16/06/2026
Marl baut eigene Partnerschaft für Demokratie auf
Stadt und Diakonie stärken gemeinsam Teilhabe und Zusammenhalt
Die Stadt Marl wird künftig im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert und baut eine eigene Partnerschaft für Demokratie auf. Damit gehört Marl zu den bundesweit geförderten Kommunen, die sich für demokratische Teilhabe, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Prävention von Extremismus einsetzen.
Stadt hat Federführung
Koordiniert wird die Partnerschaft für Demokratie federführend durch die Stadt Marl. Die Umsetzung erfolgt gemeinsam mit dem Diakonischen Werk im Kirchenkreis Recklinghausen. Mit dem Programm sollen lokale Initiativen, Vereine, Schulen, Einrichtungen sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger bei Projekten zur Demokratieförderung und gesellschaftlichen Beteiligung unterstützt werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie auf Projekten im schulischen und außerschulischen Bildungsbereich.
Stimmen zum Programm:
Bürgermeister Thomas Terhorst begrüßt die Aufnahme Marls in das Bundesprogramm ausdrücklich: „Die Partnerschaft für Demokratie ist eine große Chance für unsere Stadt. Demokratie, Respekt und gesellschaftlicher Zusammenhalt entstehen vor allem dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen und sich aktiv einbringen können. Ich freue mich sehr, dass wir gemeinsam mit dem Diakonischen Werk und vielen engagierten Akteurinnen und Akteuren vor Ort neue Beteiligungs- und Begegnungsräume schaffen werden.“
Auch Sozialdezernentin Claudia Schwidrik-Grebe sieht in der Förderung einen wichtigen Schritt für die weitere Entwicklung der Stadtgesellschaft: „Demokratie lebt vom Mitmachen, vom Austausch und vom gegenseitigen Respekt. Mit der Partnerschaft für Demokratie schaffen wir neue Möglichkeiten, Engagement sichtbar zu machen und gemeinsam Verantwortung für das gesellschaftliche Zusammenleben in Marl zu übernehmen.“
David Cziudaj, Geschäftsfeldleiter und Trägervertreter des Diakonischen Werks, unterstreicht die Bedeutung der gemeinsamen Umsetzung: „Wir freuen uns sehr, dass wir als Träger gemeinsam mit der Stadt Marl die Partnerschaft für Demokratie im Rahmen von ‚Demokratie leben!‘ umsetzen dürfen. Für uns ist das ein starkes Signal: Demokratiearbeit gehört mitten in die Stadtgesellschaft. Mit der Koordinierungs- und Fachstelle schaffen wir eine Anlaufstelle für Menschen, Initiativen und junge Menschen, die sich für Vielfalt, Zusammenhalt und demokratische Werte engagieren möchten. Unser Ziel ist es, gute Ideen zu ermöglichen, Akteurinnen und Akteure zu vernetzen und Projekte sichtbar zu machen, die Marl als demokratische und vielfältige Stadt stärken.“
Netzwerke stärken
Geplant sind unter anderem Beteiligungsformate, Präventionsangebote, Workshops, Begegnungsprojekte sowie Maßnahmen gegen Diskriminierung, Extremismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Darüber hinaus sollen bestehende Netzwerke innerhalb der Stadtgesellschaft weiter gestärkt und neue Beteiligungsmöglichkeiten geschaffen werden. Dazu zählt unter anderem der Aufbau eines lokalen Bündnisses aus zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren. Auch das bestehende Kinder- und Jugendparlament wird als zentrales Gremium in die Strukturen einbezogen.
Aufbauphase hat begonnen
Die Aufbauphase der Partnerschaft für Demokratie hat bereits begonnen. In den kommenden Monaten werden die organisatorischen Strukturen weiterentwickelt, Förderrichtlinien finalisiert sowie erste Beteiligungs- und Vernetzungsformate vorbereitet. Ab sofort können zudem erste Projektideen und Förderanträge im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie Marl eingereicht werden. Gefördert werden insbesondere Projekte zur Demokratieförderung, Beteiligung, Prävention und gesellschaftlichen Teilhabe.
Informationen
Weitere Informationen, Förderrichtlinien, Antragsunterlagen sowie Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sind auf der Homepage der Stadt Marl unter www.marl.de/demokratieleben abrufbar. Das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ wird durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.
v.l.): Bürgermeister Thomas Terhorst, Tim Gonsch, Abteilungsleiter des Fachdienstes Flucht und Integration bei der Diakonie im Kirchenkreis Recklinghausen, Sozialdezernentin Claudia Schwidrik-Grebe, David Cziudaj, Geschäftsfeldleiter und Trägervertreter des Diakonischen Werks, Jugendamtsleiter Andreas Wesche sowie Jens Flachmeier für die Diakonie im Bereich Evangelische Jugendhilfe Ambulant in Marl, freuen sich auf neue Projekte für Teilhabe, Begegnung und Zusammenhalt in der Stadt.
Quelle: Pressestelle Stadt Marl