08/01/2026
Wenn Einsamkeit nicht mehr das Einzige ist,
was in dir wohnt, verändert sich etwas.
Nicht laut.
Nicht plötzlich.
Es wird stiller.
So, als hätte sich etwas über die Geräusche gelegt, ohne sie zu verdrängen.
Wie nach dem ersten Schnee.
Die Welt ist noch da.
Aber sie drängt nicht mehr.
Alles wirkt gedämpft.
Weicher.
Nicht leer.
Nur ruhiger.
Alleinsein fühlt sich dann nicht mehr eng an.
Eher wie Raum.
Wie ein Atemzug, der nicht beobachtet werden muss.
Vieles ist bereits gegangen.
Gefühlt.
Gelebt.
Verarbeitet.
Und aus dieser Stille
kann wieder Nähe entstehen.
Nicht aus Mangel.
Sondern aus Wahl.