DIATRA-Verlag

DIATRA-Verlag Gemeinnützig, unabhängig, fundiert, neugierig: Aufklärendes aus der Nephrologie, Transplantation, Diabetologie. "Symbol pro Organ- & Gewebespende"

1991 erschien erstmals DIATRA (damals noch unter dem Titel „Diatra-Journal“) als medizinische Fachzeitschrift, die sich gleichsam an das fachärztliche und pflegerischer Personal, wie auch chronisch nierenkranke Menschen richtet. Wichtig ist der Redaktion dabei die Allgemeinverständlichkeit unserer Beiträge auf hohem Niveau: Wir publizieren keine Beiträge in kryptischer Sprache, sondern legen Wert

darauf, dass jeder mitsprechen kann und Behandelte und Behandelnde sich auf Augenhöhe begegnen. Intention des Verlages und der DIATRA-Redaktion ist seit mittlerweile 30 Jahren die unabhängige und fundierte Berichterstattung über Dialyse, Organspende, Transplantation und alle damit verbundenen Themenbereiche.

- Kontrovers wird das aktuelle Geschehen für die Leserinnen und Leser aufbereitet und soll zu Diskussionen anregen beziehungsweise beitragen.
- Fachbeiträge zu allen relevanten Themen.
- Berichte von und über Organisationen, Institutionen und Selbsthilfegruppen geben einen Einblick in das Engagement zum Wohle der Betroffenen und ihrer Angehörigen
- Persönliche Erfahrungsberichte sollen Mut machen
- Ernährungsexperten bieten schmackhafte wie auch leicht nachzukochende Rezepte und sorgen so für Abwechslung in der manchmal vielleicht etwas faden Einheitsernährung.

19/05/2026

Zum Deutschen Diversity-Tag
Vielfalt im Gesundheitswesen ist kein abstrakter Begriff. Sie begegnet uns jeden Tag.

In Gesprächen mit Patient:innen.
In den Erfahrungen von Angehörigen.
In der Arbeit von Ärzt:innen, Pflegenden, Selbsthilfe, Forschung und Politik.

Dabei stellt sich immer wieder die Frage: Wer wird gehört? Wer wird erreicht? Und wessen Perspektive fehlt, wenn über Gesundheit gesprochen wird?

Zum Deutschen Diversity-Tag möchten wir deshalb nicht nur sagen: Vielfalt ist wichtig.
Wir möchten genauer hinschauen.

Bei DIATRA beschäftigen wir uns mit chronischer Nierenerkrankung, Dialyse, Transplantation, Organspende und Selbsthilfe. Wir sprechen mit Betroffenen und Angehörigen, mit Fachleuten, Initiativen, Verbänden und Institutionen. Unser Ziel ist es, unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen – in unseren Publikationen, in Gesprächen und in unserer täglichen Arbeit.

Denn Diversität zeigt sich ganz konkret: in Lebenssituationen, kulturellen Prägungen, Sprachen, Wissensständen, sozialen Voraussetzungen, Krankheitsverläufen, Geschlechterperspektiven, Sorgen, Hoffnungen und Bedürfnissen.

Auch Themen wie der Gender Health Gap machen deutlich: Gesundheit, Diagnose, Behandlung und Versorgung finden nicht für alle Menschen unter den gleichen Bedingungen statt.

Gerade deshalb gibt es nicht die eine Patient:innenperspektive.
Nicht die eine Versorgungserfahrung.
Nicht die eine Sprache, die alle erreicht.

Es gibt viele Lebensrealitäten: medizinische, persönliche, soziale, kulturelle, familiäre und berufliche.

Gute Gesundheitskommunikation muss diese Unterschiede wahrnehmen und berücksichtigen. Sie muss verständlich, zugänglich und respektvoll sein – und nah an den Menschen, um die es geht.

Denn Informationen kommen nicht bei allen gleich an. Teilhabe braucht Voraussetzungen. Vertrauen, Sprache, Bildung, Herkunft, Alter, Geschlecht, Erkrankungserfahrung und soziale Lage beeinflussen, wie Versorgung erlebt wird.

Für DIATRA bedeutet Vielfalt deshalb: zuhören, einordnen, vermitteln.
Wir setzen uns für Menschen ein, die im Gesundheitswesen Orientierung, Unterstützung und eine Stimme benötigen – unabhängig davon, woher sie kommen, wie sie leben, welche Sprache sie sprechen, welche Geschichte sie mitbringen oder welchen Weg sie durch Krankheit und Versorgung gehen.

Nicht als Sonderthema.
Sondern als Teil guter Versorgung.

Wir haben unseren Beitrag „Organspende: Bitte ohne dunkle Seite der Macht!“ um einen Nachtrag ergänzt.Uns ist wichtig kl...
18/05/2026

Wir haben unseren Beitrag „Organspende: Bitte ohne dunkle Seite der Macht!“ um einen Nachtrag ergänzt.

Uns ist wichtig klarzustellen: Der Artikel war nicht als vermittelnder Kompromissvorschlag zwischen den aktuellen Bundestagsinitiativen gemeint. DIATRA hat ausdrücklich deutlich gemacht, dass es gute sachliche Gründe für eine Widerspruchsregelung gibt. Sie wäre gerade kein deutscher Sonderweg, sondern ein Weg, den viele andere Länder – nicht zuletzt im Eurotransplant-Verbund – bereits erfolgreich beschreiten.

Unsere Kritik richtet sich an die politische und kommunikative Zuspitzung der Debatte. Gerade bei einem sensiblen Thema wie der Organspende braucht es eine tatsachenbasierte Auseinandersetzung, die Unterschiede klar benennt, aber Gemeinsamkeiten nicht verdeckt.

Denn wer mehr Organspenden und mehr dokumentierte Entscheidungen erreichen will, sollte Vertrauen schaffen – nicht zusätzliche Verunsicherung.

Zum Beitrag und Nachtrag „Organspende: Bitte ohne dunkle Seite der Macht!“:
https://diatra.de/articles/2026/05/07/organspende-fakten-und-mythen

DIATRA Kompass Mai 2026. Was jetzt wichtig istOrganspendezahlen, Wartelisten, Reformdebatten, internationale Kampagnen, ...
18/05/2026

DIATRA Kompass Mai 2026. Was jetzt wichtig ist

Organspendezahlen, Wartelisten, Reformdebatten, internationale Kampagnen, Lebendspende, Nieren-Check und gute Gesundheitsinformation: Wir greifen auf, was wichtig ist – aktuell, verständlich eingeordnet und mit dem Blick fürs Wesentliche.

Für Patient:innen, Angehörige, Fachkreise und alle, die bei Gesundheitsthemen lieber Durchblick als Schlagworte möchten.

Zur aktuellen Ausgabe 👇
https://news.diatra.de/diatra-kompass-mai-2026/

Die Organspendezahlen entwickeln sich auch bis Ende April 2026 weiter positiv:Von Januar bis April 2026 wurden in Deutsc...
08/05/2026

Die Organspendezahlen entwickeln sich auch bis Ende April 2026 weiter positiv:

Von Januar bis April 2026 wurden in Deutschland 354 postmortale Spender registriert (2025: 324) – mit 869 postmortal gespendeten Organen (2025: 755). Der Anteil der Multiorganspenden stieg auf 79,1 % (2025: 75,9 %).

Auch im Eurotransplant-Verbund zeigt sich diese Entwicklung: Die Zahl der postmortalen Spender stieg auf 778 (2025: 767), in Österreich auf 74 (2025: 59). Bei den postmortal gespendeten Organen wurden im Eurotransplant-Raum 1.733 registriert (2025: 1.684), in Österreich 173 (2025: 137).

Auch bei den genutzten postmortalen Organen für Transplantationen zeigt sich ein Anstieg: Im Eurotransplant-Verbund wurden 2.488 Organe gezählt (2025: 2.418), in Deutschland 1.240 (2025: 1.072), in Österreich 255 (2025: 197).

Trotz dieser positiven Signale bleiben die Wartelisten hoch: Zum 30. April 2026 warteten in Deutschland 8.012 Menschen auf ein Spenderorgan (2025: 8.148), im Eurotransplant-Verbund insgesamt 13.539 (2025: 13.510).

Die Richtung stimmt: mehr Spenden, mehr gespendete Organe, mehr transplantierte Organe, mehr Hoffnung. Für eine spürbare Entlastung der Wartelisten reicht das aber noch nicht. Organspende rettet Leben – jede Entscheidung zählt.

Jeder Tag ist Tag der !

Alle Zahlen & Vergleiche: https://diatra.de/articles/2026/05/08/statistiken-organspende-warteliste-transplantation

Wie immer zusammengestellt von Eurer freundlichen -Redaktion.

Organspende ist kein Star-Wars-Duell und hat auch nichts mit der dunklen Seite der Macht zu tun.Nach der heutigen Bundes...
08/05/2026

Organspende ist kein Star-Wars-Duell und hat auch nichts mit der dunklen Seite der Macht zu tun.

Nach der heutigen Bundespressekonferenz zur Widerspruchsregelung und der gestern gestarteten Initiative von Pilsinger & Co. zur Stärkung der Entscheidungsregelung stehen sich scheinbar zwei Lager gegenüber:
Die einen wollen die Widerspruchsregelung, die anderen setzen auf eine stärkere Entscheidungsregelung.
Das klingt nach Gegensatz. Tatsächlich geht es beiden Seiten um dasselbe Problem: Zu wenige Menschen halten ihre Entscheidung fest. Angehörige müssen dann im schlimmsten Moment entscheiden – und Betroffene warten weiter auf eine lebensrettendes Spenderorgan.
Gefährlich wird es, wenn daraus ein Kampf „pro Organspende“ gegen „pro Selbstbestimmung“ gemacht wird. Denn genau so entstehen Misstrauen, Mythen und falsche Bilder.
Organspende braucht keine dunkle Seite. Sie braucht aufrichtige Aufklärung und Vertrauen.
Weiterlesen auf DIATRA.de (natürlich wie immer ohne Paywall): https://diatra.de/articles/2026/05/07/organspende-fakten-und-mythen

Zu viele Meldungen, zu wenig Zeit?Dann haben wir da was für Euer Postfach.Was war wichtig? Was wurde diskutiert? Und was...
24/04/2026

Zu viele Meldungen, zu wenig Zeit?
Dann haben wir da was für Euer Postfach.
Was war wichtig? Was wurde diskutiert? Und was sollte man wirklich gelesen haben?
Der neue Newsletter von DIATRA.de bringt Euch einmal im Monat genau das ins Postfach: die wichtigsten Themen aus Diabetologie, Nephrologie, Transplantation, Organ- & Gewebespende und Gesundheitspolitik.
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Wie wird international Werbung für Organ- und Gewebespende gemacht? Welche Themen, Bilder und Botschaften prägen aktuell...
10/04/2026

Wie wird international Werbung für Organ- und Gewebespende gemacht? Welche Themen, Bilder und Botschaften prägen aktuelle Aufklärungskampagnen?

In unserem Beitrag werfen wir einen Blick auf internationale Beispiele aus den Jahren 2025 und 2026 – darunter Kampagnen aus Kanada, Irland, Australien, den USA, Europa und Hongkong. Auffällig ist: Viele Initiativen setzen nicht mehr nur auf reine Information, sondern stärker auf persönliche Haltung, Familiengespräche, Community-Bezug und Vertrauen.

Wir zeigen auch, welche kommunikativen Trends sich daraus ablesen lassen und was das für die Debatte in Deutschland bedeuten könnte.

Hier lesen (natürlich wie immer ohne Paywall): https://diatra.de/articles/2026/04/10/hoehepunkte-organspende-2025-26-weltweit

Die Organspendezahlen entwickeln sich auch nach dem ersten Quartal 2026 weiter positiv:Von Januar bis März 2026 wurden i...
09/04/2026

Die Organspendezahlen entwickeln sich auch nach dem ersten Quartal 2026 weiter positiv:

Von Januar bis März 2026 wurden in Deutschland 279 postmortale Spender registriert (2025: 243) – mit 691 postmortal gespendeten Organen (2025: 570). Der Anteil der Multiorganspenden stieg auf 81,0 % (2025: 75,3 %).

Auch im Eurotransplant-Verbund zeigt sich diese Entwicklung: Die Zahl der postmortalen Spender stieg auf 594 (2025: 564), in Österreich auf 51 (2025: 45). Bei den postmortal gespendeten Organen wurden im Eurotransplant-Raum 1.328 registriert (2025: 1.250), in Österreich 120 (2025: 101).

Auch bei den genutzten postmortalen Organen für Transplantationen zeigt sich ein Anstieg: Im Eurotransplant-Verbund wurden 1.906 Organe gezählt (2025: 1.787), in Deutschland 990 (2025: 803), in Österreich 177 (2025: 146).

Trotz dieser positiven Signale bleiben die Wartelisten hoch: Zum 31. März 2026 warteten in Deutschland 7.972 Menschen auf ein Spenderorgan (2025: 8.215), im Eurotransplant-Verbund insgesamt 13.493 (2025: 13.608).

Die Richtung stimmt: mehr Spenden, mehr gespendete Organe, mehr transplantierte Organe, mehr Hoffnung. Für eine spürbare Entlastung der Wartelisten reicht das aber noch nicht. Organspende rettet Leben – jede Entscheidung zählt.

Jeder Tag ist Tag der Organspende!

Alle Zahlen & Vergleiche: https://diatra.de/articles/2026/04/09/statistiken-organspende-warteliste-transplantation

Wie immer zusammengestellt von Eurer freundlichen DIATRA-Redaktion.

Lebendspende-Reform angenommenMehrheitlich hat der Bundestag gestern (26. März 2026) einer Reform des Transplantationsge...
27/03/2026

Lebendspende-Reform angenommen
Mehrheitlich hat der Bundestag gestern (26. März 2026) einer Reform des Transplantationsgesetzes (TPG) zugestimmt. Kern des Gesetzes ist die Einführung der Überkreuz-Lebendnierenspende. Sie soll Patient:innen helfen, für die eine direkte Spende aus dem persönlichen Umfeld bislang aus medizinischen Gründen nicht möglich war. Prognostiziert werden ca. 100 zusätzliche Nierenspenden pro Jahr. Allerdings zeigte die Debatte auch, wie umstritten der Eingriff nach wie vor zwischen Hoffnung, Ethik und Schutz der Spender:innen bleibt.
Unsere Zusammenfassung gibt es hier: https://diatra.de/articles/2026/03/27/lebendspende-reform-was-aendert-sich

Die Erzählung vom „Blaumachen“ hält den Fakten nicht stand.Darum wird die Erzählung vom massenhaften „Blaumachen“ der Da...
16/03/2026

Die Erzählung vom „Blaumachen“ hält den Fakten nicht stand.
Darum wird die Erzählung vom massenhaften „Blaumachen“ der Datenlage nicht gerecht - und darum leiden gerade chronisch kranke und psychisch belastete Menschen unter dieser Debatte.
Ein Kommentar: https://diatra.de/articles/2026/03/16/faelschlich-krank-gemeldet

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