DIATRA-Verlag

DIATRA-Verlag Gemeinnützig, unabhängig, fundiert, neugierig: Aufklärendes aus der Nephrologie, Transplantation, Diabetologie. "Symbol pro Organ- & Gewebespende"

1991 erschien erstmals DIATRA (damals noch unter dem Titel „Diatra-Journal“) als medizinische Fachzeitschrift, die sich gleichsam an das fachärztliche und pflegerischer Personal, wie auch chronisch nierenkranke Menschen richtet. Wichtig ist der Redaktion dabei die Allgemeinverständlichkeit unserer Beiträge auf hohem Niveau: Wir publizieren keine Beiträge in kryptischer Sprache, sondern legen Wert

darauf, dass jeder mitsprechen kann und Behandelte und Behandelnde sich auf Augenhöhe begegnen. Intention des Verlages und der DIATRA-Redaktion ist seit mittlerweile 30 Jahren die unabhängige und fundierte Berichterstattung über Dialyse, Organspende, Transplantation und alle damit verbundenen Themenbereiche.

- Kontrovers wird das aktuelle Geschehen für die Leserinnen und Leser aufbereitet und soll zu Diskussionen anregen beziehungsweise beitragen.
- Fachbeiträge zu allen relevanten Themen.
- Berichte von und über Organisationen, Institutionen und Selbsthilfegruppen geben einen Einblick in das Engagement zum Wohle der Betroffenen und ihrer Angehörigen
- Persönliche Erfahrungsberichte sollen Mut machen
- Ernährungsexperten bieten schmackhafte wie auch leicht nachzukochende Rezepte und sorgen so für Abwechslung in der manchmal vielleicht etwas faden Einheitsernährung.

KOMMENTAR | Persönliche Einordnung des Autors Dennis M StammDer AfD-Gesundheitspolitiker Martin Sichert rückt die Widers...
20/08/2026

KOMMENTAR | Persönliche Einordnung des Autors Dennis M Stamm
Der AfD-Gesundheitspolitiker Martin Sichert rückt die Widerspruchsregelung in die Nähe sozialistischer und kommunistischer Systeme und spricht vom „Volkskörper“. Bereits 2024 sagte er im Bundestag, es sei „frappierend, wie sehr Scholz Hitlers Politik nacheifert“. Unterstützerinnen des Gesetzentwurfs bezeichnete er als „alt und unfruchtbar“. Zudem äußerte er die Überzeugung, Hans Scholl wäre gegen die Widerspruchsregelung gewesen.
Der Kommentar unseres Redakteurs ordnet diese Aussagen historisch ein und befasst sich mit Sicherts Äußerungen zur Hirntoddiagnostik sowie mit den Regelungen des Gesetzentwurfs.
„Herr Sichert, Spanien ist kein sozialistischer Staat“: https://diatra.de/articles/2026/08/19/sichert-organspende-ist-kein-kommunismus

Hinweis: Der Beitrag gibt die persönliche Auffassung des Autors wieder.


56 Sek.

Was hat die Widerspruchsregelung bei der Organspende mit der Corona-Impfpflicht zu tun? Aus unserer Sicht: ziemlich weni...
19/08/2026

Was hat die Widerspruchsregelung bei der Organspende mit der Corona-Impfpflicht zu tun? Aus unserer Sicht: ziemlich wenig.
Dr. Stephan Pilsinger (CSU) hat in einem Punkt recht: Ein Gesetzeswechsel allein wird die Probleme der Organspende in Deutschland nicht lösen. Es braucht zudem bessere Klinikstrukturen, eine zuverlässige Spendererkennung, verlässliche Aufklärung und bestenfalls die Einführung der DCD.
Doch das sind keine Argumente gegen die Widerspruchsregelung, sondern Anforderungen an eine umfassende Reform.
Zu unserem einordnenden Kommentar: https://diatra.de/articles/2026/08/18/organspende-covid-impfung-pilsinger
Über die Widerspruchsregelung muss gestritten werden, ja: Aber bitte differenziert und ohne Reizwörter aus einer anderen Debatte.

17/08/2026

40 Jahre DIATRA-Verlag.
35 Jahre DIATRA.
5 Jahre gemeinnützig.
0 Gründe, leiser zu werden.

1986 wurde der DIATRA-Verlag gegründet. 1991 erschien die erste DIATRA – damals noch als Diatra-Journal. Seit 2021 sind wir gemeinnützig.

Daran hat sich nichts geändert: Wir wollen medizinisches Wissen verständlich machen und die Menschen erreichen, für die wir schreiben. Dabei geht es um das, was medizinisch wichtig ist und Menschen beschäftigt.

Danke an alle, die DIATRA lesen, für DIATRA schreiben, uns unterstützen, weiterempfehlen und manchmal auch widersprechen.

Wir sind noch lange nicht fertig.
Wir bleiben neugierig. Und dran. Für Euch.

Die ganze Geschichte findet Ihr hier:
https://diatra.de/articles/2026/08/17/40-35-5-0

Alles Weitere nächste Woche...
14/08/2026

Alles Weitere nächste Woche...

Neue Zahlen zur Organspende: Januar bis Juli 2026In Deutschland wurden 585 postmortale Organspender:innen registriert – ...
11/08/2026

Neue Zahlen zur Organspende: Januar bis Juli 2026

In Deutschland wurden 585 postmortale Organspender:innen registriert – nach 546 im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der postmortal gespendeten Organe stieg von 1.318 auf 1.460. Der Anteil der Multiorganspender:innen erhöhte sich von 77,8 auf 80,0 Prozent.

Im gesamten -Verbund stieg die Zahl der postmortalen Organspender:innen leicht von 1.298 auf 1.314. Österreich verzeichnete 117 Spender:innen nach 114 im Vorjahr.

Bei den postmortal gespendeten Organen steigerten sich die Werte verbundweit von 2.942 auf 3.009, in Österreich von 266 auf 279.

Auch bei den für Transplantationen genutzten postmortalen Organen ging es nach oben:

• Eurotransplant-Verbund: 4.337 nach 4.233
• Deutschland: 2.093 nach 1.887
• Österreich: 402 nach 388

Gleichzeitig bleiben die Wartelisten auf einem hohen Niveau. Zum 31. Juli 2026 warteten in Deutschland 7.845 Menschen auf ein Spenderorgan, in Österreich 698 und im gesamten Eurotransplant-Verbund 13.337.

Dabei bildet die offizielle Warteliste den tatsächlichen Bedarf nur unvollständig ab. Viele Betroffene werden gar nicht erst gelistet oder verlieren während der jahrelangen Wartezeit ihre Transplantationsfähigkeit. Eine kürzere Warteliste ist deshalb nicht automatisch eine gute Nachricht.

Mehr zum blinden Fleck der Wartelistenzahlen:
https://diatra.de/articles/2026/07/17/diatra-verlag-netzwerktreffen-2026-07-16

Die Zahlen zeigen: Es gibt weiterhin zu wenige Spenderorgane für zu viele Patient:innen. Deutschland macht Fortschritte – plus 7,1 Prozent bei den Spender:innen und jeweils knapp 11 Prozent mehr gespendete und genutzte Organe. Für Entwarnung reicht das noch lange nicht.

Organspende kann Leben retten. Deshalb zählt jede informierte und dokumentierte Entscheidung.

Jeder Tag ist Tag der !

Alle Zahlen und Vergleiche: https://diatra.de/articles/2026/08/11/statistiken-organspende-warteliste-transplantation

Wie immer zusammengestellt von Eurer freundlichen -Redaktion.

Widerspruchsregelung besser begründen – gegenüber Politik und ÖffentlichkeitBeim digitalen Netzwerktreffen des DIATRA-Ve...
20/07/2026

Widerspruchsregelung besser begründen – gegenüber Politik und Öffentlichkeit

Beim digitalen Netzwerktreffen des DIATRA-Verlags am 16. Juli diskutierten Betroffene, Angehörige und Fachleute, wie sich Argumente für die Widerspruchsregelung schärfen und in die Politik tragen lassen.

Zum Veranstaltungsbericht:
https://diatra.de/articles/2026/07/17/diatra-verlag-netzwerktreffen-2026-07-16

Eine zentrale Erkenntnis: Die Wartelisten bilden den Organmangel nur unvollständig ab. Rund 100.000 Menschen werden in Deutschland mit einer Dialyse behandelt, aber nur etwa 6.500 stehen auf der Warteliste für eine Spenderniere. Viele Betroffene werden nicht gelistet oder verlieren während der durchschnittlich zehnjährigen Wartezeit ihre Transplantationsfähigkeit.

Prof. Dr. Peter Schallenberg betonte: Die Widerspruchsregelung zwingt niemanden zur Organspende – ein Nein bleibt immer möglich. Eine fehlende Entscheidung verlagert die Verantwortung jedoch häufig auf die Angehörigen.

Prof. Dr. Bernhard Banas erläuterte, dass der vollständige und irreversible Ausfall aller Hirnfunktionen medizinisch sicher festgestellt werden kann.

Claudia Rygol stellte eine Argumentationshilfe für den Kontakt mit Bundestagsabgeordneten vor: mit der persönlichen Geschichte beginnen, Fakten belegen und klar um Unterstützung bitten. Besonders Schreiben aus dem eigenen Wahlkreis können etwas bewegen.

Jetzt gilt es, die Perspektive der Betroffenen in die politische Debatte zu tragen.

Am 30. September 2022 haben der gemeinnützige DIATRA-Verlag und die Deutsche Transplantationsgesellschaft das gemeinsame...
14/07/2026

Am 30. September 2022 haben der gemeinnützige DIATRA-Verlag und die Deutsche Transplantationsgesellschaft das gemeinsame Symbol für Organ- und Gewebespende der Gesellschaft geschenkt. Seitdem hat es seinen Weg gemacht.

Auf Lauftrikots. Auf T-Shirts. Auf Plakaten. In Info-Broschüren. Als Tattoo. Bei Veranstaltungen. In Deutschland und teils darüber hinaus.

Das Symbol wird getragen, gezeigt und weitergegeben. Genau dafür wurde es geschaffen.

Das Symbol ging aus einem erfolgreichen internationalen Wettbewerb hervor: Rund 100 Entwürfe aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Polen wurden eingereicht. Die Jury entschied sich für den Entwurf von Miriam Pujiula Buhl.

Zwei Menschen, verbunden durch ein Herz.

Ein einfaches, starkes Zeichen für Organ- und Gewebespende. Geschaffen, um sichtbar zu sein, wiedererkannt zu werden und Gespräche anzustoßen.

Und genau deshalb erinnern wir heute einfach noch einmal daran:

Zeig das Symbol. Nutze es. Gib es weiter.

Denn ein gemeinsames Zeichen lebt davon, dass es seinen Weg macht.

Mehr zum Symbol und zu seiner Nutzung:
https://diatra.de/services/cff99b7e-966f-4e6b-8ff0-ee54887e82a9

Und hier noch einmal das Video zur Vorstellung:
https://www.youtube.com/watch?v=0DrTJ0UeD8A

Um die Sichtbarkeit und Akzeptanz der Organ- und Gewebespende zu st...

Was war die letzten vier Wochen wichtig in Sachen Organspende, Transplantation, Nephrologie und Gesundheitspolitik?Der n...
13/07/2026

Was war die letzten vier Wochen wichtig in Sachen Organspende, Transplantation, Nephrologie und Gesundheitspolitik?

Der neue DIATRA Kompass für Juli 2026 gibt Euch die Antwort.

Wieder greifen wir die wichtigsten Themen auf, die wir auf DIATRA.de veröffentlicht haben – mit der Einordnung und dem Blick darauf, was sie für Patient:innen, Angehörige und Fachkreise bedeuten.

Dieses Mal geht es um die Widerspruchsregelung und die Organspende nach Herz-Kreislauf-Tod (DCD). Um neue Zahlen zur Organspende. Und darum, warum chronische Nierenerkrankungen noch immer viel zu oft erst spät erkannt werden.

Außerdem schauen wir auf neue Strukturen in der Nephrologie, auf die Versorgungssicherheit in der Dialyse und auf die Frage, wie viel zusätzliche „Eigenverantwortung“ Menschen mit chronischen Erkrankungen eigentlich noch tragen sollen.

👉 Hier geht’s zum DIATRA Kompass Juli 2026: https://news.diatra.de/diatra-kompass-juli-2026/

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Organspende ist nicht nur eine medizinische Frage.Sie berührt die Autonomie von Patient:innen, das gesellschaftliche und...
13/07/2026

Organspende ist nicht nur eine medizinische Frage.

Sie berührt die Autonomie von Patient:innen, das gesellschaftliche und persönliche Verständnis von Tod. Und sie stellt die Frage, wie weit gesellschaftliche Solidarität reichen kann.

Vor diesem Hintergrund setzt sich der Moraltheologe und christliche Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Peter Schallenberg mit der Widerspruchslösung auseinander. Aus moraltheologischer und medizinethischer Perspektive fragt er, unter welchen Voraussetzungen Organspende als freie Entscheidung und als Akt der Nächstenliebe verstanden werden kann.

Sein Fazit: Eine Widerspruchslösung ist ethisch vertretbar, wenn sie mit umfassender Aufklärung, Transparenz und der tatsächlichen Möglichkeit zum Widerspruch verbunden ist.

Zum Beitrag (natürlich wie immer ohne Paywall):
https://diatra.de/articles/2026/07/13/organspende-und-wsr

Adresse

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Mainz
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