DerSandwirt

DerSandwirt Der Sandwirt ist das Magazin des konstruktiven Widerstands. Manchmal reicht‘s einfach.

Manchmal muss man seine Stimme erheben, um sich selbst, seinen Werten und seinen Prinzipien treu zu bleiben. Seine Autoren verweigern jedem die Gefolgschaft, der sich über sie erheben und sie beherrschen will. Sie bieten jenen die Stirn, die sie mit Zwang und Gewalt zu Taten oder Unterlassungen nötigen, ihnen Meinungen vorgeben, ihnen gegenüber Privilegien beanspruchen und ihnen ihre Freiheit nehmen wollen.

18/08/2026

Frauen kämpfen seit Jahrzehnten für die Befreiung aus einem angeblich überholten patriarchalischen System. Vieles hat sich in den vergangenen 50 Jahren verändert – doch sind Frauen dadurch auch zufriedener geworden? Studien zeigen, dass die subjektive Zufriedenheit von Frauen im Verhältnis zu Männern tatsächlich sogar gesunken ist. Elias Gudwis @‌egudwis geht diesem überraschenden Befund nach und fragt, was hinter dem Paradox der sinkenden weiblichen Zufriedenheit steckt …

Elias Gudwis – „Geht es Frauen mit Gleichbeteiligung besser?“ jetzt auch zum Hören im Podcast:

Frauen kämpfen seit Jahrzehnten für die Befreiung aus einem angebli...

17/08/2026

Was geschieht, wenn Soldaten einen Befehl erhalten, der ihrem Gewissen widerspricht? Anfang des 19. Jahrhunderts führte diese Frage während der Haitianischen Revolution zu einer außergewöhnlichen Wendung – und zu einer Verbindung zwischen zwei Ländern, die kaum weiter voneinander entfernt liegen könnten: Haiti und Polen. Dawid Baran erzählt die kaum bekannte Geschichte dahinter:

Was geschieht, wenn Soldaten einen Befehl erhalten, der ihrem Gewissen widerspricht? Anfang des 19. Jahrhunderts führte diese Frage während der Haitianischen Revolution zu einer außergewöhnlichen Wendung – und zu einer Verbindung zwischen zwei Ländern, die kaum weiter voneinander entfernt lie...

17/08/2026
„Die Ironie der Geschichte ist, dass „Schrödingers Katze“, ursprünglich ja als Einwand gegen eine Theorie gedacht, heute...
17/08/2026

„Die Ironie der Geschichte ist, dass „Schrödingers Katze“, ursprünglich ja als Einwand gegen eine Theorie gedacht, heute als bekanntester Ausdruck der Quantenmechanik gilt – fast so, als hätte sich das herrschende System, gegen das sie gerichtet war, ihr Bild einfach einverleibt.

Was als Frage gedacht war, ist heute Antwort. Was ein Anstoß war, noch einmal genauer hinzuschauen, nicht zu schnell Schlüsse zu ziehen, ist nun konkrete Realität, Gewissheit. So und so ist das! Ach, das Kätzchen …“

Felix Leiter: https://www.dersandwirt.de/katze-raus/

„Daten der letzten Jahrzehnte legen nahe, dass die relative und (abhängig vom Land) teilweise auch die absolute subjekti...
17/08/2026

„Daten der letzten Jahrzehnte legen nahe, dass die relative und (abhängig vom Land) teilweise auch die absolute subjektive Zufriedenheit von Frauen gesunken ist. Die Gründe dafür sind unklar und könnten mehrere Ursachen umfassen“, so Elias Gudwis:

„Deutlich wird allerdings, dass das simple Narrativ, Gleichberechtigung und „Gleichbeteiligung“ schaffe automatisch mehr subjektives Wohlbefinden, nicht haltbar ist. Gleichzeitig bedeutet das allerdings nicht, dass eine Mehrbeteiligung von Frauen beispielsweise im Bereich der Wirtschaft oder Politik automatisch negative Folgen haben muss.“

https://www.dersandwirt.de/gleichbeteiligung/

17/08/2026

„[…] Ein deutsches Shenzhen – ein rechtlich abgegrenztes Territorium als echte Sonderwirtschaftszone mit minimaler Regulierung, niedrigen Steuern sowie maximaler Vertragsfreiheit – wäre schlagartig ein Magnet für internationales Kapital, unternehmerische Dynamik und hochqualifizierte Talente aus aller Welt. Hundert solcher Freizonen über den europäischen Kontinent verteilt würden die Alte Welt tatsächlich wieder zu einem der dynamischsten Wirtschaftsräume des Planeten machen – ironischerweise genau die Vision, die die EU versprach und nie gehalten hat.

Das Herausragende an diesem Paradigma ist seine vollkommene Kompatibilität mit einem gelähmten politischen Apparat. Wenn ein solcher Schritt für die Nomenklatur der Kommunistischen Partei Chinas möglich war, dann ist er erst recht für verunsicherte CDU-Politiker gangbar. Auch die hiesigen Eliten spüren in lichten Momenten, dass ihre Regulierungsutopien in der Sackgasse stecken; was ihnen fehlt, ist ein gesichtswahrender Ausweg. Sonderwirtschaftszonen bieten genau dieses Narrativ: Sie versprechen ökonomisches Wachstum und Wohlstand, ohne dass man das bestehende Steuer- und Sozialrecht mühsam gegen den Widerstand von Lobbys und Gewerkschaften umbauen müsste.

Selbst die Europäische Kommission hat mit Initiativen wie dem Konzept des „28. Regimes“ (EU Inc.) im Ansatz erkannt, dass es einfacher ist, eine neue europäische Option für Unternehmensgründungen neben die zähen notariellen Gründungsprozesse für Kapitalgesellschaften der Mitgliedsstaaten zu stellen, anstatt zu versuchen, die nationalen gewachsenen bürokratischen Gepflogenheiten direkt abzuschaffen. Wir können diesen Gedanken konsequent weiterdenken: Warum schaffen wir nicht rechtliche Freiräume nach dem Muster europäischer Überseegebiete – wie Französisch-Guayana oder Sonderstatus-Inseln –, die geografisch mitten in Europa liegen, aber von den lähmenden EU-Verordnungen ausgenommen sind? Juristisch ist das möglich.

Unsere strategische Aufgabe als Libertäre sollte es daher nicht länger sein, im Hamsterrad der Parteienpolitik um fünfprozentige Steuersenkungen zu bitten oder vergebens auf den großen Befreiungsschlag einer politischen Kettensäge zu hoffen. Wir sollten unsere Energie darauf konzentrieren, die intellektuellen, juristischen und organisatorischen Baupläne für solche Sonderzonen so präzise und attraktiv auszuarbeiten, dass sie von festgefahrenen Regierungen – jedweder Richtung – in Momenten der Ausweglosigkeit einfach als vorgefertigte Instrumente ergriffen und umgesetzt werden können. Machen wir es den Politikern einfach, sich selbst überflüssig zu machen.“

Autor: Robert Bernhardt

Artikel: Sonderzonen statt Kettensäge

Link:

Am Stammtisch heißen wir Robert Bernhardt herzlich willkommen. Er zeigt, warum die große politische Kettensäge in Deutschland kaum funktionieren kann – und warum echte Freiheit vielleicht ganz anders entstehen könnte: durch Sonderwirtschaftszonen nach dem Vorbild von Shenzhen.

„Wir müssen uns der ernüchternden Realität stellen: Bessere Ideen setzen sich in einer Wohlfahrtsdemokratie leider nicht...
16/08/2026

„Wir müssen uns der ernüchternden Realität stellen: Bessere Ideen setzen sich in einer Wohlfahrtsdemokratie leider nicht von selbst durch. Schon ein winziger Schritt der Reform – etwa die Absenkung der deutschen Staatsquote zurück auf das Niveau von 2019 –, würde das etatistische System keineswegs erschüttern, sondern es im Gegenteil stabilisieren, indem es den verbleibenden Reformdruck für ein weiteres Jahrzehnt absorbiert.

Die Kettensäge à la Milei mag als popkulturelles Symbol der Freiheit faszinieren. Aber sie ist auf dem europäischen Kontinent ein Pfad, der den maximalen, konzentrierten Widerstand des gesamten politisch-akademisch-medialen Komplexes heraufbeschwört. Natürlich müssen viele dieser intellektuellen Konflikte offen ausgetragen werden, doch zu versuchen, heroisch mit dem Kopf durch die Wand der gewachsenen Bürokratiemoloche zu rennen, ist keine elegante Strategie. Unsere ökonomischen Analysen und unser Verständnis von Anreizstrukturen sind den Denkmodellen unserer kollektivistischen Gegner zwar meilenweit überlegen, doch wir verlieren unweigerlich, sobald wir uns auf einen demokratischen Beliebtheitswettbewerb darüber einlassen, wer den durch Jahrzehnte der Umverteilung konditionierten Durchschnittswähler auf der Straße besser überzeugen kann.

Wir benötigen daher eine Strategie, die keine faulen Kompromisse bei unseren libertären Grundprinzipien erfordert, aber gleichzeitig unter der nüchternen Prämisse funktioniert, dass wir niemals breite demokratische Mehrheiten für eine echte „bürgerliche Revolution“ organisieren werden.

Lasst uns diejenigen sein, die nicht länger dem romantischen Mythos der großen, rettenden Systemreform hinterherlaufen. Es spricht alles dafür, dass Deutschland und die Europäische Union den Zustand der strukturellen Unreformierbarkeit von innen heraus längst erreicht haben.“

Robert Bernhardt: https://www.dersandwirt.de/sonderzonen/

Adresse

Mühlestrasse 2
Moos
78345

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