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edition text+kritik Entdecken Sie die neuen Publikationen aus Literatur-, Film- und Musikwissenschaft! Hier erfahren Sie mehr über den Verlag und sein Programm.

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Vor 130 Jahren, am 5. September 1896, wurde in Wien Heimito von Doderer geboren, der Autor des - nach seiner Kollegin Hi...
05/09/2026

Vor 130 Jahren, am 5. September 1896, wurde in Wien Heimito von Doderer geboren, der Autor des - nach seiner Kollegin Hilde Spiel - „langatmigsten“ Romans „seit Proust“. Aber natürlich war Doderers „Strudlhofstiege“ für Spiel auch ein „aufregendes Buch (…) mit einer solchen detaillierten Erforschung menschlicher Beziehungen, daß man sich in eine völlig andere Welt versetzt sieht“. Das gilt bis heute, und es gilt auch für andere Doderer-Bücher wie „Die Dämonen“ oder „Die Merowinger oder Die totale Familie“.
TEXT+KRITIK hat Doderer, der - wegen seines frühen Eintritts in die NSDAP und seiner Vorliebe für die Schilderung grandioser Wutanfälle - so umstritten wie als Virtuose grotesken Fabulierens und eindringlicher Zeitanalytiker berühmt ist, ein Heft gewidmet, das die elementaren und auch bis dato vernachlässigte Dimensionen seines Werks aufschließt.
https://www.etk-muenchen.de/search/Details.aspx?sort=1&q=doderer&ISBN=9783883776644

📚 Neuerscheinung: Herbert von Karajan – Macht, Ohnmacht, Vermächtnisaus der Reihe SOLO – Porträts und ProfileHerbert von...
28/08/2026

📚 Neuerscheinung: Herbert von Karajan – Macht, Ohnmacht, Vermächtnis

aus der Reihe SOLO – Porträts und Profile

Herbert von Karajan (1908–1989) zählt zu den berühmtesten, zugleich aber auch widersprüchlichsten Dirigenten des 20. Jahrhunderts.

Wie wurde aus dem Dirigenten, dessen Aufstieg im Nationalsozialismus begann, der gefeierte „Generalmusikdirektor Europas“? Wie prägten Macht, Kontrolle, Technik und künstlerischer Perfektionsanspruch seine Karriere – und welche Konflikte waren damit verbunden?

Unter Einbeziehung alter und neuer Dokumente zeichnet das Buch ein differenziertes und zeitgemäßes Porträt Karajans. Im Zentrum steht die Dialektik von Macht und Ohnmacht: zwischen künstlerischer Selbstbestimmung und institutionellen Konflikten, zwischen Dirigent, Regisseur, Unternehmer und Technik-Visionär.

Ein Buch über eine außergewöhnliche Künstlerpersönlichkeit, deren Vermächtnis bis heute Fragen aufwirft.

👉 https://doblinger.at/shop/512807-herbert-von-karajan-solo-330198 =

Von innovativen Beiträgen zu Genres wie dem Wissenschaftsfilm oder der Produktion pornografischer Filme im frühen Kino ü...
25/08/2026

Von innovativen Beiträgen zu Genres wie dem Wissenschaftsfilm oder der Produktion pornografischer Filme im frühen Kino über melodramatische Musicals und radikale Revolutionsfilme bis hin zur Speerspitze zeitgenössischer Filmkunst – Argentinien zählt zu den bedeutenden Filmländern, dessen vielfältige Produktion sich zu entdecken lohnt.
Der Band zeichnet signifikante Entwicklungen des argentinischen Films nach und ordnet sie in historische, politische und kulturelle Kontexte ein. Strukturiert ist diese Filmgeschichte primär nach Themen und Genres. Ein Fokus liegt dabei auf filmischen Verhandlungen nationaler Identität und sozialer Zugehörigkeit sowie auf der Darstellung von Geschlechterordnungen. So widmet sich ein Kapitel der "nationalen" Figur des Gaucho im Film unter Berücksichtigung von Bezügen zur Literatur und Populärkultur. Ferner liegt ein Augenmerk auf dem Tangofilm mit seinen transnationalen Verflechtungen und den medienübergreifenden Verbindungen zu Musik, Tanz und Theater. Ein weiteres Kapitel befasst sich mit dem Politfilm, insbesondere mit dem sogenannten "Militanten Kino", das soziale Ungleichheit beenden und aktivistisch zu einer gerechteren Gesellschaft beitragen wollte. Ebenfalls näher beleuchtet wird die filmische Darstellung des Staatsterrorismus während der Militärdiktatur (1976–1983). Zu den behandelten Themen zählen ferner Entwicklungen des Dokumentar- und Experimentalfilms, die Regiearbeiten von Filmregisseurinnen und der argentinische Autorenfilm der Gegenwart.

Zum Titel: https://www.etk-muenchen.de/search/Details.aspx?ISBN=9783967077414

Das 1965 uraufgeführte Musiktheaterwerk "Die Gespenstersonate" ist das erste einer ganzen Reihe erfolgreicher Bühnenstüc...
24/08/2026

Das 1965 uraufgeführte Musiktheaterwerk "Die Gespenstersonate" ist das erste einer ganzen Reihe erfolgreicher Bühnenstücke von Aribert Reimann (1936–2024) und wird oft als Kristallisationspunkt der "Literaturoper" bezeichnet.

In fünf Beiträgen widmet sich der Band verschiedenen Besonderheiten des Werkes, die er in einen größeren Kontext stellt. Das Spektrum der Ansätze reicht dabei von Reflexionen der Dramaturgie über Analysen musikalischer Gestaltungsmittel bis hin zur Erkundung und Erörterung des reichen Bestands unveröffentlichter Quellen.

Der Band entstand in Kooperation mit der Semperoper Dresden und versammelt Beiträge Florian Besthorn, Michael Jakumeit, Julian Lembke, Wolfgang Rathert und Benedikt Stampfli.

Zum Titel: https://www.etk-muenchen.de/search/Details.aspx?ISBN=9783967079272

Mit der Institutionalisierung höherer Musikausbildung gingen seit jeher auch Bestrebungen einher, Zugänge und Abschlüsse...
21/08/2026

Mit der Institutionalisierung höherer Musikausbildung gingen seit jeher auch Bestrebungen einher, Zugänge und Abschlüsse durch Zulassungsvoraussetzungen, Prüfungs- und Zertifizierungsverfahren zu regulieren. Das Buch rekonstruiert die Geschichte dieser Regulierungsbestrebungen, deren Ursachen und Folgen, die damit verbundenen Interessen und Debatten vom frühen 19. Jahrhundert bis in die NS-Zeit.

Welche Interessen und Hoffnungen verbanden sich mit der Einführung von Zulassungs-, Prüfungs- und Zertifizierungsverfahren? Welche mit ihrer Verhinderung? Welche Rolle spielten dabei staatliche Akteure, Ausbildungsinstitutionen und berufsständische Interessengruppen? In welchem Verhältnis stand die strukturelle Organisation höherer Musikausbildung zu sich wandelnden Auffassungen von staatlicher Kultur- und Bildungspolitik?

Zulassung, Prüfung und Zertifizierung erweisen sich dabei als Strukturmerkmale, an deren Entwicklung sich ein grundlegender Wandel des Verhältnisses der Musik zum öffentlichen Bildungswesen ablesen lässt. Ihre Regulierung diente als Hebel, Ausbildung und Berufszugang zu steuern und umzugestalten, erzeugte jedoch auch immer wieder Ambivalenzen und Reibungsflächen zwischen Normierungsbedürfnissen und Verständnissen von Musik als Kunst. Die Geschichte der Musikausbildung erscheint so aus einer neuen Perspektive. In deren Mittelpunkt stehen die rechtlichen und verwaltungstechnischen Rahmenbedingungen, unter denen sich spezifische Vorstellungen von musikalischer Bildung und professioneller Musikausbildung, von Kunst und Kunstlehre sowie von Prüf- und Lehrbarkeit herausbilden konnten.

Zum Titel: https://www.etk-muenchen.de/search/Details.aspx?ISBN=9783689302047

Wann Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen geboren wurde, 1621 oder 1622, weiß man nicht genau; gestorben ist er am ...
17/08/2026

Wann Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen geboren wurde, 1621 oder 1622, weiß man nicht genau; gestorben ist er am 17. August 1676, vor 350 Jahren. Anlass, an diesen schöpferischsten Autor des Barockzeitalters zu erinnern, dessen Roman „Der abenteuerliche Simplicissimus Teutsch“, in dem ein einfacherBauernjunge in die Wirren des Dreißigjährigen Krieges gerät, Thomas Mann als „Erzählwerk von unwillkürlichster Großartigkeit“ bezeichnete, „bunt, wild, roh, amüsant, verliebt und verlumpt“.
TEXT+KRITIK hat dem Autor und seinen an Fabulierkunst, gelehrten Anspielungen und satirischen Rundumschlägen reichen Werken sowie dessen Rezeption einen Sonderband gewidmet, der das Faszinosum Grimmelshausen für die heutige Leserschaft aufschließt.
https://www.etk-muenchen.de/search/Details.aspx?sort=1&q=grimmelshausen&ISBN=9783883779140

"Ja, mach nur einen Plan! / Sei nur ein großes Licht! / Und mach dann noch’nen zweiten Plan / Gehn tun sie beide nicht."...
14/08/2026

"Ja, mach nur einen Plan! / Sei nur ein großes Licht! / Und mach dann noch’nen zweiten Plan / Gehn tun sie beide nicht." Bertolt Brechts berühmte "Ballade von der Unzulänglichkeit menschlichen Planens" aus seiner "Dreigroschenoper" zeigt: Die Furcht vor dem unzulänglichen Leben und der Wille und Versuch, es zu überwinden, standen stets im Zentrum des Denkens und Schreiben dieses „Matadors des Veränderns“ (Ernst Bloch). Gleich, ob man sich mit dem Lyriker, dem Stückeschreiber, dem Prosaautor, dem marxistischen Theoretiker, dem Menschen Brecht beschäftigt, seine Auffassungen, seine Produktion, auch seine Widersprüche fordern immer wieder aufs Neue heraus.
Denn nach wie vor gilt, was die Neufassung des TEXT+KRITIK-Sonderbandes „Bertolt Brecht I“ leitet: „Die Brecht-Forschung hat gerade erst begonnen“. Brecht ist nun seit 70 Jahren tot, er starb am 14.8.1956. Doch die Beschäftigung mit seinem Werk kommt zu keinem Ende.
https://www.etk-muenchen.de/search/Details.aspx?ISBN=9783883778204

Agnès Varda (1928–2019) hat die künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten des Kinos im Laufe ihrer Karriere mit einer experi...
11/08/2026

Agnès Varda (1928–2019) hat die künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten des Kinos im Laufe ihrer Karriere mit einer experimentierfreudigen Handschrift nachhaltig weiterentwickelt, die sie selbst als "cinécriture" bezeichnet.
Vardas Schaffen, von "La Pointe Courte" (1954) über "Le Bonheur" (1965), "L’une chante l’autre pas" (1977) und "Les glaneurs et la glaneuse" (2000) zu "Visages Villages" (2017), bewegt sich zwischen dokumentarischem Realismus und poetischer Fiktion. Als eine der ersten europäischen Regisseur:innen überträgt sie Stilmittel aus Kunst, Literatur und Musik der Moderne auf die Leinwand. Spätestens seit ihrem internationalen Durchbruch mit Cléo de 5 à 7 (1961), in dem sich die Protagonistin vom Objekt männlicher Schaulust zu einer aktiv sehenden Flâneuse emanzipiert, sind Vardas modernistische Affinitäten mit einer feministischen Perspektive verknüpft. Im Jahr 2000 wendet sie sich begeistert kleinen Digitalkameras zu und schlägt mit über 70 Jahren eine dritte Karriere als Installationsku¨nstlerin ein. Ihr in sechs Jahrzehnten entstandenes Werk umfasst Film, Fotografie und Installationskunst und ist in dieser Vielfalt singulär. Der Band versammelt Beiträge, die die modernistischen, feministischen und essayistischen Aspekte in Vardas Schaffen im Sinne eines Netzwerks herausstellen.

Zum Titel: https://www.etk-muenchen.de/search/Details.aspx?ISBN=9783689301620

Als Achtzehnjährige kam Emine Sevgi Özdamar 1965, ohne Deutschkenntnisse, zum ersten Mal für einige Monate nach Deutschl...
10/08/2026

Als Achtzehnjährige kam Emine Sevgi Özdamar 1965, ohne Deutschkenntnisse, zum ersten Mal für einige Monate nach Deutschland – zum Arbeiten in einer West-Berliner Elektrofabrik. 1976, nach einer Schauspielausbildung und dem Militärputsch von 1971, in dessen Folge sie als Mitglied der türkischen Arbeiterpartei keine Zukunft im Land sah, kehrte sie über Paris nach Berlin zurück: als Regieassistentin an der Ost-Berliner Volksbühne. Sie war Mitarbeiterin von Benno Besson, Matthias Langhoff und später Claus Peymann, in Frankfurt/M. wurde 1982 ihr eigenes Stück "Karagöz in Alamania" uraufgeführt. Sie spielte in Stücken und Filmen mit, führte Regie – und schrieb, auch Prosa. Und wurde mit ihrem Charme und eigenwilligen Stil zu einer unvergleichlichen deutschsprachigen Autorin (z.B. "Mutterzunge", "Die Brücke vom goldenen Horn", zuletzt "Ein von Schatten begrenzter Raum"). Özdamar, die 2022 den renommierten Georg-Büchner-Preis erhielt, feiert heute ihren 80. Geburtstag.

In der edition text+kritik erschienen zwei Titel zu Emine Sevgi Özdamar: das TEXT+KRITIK-Heft 211, hg. von Yasemin Dayioglu-Yücel und Ortrud Gutjahr, und der von Bernard Banoun, Benoît Ellerbach und Christine Meyer zusammengestellte Sammelband "'Ensemble'. Emine Sevgi Özdamar: Neue Lektüren eines vielstimmigen Werkes“ – beide bieten genaue und anregende Blicke auf das schriftstellerische Werk und die dramatische Arbeit der Autorin und enthalten Unveröffentlichtes.
https://www.etk-muenchen.de/search/Details.aspx?ISBN=9783869165257

Christoph Meckels "Suchbild" über seinen früh verstorbenen Vater Eberhard Meckel (1907–1969) – Lyriker, Erzähler, Kritik...
03/08/2026

Christoph Meckels "Suchbild" über seinen früh verstorbenen Vater Eberhard Meckel (1907–1969) – Lyriker, Erzähler, Kritiker – wurde nach Erscheinen 1980 von der westdeutschen Literaturkritik und Germanistik überwiegend kritisch rezipiert. Und das nicht hinsichtlich seiner literarischen Qualität, sondern aus ethisch-moralischen Gründen. Wie hier der Sohn über den Vater schrieb, provozierte.
Der Begriff Suchbild ist dabei ambivalent: Er bezeichnet ein Bild, in dem etwas nicht unmittelbar Sichtbares aufzufinden ist; und er meint die Anzeige oder Porträtzeichnung einer vermissten Person oder eines gesuchten Täters. Bericht geben muss Christoph Meckel von der Entwicklung seines Vaters zum typischen Mitläufer, der sein Mitwirken an der Sache des Nationalsozialismus verdrängte.
https://www.etk-muenchen.de/search/Details.aspx?ISBN=9783689300500

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