01/07/2026
Ortstermin am Vogelstangsee: Viel Bewegung im Gespräch – aber die Fontäne bleibt still
Beim vom Bezirksbeirat Vogelstang angeregten Ortstermin am Vogelstangsee kamen Vertreterinnen und Vertreter der Stadt, der Bezirksbeiräte Vogelstang und Wallstadt sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger zusammen, um sich ein aktuelles Bild vom Zustand rund um den See zu machen.
Im Mittelpunkt standen zwei Themen, die viele schon länger beschäftigen: die Umwälzpumpe zwischen Unter- und Obersee sowie die Fontäne, die seit geraumer Zeit außer Betrieb ist.
Zunächst gab es eine gute Nachricht: Die erneuerte Umwälzpumpe funktioniert wieder zuverlässig und sorgt dafür, dass Wasser vom unteren in den oberen See gefördert wird. Im Pumpenraum konnten sich die Anwesenden selbst davon überzeugen – ein wichtiger Baustein für das ökologische Gleichgewicht des Sees ist damit wieder in Betrieb.
Weniger erfreulich fiel die Auskunft zur Fontäne aus. Die Stadt stellte klar, dass aufgrund der angespannten Haushaltslage in absehbarer Zeit keine Reparatur möglich ist. Diese Nachricht sorgte bei vielen Anwesenden für Enttäuschung, denn die Fontäne war über viele Jahre hinweg ein prägendes Element des Vogelstangsees und hat das Bild des Naherholungsgebiets entscheidend mitgeprägt.
Auch weitere Themen wurden angesprochen. So wies Gerd Schmitt von der Modellsportgruppe des Bürgervereins auf die zunehmende Verlandung bzw. geringere Wassertiefe im Obersee hin. Dadurch sei der Betrieb von Regatten derzeit kaum noch möglich.
Aus dem Bezirksbeirat kam ebenfalls Gesprächsbedarf: Marc Christen (Grüne) fragte nach der Wasserqualität des Sees, konnte hierzu jedoch vor Ort keine konkreten Informationen erhalten, da dies nicht im Zuständigkeitsbereich der Stadt liege. Der Hinweis „Fische sind ja da“ blieb dabei eher unbefriedigend.
Im weiteren Verlauf wurden verschiedene Ideen diskutiert, wie es mit der Fontäne weitergehen könnte. Catherina Field (CDU) regte an, mögliche private oder gewerbliche Sponsoren anzusprechen, die sich im Rahmen eines Sponsorings an einer Wiederinbetriebnahme beteiligen könnten – etwa mit einer kleinen Tafel als Gegenleistung. Auch die Idee, zunächst ein fachliches Gutachten zur Schadenslage und zu möglichen Kosten einzuholen, wurde vorgeschlagen, um überhaupt eine belastbare Grundlage zu haben. Die Stadt hatte jedoch bereits zuvor deutlich gemacht, dass auch hierfür derzeit keine Mittel zur Verfügung stehen.
Als pragmatische Zwischenlösung wurde angeregt, zumindest unverbindliche Kostenschätzungen bei Fachfirmen für Fontänenbau einzuholen. Aus der Bürgerschaft kam zudem der Vorschlag, einen Förderverein zu gründen, der sich langfristig für den Erhalt und die Zukunft der Fontäne engagiert.
Am Ende bleibt der Eindruck eines konstruktiven Austauschs – mit vielen guten Ideen, aber auch klaren finanziellen Grenzen. Für den Vogelstangsee bedeutet das: Die Pumpentechnik läuft wieder, doch bei der Fontäne bleibt leider erst einmal alles beim Alten.