03/01/2026
Der Suzuki Vitara 1,4 Hybrid Allgrip AT Comfort+ im VRM-Test.
VRM – wir bewegen. Auf unserer Drive-Seite gibt es Neuigkeiten rund ums Auto wie unsere Autotests.
Aktuell lest Ihr – unter anderem im mittelhessischen Wetzlar Wochenblatt vom 3. Januar den Fahrbericht des Suzuki Vitara 1,4 Hybrid Allgrip AT Comfort+. Das Kompakt-SUV macht sowohl im Großstadtdschungel als auch auf Asphaltpisten und im mittelschweren Gelände eine gute Figur.
Wir wünschen Euch allzeit gute Fahrt!
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DER TRADITIONALIST IST NOCH VITAL
Die Wiege der Menschheit liegt in Südafrika. SUVs hingegen kamen aus Ostasien nach Europa. Genauer gesagt aus Japan. Zu den Urvätern der heute die Händler-Showrooms nahezu aller Marken dominierenden Sport Utility Vehicles zählen der Nissan Terrano und der Suzuki Vitara. Beide wanderten 1988 ins Abendland ein. Während der Terrano schon seit 20 Jahren nicht mehr produziert wird, dürfte der Vitara hingegen bald seinen 40. Geburtstag feiern. Gebaut wird das Kompakt-SUV im ungarischen Esztergom. Von dort wird es in 123 Länder geliefert. Aktuell gibt es den Kult-Suzuki ausschließlich mit einem 110 PS starken Mildhybrid-Vierzylinder-Benzinmotor mit und ohne Allradantrieb und Automatikgetriebe sowie in drei Ausstattungsvarianten. Die Preisliste beginnt mit 27500 Euro. Topmodell ist der Vitara 1,4 Boosterjet Hybrid Allgrip AT Comfort+ für 36050 Euro – unser Testobjekt.
In den 90ern mutierte der Vitara vom Geländewagen zum Lifestyle-Car. Es gab ihn in knalligen Farben und sogar als Cabrio. Ein cooler Typ ist er immer noch – aber ohne Schnickschnack. Während Klassenkameraden wie der Nissan Juke oder der Opel Mokka dem Crossover-Trend folgen, zeigt der Vitara bis heute mit einem gewissen Stolz, dass er von einem Geländewagen abstammt. Das ist im Jahr 2026 in seiner Klasse fast schon ein Alleinstellungsmerkmal. Auch ansonsten sieht man dem Vitara an, dass er schon über zehn Jahre auf dem Buckel hat. Zum letzten Mal im Schönheitssalon und im Elektronikfachgeschäft war er im Frühjahr 2024.
Vor allem die Botoxbehandlung, der Großeinkauf in der Assistenzabteilung und der Abstecher zur Umweltberatung haben sich gelohnt. So präsentiert sich der Vitara trotz seines gehobenen Alters immer noch äußerst vital und macht seinem Namen alle Ehre.
Sowohl das recht rustikale Äußere mit Mut zu Ecken und Kanten als auch der Innenraum mit analogen Instrumenten, dem heute obligatorischen Touchscreen im überschaubaren 9-Zoll-Format und einer Innenbeleuchtung ohne LED-Leuchtstreifen lassen eine fast schon heimelige Atmosphäre aufkommen.
Auf andere neumodische Annehmlichkeiten müssen Pilot und Passagiere freilich nicht verzichten. Die Klimaautomatik und die Multimediaanlage mit DAB-Radio, Smartphone-Anbindung, Navi und sechs Lautsprechern sowie das elektrische Panorama-Glasschiebedach sind ebenso Serie wie der Tempomat, die aktive Bremsunterstützung mit Frontalaufprall- und Querverkehrserkennung, das Spurhaltewarnsystem mit Lenkeingriff, die Einparkhilfe vorn und hinten sowie die Verkehrszeichen- und Müdigkeitserkennung. Auch das schlüssellose Schließ- und Startsystem ist im Preis enthalten. Also Platz nehmen, Startknopf drücken, Wählhebel auf „D“ – und ab geht die wilde Fahrt. In elf Sekunden erledigt der 1,4-Tonner den Sprint auf Tempo 100.
Das Sechsgang-Automatikgetriebe hält den Allradler geschmeidig auf Touren. Seine Höchstgeschwindigkeit erreicht er bei 180 km/h. Das ist für 110-PS nicht von schlechten Eltern und beweist die Effizienz des Triebwerks. Zumal auch der Verbrauch absolut im grünen Bereich liegt.
Bei unseren keinesfalls verhaltenen Testfahrten durch Wetzlar, Gießen und Marburg, über den Taunus und den Westerwald sowie auf der Sauerlandlinie genehmigte sich der Hungaro-Japaner nicht viel mehr als sechs Liter Superbenzin auf 100 Kilometern. Der von Suzuki ermittelte Durchschnittsverbrauch von 5,8 Litern erscheint durchaus im Rahmen des Möglichen. Das auf Komfort getrimmte Fahrwerk, die Lenkung und die Bremsen sind den Fahrleistungen angemessen.
Und wie reist es sich im Vitara? Zehn Zentimeter kürzer als ein Golf hat er für die Fondpassagiere natürlich keine Lounge zu bieten. Dank der Karosserieform müssen sie sich aber auch nicht zusammenfalten und der Kofferraum ist mit 375 Litern relativ groß.
Fazit: Der Suzuki Vitara ist ein grundsolides Kompakt-SUV, das sowohl im Großstadtdschungel als auch auf Asphaltpisten und im mittelschweren Gelände eine gute Figur macht. Und er ist fit für die Zukunft: Demnächst kommt der Vitara auch als Stromer. Der Preis geht dank der kompletten Ausstattung absolut in Ordnung.
FAKTEN: Suzuki Vitara 1,4 Boosterjet Hybrid Allgrip AT Comfort+
MOTOR: Vierzylinder-Reihen-Ottomotor mit Mildhybridtechnik, Abgasturbolader, Direkteinspritzung und variabler Ventilsteuerung, 1373 ccm Hubraum, 81 kW (110 PS) bei 4400 U/min, maximales Drehmoment 235 Nm bei 2000 bis 2500 U/min, Abgasnorm Euro 6e, CO2-Effizienzklasse E.
ANTRIEB / FAHRWERK / ABMESSUNGEN: Allradantrieb, sechsstufiges Automatikgetriebe, vorn Einzelradaufhängung mit Dreiecksquerlenkern und McPherson-Federbeinen, hinten Verbundlenkerachse mit Schraubenfedern, Scheibenbremsen rundum, 215er-Reifen auf 17-Zoll-Rädern, Länge 4,19 Meter. Breite 1,78 Meter, Höhe 1,60 Meter, Radstand 2,50 Meter, fünf Sitzplätze, Kofferraumvolumen 375 bis 1120 Liter, Leergewicht 1350 Kilo, Anhängelast (gebremst) 1,2 Tonnen, Tankinhalt 47 Liter.
FAHRLEISTUNGEN / VERBRAUCH: Höchstgeschwindigkeit 180 km/h, Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 11 Sekunden, Testverbrauch 6,2 Liter Superbenzin auf 100 Kilometern, CO2-Ausstoß 138⁴ g/km (Herstellerangabe).
LISTENPREIS: 36050 Euro.