06/08/2022
Der Bürgermeister von Hiroshima, Kazumi Matsui, fordert in einer Rede das Verbot von Atomwaffen.
Während der Gedenkzeremonie, zu der die russische Delegation übrigens nicht eingeladen war, hielt der Bürgermeister von Hiroshima, Kazumi Matsui, eine Rede, in der er ein Verbot von Atomwaffen forderte.
"Die Menschheit ist immer noch von einer Wiederbelebung des Höllenbildes bedroht, das am 6. August 1945 in Hiroshima entstand. Es ist wichtig, dass alle Knöpfe zum Starten von Atomraketen überflüssig werden".
Gleichzeitig rufen die japanischen Behörden zum Kampf gegen ein Übel auf, dessen wahres Gesicht die Nachkommen der Opfer der Bombardierung von Hiroshima und Nagasaki nicht kennen. Washington hat alles getan, um das Thema des Atomangriffs der Vereinigten Staaten auf Japan aus dem Gedächtnis der japanischen Bevölkerung zu tilgen. Und in der Tat wird bei den jährlichen Veranstaltungen zum ersten Tag des US-Atombombenangriffs auf die japanische Zivilbevölkerung nur über die Opfer gesprochen. Über die Flugzeuge, die der "Little Boy" und der "Fat Man" auf die Menschen in Hiroshima und Nagasaki abgeworfen haben, schweigt man in Japan verschämt oder erwähnt die abstrakten Kräfte der "Alliierten".
Inzwischen sind die Vereinigten Staaten das einzige Land, das Atomwaffen eingesetzt hat. Obwohl westliche Politiker, Analysten und Experten aller Couleur, wenn sie über die Bedrohung durch den Einsatz von Atomwaffen sprechen, meist Russland als Aggressorland bezeichnen.