05/05/2026
Leider die Realität und unakzeptabel
Medienarbeit der Feuerwehr schadet dem Journalismus massiv
Am Saurüsselkopf in den Chiemgauer Alpen brennt seit Sonntagabend der Wald auf 50 bis 60 Hektar. Bis zu 250 Einsatzkräfte und Bundeswehrhubschrauber kämpfen gegen das Feuer, das ein Trinkwasserschutzgebiet für 30 000 Bürger bedroht.
Die Löscharbeiten wurden heute intensiviert. Die Bundeswehr hilft laut Landratsamt Traunstein mit Hubschraubereinsätzen.
Für Medien ist das heute ein interessantes Thema, insbesondere sind dabei Fotos gefragt. Unser Fotografen Kollege Ferdinand-Dörfler hätte auch gerne Bilder vom Einsatz der Hubschrauber geliefert, doch die Einsatzkräfte der Feuerwehr verwehrten ihm und drei weiteren Kollegen den Zugang zu einem Parkplatz, von welchem das Geschehen beobachtet werden konnte. Anlieger durften den Parkplatz indes betreten.
Die Rechtsabteilung des BJV intervenierte daraufhin erfolgreich beim Landratsamt Traunstein gegen diese Maßnahme. Den Kollegen wurde der Zugang ermöglicht. Freilich war es zu diesem Zeitpunkt zu spät. Kollege Ferdinand-Dörfler beziffert seinen Honorarausfall heute auf 450 Euro.
Inzwischen kursieren im Netz rund 800 Bilder der Feuerwehren zu dieser Brandkatastrophe, die Einsatzkräfte liefern den Medien zumeist kostenloses Bildmaterial. (tm)