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edition text+kritik Entdecken Sie die neuen Publikationen aus Literatur-, Film- und Musikwissenschaft! Hier erfahren Sie mehr über den Verlag und sein Programm.

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Das Musikvideo changiert zwischen Kommerz und Kult, zwischen Trash und Kunst. Seine Wurzeln liegen bereits in der Zeit d...
04/06/2026

Das Musikvideo changiert zwischen Kommerz und Kult, zwischen Trash und Kunst. Seine Wurzeln liegen bereits in der Zeit des Stummfilms und seine Zukunft reicht – so ist zu hoffen – weit über die Generierung durch Künstliche Intelligenz hinaus.
Musikvideos kennen alle – die Älteren vorwiegend noch von MTV oder VIVA, die Jüngeren eher von Plattformen wie YouTube oder aus den sozialen Medien. Auf den ersten Blick sind Musikvideos Werbung für aktuelle Neuheiten der populären Musik, auf den zweiten Blick oft anspruchsvolle künstlerische Kurzfilme von prämierten Filmregisseur:innen. Ihre Komplexität ergibt sich bereits aus den begrifflichen Dimensionen der Worte Musik und Video, aus denen sich die Bezeichnung Musikvideo zusammensetzt. Dieser Band führt in die Thematik ein, indem er sowohl die filmische Tradition als auch die musikalische Fokussierung des Musikvideos betrachtet und erläutert, wie beide zusammenkommen und letztlich ein ausdifferenziertes Genre mit vielfältigen Verbreitungsformen bilden. Die Varianten reichen vom klassischen Performance-Video, das eine:n Musiker:in oder eine Band bei der Darbietung eines Songs zeigt, bis zum parodistischen Fan-Clip.

Zum Titel: https://www.etk-muenchen.de/search/Details.aspx?ISBN=9783689301033

Die langjährige Verbundenheit der Künstlerpaare Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp sowie Hugo Ball und Emmy Ball-Hennings b...
02/06/2026

Die langjährige Verbundenheit der Künstlerpaare Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp sowie Hugo Ball und Emmy Ball-Hennings bildet einen thematischen Schwerpunkt des aktuellen Hugo-Ball-Almanachs.
Am Beispiel dieser vier Kunstschaffenden wird die besondere Dynamik von Paarkonstellationen untersucht, die sich über den Tod der Partnerin bzw. des Partners hinaus fortschreibt. Es schließt sich eine Analyse von Balls bruitistischem "Krippenspiel" an, das 1916 im Cabaret Voltaire uraufgeführt, jedoch erst 70 Jahre später aus dem Nachlass veröffentlicht wurde und heute als zentraler Text des Dadaismus gilt. Rekonstruiert werden Leben und Werk des an Dada Berlin beteiligten, jedoch kaum bekannten Künstlers Jefim Golyscheff (1897–1970). Ein weiterer Beitrag zeigt Berlin als Schauplatz mehrerer spektakulärer "Revolutionsbälle", die innerhalb weniger Jahre in verschiedenen künstlerischen wie gesellschaftspolitischen Kontexten (Sezession, Expressionismus, Räterevolution) stattfanden. Daneben wird Ferdinand Hardekopfs Rezeption des Futurismus belegt, und die vor Kurzem gegründete Emmy-Hennings-Gesellschaft stellt sich vor. Zudem dokumentiert der aktuelle Band die jüngsten künstlerischen Aktivitäten des heutigen Cabaret Voltaire in Zürich. Abschließend werden im Rezensionsteil neue Publikationen zu Hugo Ball und Dada besprochen.
Neben dem vielfältigen Werk seines Namensgebers beschäftigt sich der 1977 von der Stadt Pirmasens als Forum der Hugo-Ball-Forschung ins Leben gerufene Hugo Ball Almanach auch mit Autoren und Künstlern aus dem Umkreis Balls und des Züricher Dadaismus.
https://www.etk-muenchen.de/search/Details.aspx?ISBN=9783689301699

Haruki Murakami (*1949) gilt als erfolgreichster zeitgenössischer Autor Japans. Früh brach er mit der klassischen Erzähl...
01/06/2026

Haruki Murakami (*1949) gilt als erfolgreichster zeitgenössischer Autor Japans. Früh brach er mit der klassischen Erzählkunst seines Heimatlandes, indem er sich stilistisch auch an die Pop-Kultur anschmiegte. Halb in der Realität, halb im Fantastischen angesiedelt, bildet Musik häufig ein Scharnier, das das Wandeln zwischen verschiedenen Welten ermöglicht. In vielen Werken Murakamis schimmern hinter dem Text Tonspuren durch, die in diesem Buch in den Fokus gerückt werden.

Gemeinsam mit seiner Frau eröffnete Murakami nach dem Studium einen Jazz-Club, in dem er auch seine ersten Veröffentlichungen zu Papier brachte, ehe er sich dazu entschloss, freischaffender Schriftsteller zu werden. Nach dem Ringen um einen eigenen Stil beschrieb der Autor seine Textarbeit mehrfach mit einer musikalischen Improvisation – kein Wunder also, dass Musik in seinem Schaffen eine besondere Rolle einnimmt. Welche Macht diese in Murakamis Werken hat, wird anhand zahlreicher Zitate und Interpretationsansätze dargestellt. Zudem kann die Sogkraft seiner Fiktion an frei erfundenen Aufnahmen nachvollzogen werden, indem gezeigt wird, dass sich Musikerinnen und Musiker durch seine Texte dazu inspirieren ließen, das Fiktive real erklingen zu lassen.

Zum Titel: https://www.etk-muenchen.de/search/Details.aspx?ISBN=9783689301545

Die wichtigsten Quellen des leviathanischen Weltbildes, mit dem Arno Schmidt 1949 ins Licht der literarischen Öffentlich...
22/05/2026

Die wichtigsten Quellen des leviathanischen Weltbildes, mit dem Arno Schmidt 1949 ins Licht der literarischen Öffentlichkeit trat, lassen sich nach bisherigem Kenntnisstand wie folgt zusammenstellen: Physikalisch-kosmologische Inhalte sind bis in Schmidts Schulzeit zurückzuverfolgen, wo er Teilnehmer der philosophischen Arbeitsgemeinschaft des Mathematiklehrers W***y Hasenfelder war und an die bahnbrechenden Theoreme Einsteins herangeführt wurde. Ein ähnlich wirkmächtiger, freilich älterer Hintergrund bestand für biologische Wissensbestände in Form des Darwin’schen Theoriengebäudes, das während Schmidts Schulzeit nicht nur weithin akzeptiert, sondern längst zum inhaltlich modernisierten Neodarwinismus fortgeschritten war. Einigermaßen selbstverständlich kannte Schmidt den Namen des berühmtesten deutschen Darwin-Propagators Ernst Haeckel, der zwar seit 1919 nicht mehr unter den Lebenden weilte, in populärwissenschaftlichen Texten jedoch präsent blieb. Zu den fleißigsten Haeckelismen-Verbreitern zählte unter anderem Wilhelm Bölsche – Schmidt las mit "Naturgeheimnis" mindestens eines der besagten Bölsche-Werke, wahrscheinlich aber noch mehr.
https://www.etk-muenchen.de/search/Details.aspx?ISBN=9783689302733

„Wir haben es nicht gut gemacht“, so lautet der Titel des 2022 erschienenen Briefwechsels von Ingeborg Bachmann und Max ...
15/05/2026

„Wir haben es nicht gut gemacht“, so lautet der Titel des 2022 erschienenen Briefwechsels von Ingeborg Bachmann und Max Frisch über deren schwierige Liebesbeziehung, die mit Bezeichnungen wie Verhängnis, Unheil, Kampf, Zerfetzung und Niederlage bedacht wurde. „Doch kein rachsüchtiger Tyrann“, war Ina Hartwigs Besprechung des Briefwechsels überschrieben – ein deutlicher Hinweis darauf, wohin sich das Bild des einstigen Feuilletonlieblings Max Frisch entwickelt hatte. Aber Identitätsfragen, (Selbst-)Bilder und (Fremd-)Zuschreibungen waren ja von Beginn an Kernthemen des am 15. Mai 1911 – vor 115 Jahren – geborenen Schweizer Autors, ebenso wie Geschlechterrollen und ihre Auflösung und die sprachliche Konstruktion von Biografien. Siehe seine berühmten Romane „Stiller“, „Homo faber“ und „Mein Name sei Gantenbein“ oder das Stück „Biographie. Ein Spiel“.
Sich mit Max Frisch, seiner Person und seinem Werk – auch den aus dem Nachlass veröffentlichten Texten – zu beschäftigen, lohnt sich immer wieder. Es zeigt sich schnell, das da, wie schon in den berühmten „Fragebögen“ seiner Tagebücher, mehr Fragen gestellt als Antworten (vor-)gegeben werden, mehr Zerrissenheit als Gewissheit herrscht. TEXT+KRITIK widmete Frisch das Doppelheft 47/48, das sowohl kanonische als auch frühe sowie aus dem Nachlass des 1991 verstorbenen Schriftstellers stammende Texte in den Blick nimmt und auch seine Rolle als öffentliche Person analysiert.
https://www.etk-muenchen.de/search/Details.aspx?ISBN=9783869162584

Am 1. Juli 2026 hätte Hans Werner Henze seinen 100. Geburtstag gefeiert. Als im Mai 1961 seine Oper "Elegy for Young Lov...
13/05/2026

Am 1. Juli 2026 hätte Hans Werner Henze seinen 100. Geburtstag gefeiert. Als im Mai 1961 seine Oper "Elegy for Young Lovers" uraufgeführt wurde, war der Komponist noch keine 35 Jahre alt. Wystan Hugh Auden und Chester Kallman hatten für Henze ein Libretto verfasst, das er im englischen Original vertonte. In den Text sind deutsche Wörter eingelassen, die feine Unterschiede zwischen britischem und europäischem Fühlen und Denken markieren.

Sprache, Bühne und Musik der Oper sorgen für humorvolle Unterhaltung, realisieren daneben aber auch sarkastisch zugespitzte oder gefühlstief gestaltete Passagen. Das Werk kann trotz der Verortung seines Plots im frühen 20. Jahrhundert in der Tradition der Opera semiseria gesehen werden. Sechs Solopartien tragen das Geschehen. Einen Chor gibt es nicht, wohl aber Ensembles von zwei bis sechs Stimmen. Aus dem Graben heraus wirkt ein Kammerorchester mit.

Die Hauptrolle, für die der Komponist von Anfang an Dietrich Fischer-Dieskau vorgesehen hatte, ist in sich böse und bizarr gebrochen: Ein Dichter wird zum Mörder, um ein Gedicht vollenden zu können. Eine Wahnsinnige, die visionäre Verse produziert, nutzt der kriselnde Dichter als Inspirationsquelle. Ein junges Liebespaar, das zu einem glücklichen Leben ansetzt, wird dem Tod durch Erfrieren ausgesetzt. Das Stück endet surreal – mit einer nur aus Vokalisen bestehenden Dichterlesung.

In dieser Monografie des Musikwissenschaftlers und Henze-Experten Peter Petersen wird der Gesamtverlauf der Oper narrativ präsentiert und dabei in seinem musikalischen Gehalt anhand der Partitur erläutert. Ergänzend sind Briefe aus den Jahren 1960/61 abgedruckt und kommentiert, die zeigen, dass sich die drei Künstler schätzten, in inhaltlichen Fragen gleichwohl nicht immer übereinstimmten.

Zum Titel: https://www.etk-muenchen.de/search/Details.aspx?ISBN=9783689302160

Der Österreicher Clemens Gadenstätter (*1966) studierte zunächst Komposition bei Erich Urbaner und Flöte bei Wolfgang Sc...
12/05/2026

Der Österreicher Clemens Gadenstätter (*1966) studierte zunächst Komposition bei Erich Urbaner und Flöte bei Wolfgang Schulz an der Musikhochschule Wien, danach Komposition bei Helmut Lachenmann an der Musikhochschule in Stuttgart. Seit 2003 lehrt er als Professor für Musiktheorie und -analyse an der Musikuniversität Graz.

Sein Komponieren beschreibt Gadenstätter als "Arbeit an der Welt, an mir in dieser Welt" (2014), und zwar in Form einer "Re-Synthese – also die Konstruktion von Meta-Kontexten –", die zu einer "Neubestimmung der Elemente" führen soll (2000). Damit bezeichnet ist eine Musikästhetik, die die Kontingenz musikalischer Wahrnehmung kompositorisch in den Fokus nimmt, um neue existenzielle Erfahrungen durch Musik zu ermöglichen.

Mit Beiträgen von Alberto Arroyo, Jörn Peter Hiekel, Andreas Karl, Susanne Kogler, Michael Rebhahn und Monika Voithofer.

Zum Titel: https://www.etk-muenchen.de/search/Details.aspx?ISBN=9783689301446

"So geschützt konnte Hermann Grab sich bilden, dass ihm der österreichische Impressionismus noch selbstverständlich war,...
11/05/2026

"So geschützt konnte Hermann Grab sich bilden, dass ihm der österreichische Impressionismus noch selbstverständlich war, als längst die spiegelnd glatte Fläche der Gesellschaft zerbrochen lag. Er hat den poetischen Konflikt des zarten Subjekts mit der befestigten Bürgerlichkeit nachgelebt, während schon Kafka die schwarzen Parabeln schrieb, in denen das Subjekt einzig noch als verendendes erscheint." Theodor W. Adorno
Das Leben von Hermann Grab (1903–1949), einem der zentralen Vertreter der letzten Generation der deutschsprachigen Literatur Prags, gibt Einblicke in die Prager Moderne, in die europäische Musikgeschichte, die Etablierung der Soziologie als akademische Wissenschaft in der Weimarer Republik und in das Pariser sowie New Yorker Exil. Grab studierte Musiktheorie bei Alexander Zemlinsky und hatte Kontakt zum Kreis um Arnold Schönberg, er war ein Weggefährte von Adorno und Gottfried Salomon.
1935 erschien sein erster, viel gelobter Roman "Der Stadtpark". Vier Jahre später war die Rückkehr nach Prag von einer Pariser Konzertreise nicht mehr möglich. Als einer der letzten Gesprächspartner Walter Benjamins berichtete Grab von dessen Flucht durch Frankreich und seinem Tod an der spanischen Grenze, bevor er selbst aus Europa entkam, um das Musikexil Manhattans zu prägen.
https://www.etk-muenchen.de/search/Details.aspx?ISBN=9783689301675

Vor 100 Jahren, am 6. Mai 1926, wurde in Frankfurt am Main der Schriftsteller Franz Mon geboren, der zunächst als Verlag...
06/05/2026

Vor 100 Jahren, am 6. Mai 1926, wurde in Frankfurt am Main der Schriftsteller Franz Mon geboren, der zunächst als Verlagslektor arbeitete, bevor er 1960 die legendäre avantgardistische Anthologie „movens“ mitherausgab und 1962 den Typos-Verlag gründete. Mon veröffentlichte Lyrik, Hörspiele und Essays und gilt als einer der herausragenden Vertreter der Konkreten Poesie. 1987 war er auf documenta 8 vertreten, bis 2000 lehrte er Grafik/Design in Kassel, Karlsruhe und an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main. Er starb 2022.
„Sprache wird bei Mon Stimme, Stimme wird Schrift, Schrift wird Bild, Bild wird Text“, schrieb der Autor Michael Lentz über Mons Lautgedichte, und TEXT+KRITIK Heft 60 widmet sich u.a. der Poetik Mons („Sprachkritik und Spracherotik in der experimentellen Literatur“), der Unverständlichkeit („Zur Krise der Repräsentanz“), der Fortbewegung von Textmengen und der ästhetischen Grenzüberschreitung. Und enthält Texte von Franz Mon selbst - der Titel des ersten ist: „Geburtstag“.
https://www.etk-muenchen.de/search/Details.aspx?sort=1&q=franz+mon&ISBN=9783921402610

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