16/11/2025
GESUNDHEIT NEU DENKEN
ZWISCHEN ACHTSAMKEIT, SALUTOGENESE UND GESELLSCHAFTLICHEM WANDEL
⚕️In einer Welt, geprägt von wachsender Belastung und einem Gesundheitssystem, das oft auf Reparatur statt auf Vorsorge ausgerichtet ist, verändert sich der Blick auf Gesundheit und Heilung. Welche Rolle spielen dabei Konzepte wie Achtsamkeit, Salutogenese und Selbstmitgefühl – und was lässt sich aus der buddhistischen Perspektive lernen? Darüber spricht Sarina Hassine in diesem Beitrag mit den Expertinnen für Gesundheitsförderung und Achtsamkeit Antje Miksch und Martina Aßmann.
SARINA HASSINE:
❓ Welche Rolle spielt das Thema Gesundheit in eurem Alltag beruflich wie privat. Wie haltet ihr euch gesund ❓
‼️MARTINA ASSMANN:
Die Verbindung zwischen Arbeit und Gesundheit ist mein Beruf. Als Ärztin, Therapeutin und MBSR1-Lehrerin unterstütze ich Menschen darin, ihre Arbeit so zu gestalten, dass sie nicht krank werden, sondern im Gegenteil gesund bleiben. Ich bin fest davon überzeugt, dass Arbeit an sich nicht krank macht – ganz im Gegenteil: Arbeit kann sogar gesundheitsförderlich sein.
Entscheidend ist, dass meine Fähigkeiten und Fertigkeiten auf eine Weise gefordert werden, die für mich herausfordernd und angemessen ist. Dann wirkt Arbeit positiv auf meine Gesundheit.
Wichtig ist, aktiv Ressourcen aufzubauen und zu stärken. Genau dabei unterstütze ich Menschen – und ich glaube, ich bin da ein gutes Vorbild: Ich fahre lieber Fahrrad, gehe oft tanzen und zum Pilates, besuche Konzerte, Lesungen und das Theater. Ich pflege einen guten Freundeskreis. Was mir allerdings schwerfällt, ist einfach mal nur dazuliegen und in die Luft zu schauen – da habe ich definitiv Nachholbedarf.
‼️ANTJE MIKSCH:
Ich habe Medizin studiert und anschließend Gesundheitswissenschaften. Damit verbinde ich einen Perspektivwechsel, weg von der Frage, was krank macht, hin zu der, was gesund erhält.
Inzwischen bin ich Professorin für personenzentrierte Gesundheitsförderung an der Evangelischen Hochschule in Darmstadt. Hier handelt es sich um eine eigenständige wissenschaftliche Disziplin, die mit viel Evidenz die Bedeutung dieses Ansatzes unterstreicht.
Gesundheit ist kein Selbstläufer: Die meisten Menschen wissen, was ihnen guttun würde. Die Herausforderung besteht darin, das Wissen im Alltag umzusetzen und zu verhindern, dass es ständig unter die Räder kommt. Viele kennen das Gefühl, eigentlich „mal wieder etwas tun zu müssen“, und sind dann von einem schlechten Gewissen begleitet.
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Dies ist ein Beitrag aus BUDDHISMUS aktuell 4/2025, Schwerpunkt Heilung
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