10/05/2026
Ciao 2. Bundesliga. War dann doch irgendwie kurz. Aber geil.
Eine Saison bleibt am Ende immer eine Saisonleistung. Und genau deshalb muss man es leider so hart sagen: Sechs Siege in der 2. Bundesliga waren einfach zu wenig.
Zu oft einfache Gegentore. Manchmal gleich doppelt. Zu oft Phasen, in denen man sich selbst wieder eingerissen hat, was man sich vorher mühsam aufgebaut hatte. Und gerade in der Hinrunde blieben Chancen liegen, die andere Mannschaften in dieser Liga wahrscheinlich im Halbschlaf gemacht hätten.
Es bringt nichts, das jetzt schönzureden.
Dazu kamen sportliche Entscheidungen, die aus unserer Sicht zu spät oder zumindest zu zögerlich getroffen wurden. Und danach? Danach wurde es auch rund um den Verein merkwürdig still. Ein bisschen Medienarbeit, ein neuer Trainer, ein paar Pflichttermine. Aber dieser große gemeinsame Wille, dieses öffentliche „Wir ziehen das jetzt zusammen“, das 2024/25 noch spürbar war, fehlte diesmal.
Alois Schwartz war am Ende die ärmste Sau. Er kam in eine Situation, in der eigentlich alle hätten mitziehen müssen. Stattdessen wirkte es oft so, als stünde er ziemlich allein da. Alleingelassen.
Damit sind ausdrücklich nicht die Leute gemeint, die in der Phase versucht haben, noch irgendetwas rauszuholen. Kierean, Janis und andere, die sich reingeworfen haben, dürfen sich diesen Schuh nicht anziehen.
Aber als Verein, als Gesamtbild, als Auftritt nach außen: Da war zu wenig. Auf dem Platz. Neben dem Platz. Und im Moment, als es eng wurde. Ihr könnt dann nicht mit Phrasen kommen, die aus der Fanszene entstanden sind, wenn das unten dann kaum gelebt wurde.
Trotzdem bleibt dieser Verein mehr als diese Tabelle. Mehr als dieser Abstieg. Mehr als eine Saison, die weh tut.
Und wir? Wir machen weiter.
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Wir schreiben weiter,
auch wenn keiner danach fragt.
Über Siege, über Zweifel,
über alles, was uns packt.
Wir schreiben weiter,
zwischen Frust und Euphorie.
Nicht perfekt, nicht glatt, nicht leise,
aber immer irgendwie.
Egal in welcher Liga.