangenheit begründet.

Im Anschluss wohnten wir der städtischen Gedenkveranstaltung am Synagogendenkmal bei.

Wir bedanken uns bei allen Menschen, die sich gestern an der Aktion beteiligt und eine Putzpatenschaft übernommen haben!

In der Nacht vom 09. auf den 10. November im Jahr 1938 verübte das Nazi-Regime, geleitet von ihrer zutiefst menschenvera...
09/11/2025

In der Nacht vom 09. auf den 10. November im Jahr 1938 verübte das Nazi-Regime, geleitet von ihrer zutiefst menschenverachtenden Ideologie, im gesamten Deutschen Reich Brandanschläge auf Synagogen, zerstörte Geschäfte, verwüstete Wohnungen und nahm unzähligen jüdischen Menschen das Leben. Daher möchten wir heute gemeinsam den Opfern der Pogrome und der Shoah gedenken und mahnen.

Menschenverachtende Einstellungen sind nach wie vor in weiten Teilen der Bevölkerung zu finden, weshalb das Erinnern und Gedenken an die Opfer unverzichtbar ist. Regelmäßig sehen wir rechte Gewalttaten und ganz aktuell wieder einen wachsenden Antisemitismus.

Umso wichtiger ist es, dem Gedenken an die Opfer in angemessener Art und Weise Ausdruck zu verleihen und auf die menschenverachtenden Verbrechen des Nazi-Regimes aufmerksam zu machen.

Daher rufen wir zum 18. Mal zur gemeinsamen Aktion „Mahnwache und Stolpersteine putzen“ auf. Unsere Auftaktveranstaltung findet in diesem Jahr um 17:00 Uhr in der Elsterstraße 53 bei den Stolpersteinen der Familie Leibel statt. Zur Mahnwache wollen wir gemeinsam die Stolpersteine reinigen und eine Kerze entzünden. Die Aktion zielt unter anderem darauf ab, auf die Einzelschicksale aufmerksam zu machen und nicht zu vergessen, wohin menschenverachtende Ideologien wie Rassismus, Antisemitismus und Intoleranz führen können. Das Eintreten für Demokratie, Toleranz und Zivilcourage liegt dabei im Bewusstsein für die Vergangenheit begründet. Das Gedenken und Erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus darf niemals in den Hintergrund geraten!

Auftaktveranstaltung zur Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“🗓️ 9. November 2025🕔 17:00 Uhr📍 Elsterstraße 5...
07/11/2025

Auftaktveranstaltung zur Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“

🗓️ 9. November 2025
🕔 17:00 Uhr
📍 Elsterstraße 53

Am Sonntag, dem 9. November 2025, jähren sich die Novemberpogrome von 1938 zum 87. Mal. Aus diesem Anlass rufen wir bereits zum 18. Mal zur gemeinsamen Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ auf. Zwischen 10 und 18 Uhr laden wir dazu ein, an den Stolpersteinen in Leipzig Mahnwachen abzuhalten und die Gedenksteine zu reinigen.

Unsere offizielle Auftaktveranstaltung findet um 17 Uhr an der Elsterstraße 53 bei den Stolpersteinen der Familie Leibel statt, welche u.a. durch Erich Zeigner selbst gerettet wurden. Wir laden Sie herzlich ein, mit uns gemeinsam zu gedenken und zu mahnen.

Im Anschluss findet um 18 Uhr an der ehemaligen Synagoge in der Gottschedstraße die städtische Gedenkveranstaltung in Erinnerung an die Reichspogromnacht statt. 

Foto: Michaela Weber

Demokratisch verwurzelt: Strategien gegen Rechtsextremismus im ökologischen Engagement🗓️ 02.12.25, 12:00 Uhr bis 03.12.2...
04/11/2025

Demokratisch verwurzelt: Strategien gegen Rechtsextremismus im ökologischen Engagement

🗓️ 02.12.25, 12:00 Uhr bis 03.12.25, 15:00 Uhr
📍 Zeitz, Alte Nudelfabrik

Rechtsextreme Akteure versuchen zunehmend, ökologische Themen für ihre Zwecke zu vereinnahmen. Wie können wir dem begegnen – sicher, souverän und demokratisch?

In unserer zweitägigen Veranstaltung im Rahmen des Bundesprojekts „Durchblick gegen Unterwanderung“ gehen wir dieser Frage gemeinsam nach. Dich erwarten fachliche Inputs und Diskussionen, Argumentationstrainings sowie Austausch- und Vernetzungsformate, die dir praxisnahes Wissen vermitteln, deine Handlungssicherheit stärken und neue Perspektiven eröffnen.

Mit dabei sind u.a. Carla Ostermayer (Universität Innsbruck), Elisabeth Oertel (REXKLIMA, TU Dresden) und Vince von Gynz-Rekowski (Kulturbüro Sachsen).

Die Teilnahme, Unterkunft und Verpflegung (vegan) sind kostenlos.
Melde dich bis 10. November an - die Plätze sind stark begrenzt!

Alle Informationen und Anmeldung unter: https://aktion.bund.net/praesenzveranstaltung-durchblick-gegen-unterwanderung

„Durchblick gegen Unterwanderung: Schutz vor Rechtsextremismus im Umweltbereich“ ist ein Projekt des BUND und Erich-Zeigner-Haus e.V. und wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“

Fachtag: Zwischen Alltag und Alarmzeichen –  Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in der Grundschule 🗓️ Dienstag, 02.12...
03/11/2025

Fachtag: Zwischen Alltag und Alarmzeichen – Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in der Grundschule
 
🗓️ Dienstag, 02.12.2025
🕤 09:30 bis 15:30 Uhr
📍 Pöge-Haus, Hedwigstr. 20, 04315 Leipzig

Nur wenig aktuelle Studien geben einen Einblick in das Thema gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in sächsischen Grundschulen - doch die vorhandenen Zahlen sind alarmierend: Kinder in Sachsen sind zunehmend von Diskriminierung betroffen. Dies zeigt sich auch im schulischen Alltag und stellt pädagogische Fachkräfte vor große Herausforderungen. Gerade deshalb ist es entscheidend, frühzeitig eine demokratische Schulkultur zu fördern und Kindern echte Mitbestimmung zu ermöglichen.

Der Fachtag möchte sich diesem Themenfeld widmen und einen Problemaufriss vornehmen. Wie stellt sich die aktuelle Situation an Grundschulen dar? Welche Möglichkeiten der Prävention und Intervention gibt es schon heute? Was benötigen pädagogische Fachkräfte an Grundschulen, um den Herausforderungen wirksam begegnen zu können? Wie kann eine kindgerechte politische Bildung an Grundschulen zum festen Bestandteil des Schulalltages werden? Im gemeinsamen Austausch soll diesen Fragen nachgegangen werden.

Die Teilnehmer:innenzahl für den Fachtag ist begrenzt, weshalb sie nur mit Anmeldung möglich ist. Senden Sie dafür bis zum 24.11. eine Mail an [email protected]. Bitte geben Sie einen Erst- und Zweitwunsch für einen Workshop an. Kurzbeschreibungen der Workshops finden Sie unter: https://erich-zeigner-haus-ev.de/fachtag-02-12-25/ und in unserem Linktree.

Der Veranstaltungsraum und das WC sind barrierearm. Ein Teil der Workshopräume sind nicht barrierearm zugänglich. Bitte senden Sie mit Ihrer Anmeldung einen kurzen Hinweis auf eventuelle Bedarfe, sodass wir diese entsprechend berücksichtigen können. Benötigen Sie Übersetzungen, melden Sie sich ebenfalls gern bei uns.

Am Sonntag, den 9. November 2025, jährt sich die Reichspogromnacht von 1938 zum 87. Mal. Aus diesem Anlass rufen wir ber...
29/10/2025

Am Sonntag, den 9. November 2025, jährt sich die Reichspogromnacht von 1938 zum 87. Mal. Aus diesem Anlass rufen wir bereits zum 18. Mal zur gemeinsamen Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ auf. Zwischen 10 und 18 Uhr laden wir Bürger:innen, Vereine, Initiativen, Schulen und Einrichtungen dazu ein, an den Stolpersteinen in Leipzig Mahnwachen abzuhalten und die Gedenksteine zu reinigen. Aktuell gibt es noch etwa 80 Stolpersteine, welche keine Putzpat:innen haben. 

Die offizielle Auftaktveranstalung des Erich-Zeigner-Haus e.V. findet in diesem Jahr um 17 Uhr an der Elsterstraße 53 bei den Stolpersteinen der Familie Leibel statt, welche u.a. durch Zeigner selbst gerettet wurden. Wir bedauern und betrauern den Umstand, das wir erstmals ohne treue Unterstützung von Friedrich Magirius die Stolpersteine reinigen und der Schicksale und Geschichte gedenken werden. Wir freuen uns aber über die Teilnahme der Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke, Pfarrer der Thomaskirch a.D. Christian Wolff und den Ehrenvorsitzenden unseres Vereins Frank Kimmerle. Wir laden Sie herzlich ein, mit uns gemeinsam zu gedenken und zu mahnen. Im Anschluss findet um 18 Uhr an der ehemaligen Synagoge in der Gottschedstraße die städtische Gedenkveranstaltung in Erinnerung an die Reichspogromnacht statt. 

Besonders einfach und unkompliziert erfolgt die Rückmeldung über das Anmeldeformular auf unserer Homepage unter http://erich-zeigner-haus-ev.de/neunter-november/. Über die Leipzig-Karte kommen Sie zu den Stolpersteinen der Stadt. Das Anmeldeformular können Sie direkt bei dem Stolperstein ausfüllen, an welchem Sie gedenken und putzen möchten. Alle Stolpersteine, die noch keine Putzpat:innen haben, haben links neben dem Namen ein kleines Symbol.
 
Die Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ wird auch in diesem Jahr vom Kulturamt der Stadt Leipzig unterstützt.

Heute wurde in der Braustraße/ Ecke Karl-Liebknecht-Straße ein Stolperstein für den Widerstandskämpfer Alfred Bucher ver...
23/10/2025

Heute wurde in der Braustraße/ Ecke Karl-Liebknecht-Straße ein Stolperstein für den Widerstandskämpfer Alfred Bucher verlegt. Seit 2023 recherchierte Helena Hummelsheim, Schülerin der 12. Klasse des Gymnasiums Engelsdorfs, im Rahmen ihrer Komplexen Leistung zu ihm und arbeitete hierfür mit dem Erich-Zeigner-Haus e.V. zusammen. Es gelang ihr, den Großteil von Alfred Buchers Leben zu rekonstruieren und die Verlegung eines Stolpersteines zu begründen.

Alfred Bucher wurde am 26.01.1898 in Trebsen geboren. Nach dem 1. Weltkrieg studierte er an der Akademie der Künste in Dresden und schrieb ab 1930 am Leipziger Kabarett „Die Litfaßsäule“ Texte gegen Antisemitismus und Nationalsozialismus. Er heiratete Elli Bucher, mit der er eine Tochter, Anita, bekam. Da Elli und ihre Familie vermutlich jüdisch waren, war Bucher zusätzlich gefährdet.

Nach der Machtübernahme 1933 floh Bucher nach Paris, engagierte sich weiter politisch und kämpfte 1936 im Spanischen Bürgerkrieg. 1940 befand er sich in einem Internierungslager in Florac, wo er Kontakt zur Resistance aufnahm. Später schloss er sich dem Maquis „Veylet-Kühne“, dann „Bir Hakeim“ an. Am 28. Mai 1944 fiel er bei Kämpfen gegen deutsche Truppen im Lozère im Alter von 46 Jahren.

Zur Erinnerung an die Opfer errichtete man am Ort des Gefechts eine Stele mit Buchers Namen. Im Herbst 2023 legte Helena dort Blumen nieder. Buchers Frau und ihre Familie wurden in Auschwitz ermordet, das Schicksal der Tochter Anita ist unbekannt.

Adresse

Steinstraße 18
Leipzig
04275

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 15:00
Dienstag 09:00 - 15:00
Mittwoch 09:00 - 15:00
Donnerstag 09:00 - 15:00
Freitag 09:00 - 15:00

Telefon

0341 8709507

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