05/09/2026
🚨 „BLAUE WELLE“ NACH NRW?
Ein AfD-Mitglied aus dem Kreis Höxter sorgt mit Aussagen über die politische Zukunft der Partei für Aufmerksamkeit.
Für einen Auftritt von Ulrich Siegmund in Sachsen-Anhalt sei er nach eigenen Angaben rund 600 Kilometer gefahren. Im Interview sagt er unter anderem:
„Vom Osten lernen heißt siegen lernen.“
Und noch deutlicher:
„Ich hoffe, dass die blaue Welle vom Osten auch dann in den Westen schwappt.“
Brisant ist vor allem, welches politische Vorbild er damit meint: Der AfD-Landesverband Sachsen-Anhalt wird vom dortigen Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistische Bestrebung eingestuft.
Unsere Recherche zeigt außerdem: Ähnliche Formulierungen rund um eine „blaue Welle“ tauchen auch im Umfeld der AfD im Kreis Höxter auf. Gleichzeitig hat die Partei dort bei der Kommunalwahl deutlich zugelegt und sitzt inzwischen mit sieben Mandaten im Kreistag.
Wichtig ist dabei die Unterscheidung: Der AfD-Kreisverband Höxter selbst ist nach unserer Recherche nicht als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Allerdings wurde ein früherer Beitrag des Kreisverbandes bereits in einem Verfassungsschutzgutachten aufgegriffen.
Die entscheidende Frage ist deshalb nicht nur, warum jemand hunderte Kilometer zu einem Wahlkampfauftritt fährt.
Sondern: Soll ein politischer Kurs, der in Sachsen-Anhalt von einer als gesichert rechtsextremistisch eingestuften AfD vertreten wird, tatsächlich zum Vorbild für NRW werden?
Den ausführlichen Hintergrund mit weiteren Aussagen, Zahlen und unserer Einordnung findet ihr auf unserer Webseite.
Wie bewertet ihr solche Aussagen aus dem Höxteraner AfD-Umfeld?