02/10/2026
Die SPD-Rathausfraktion Neumünster spricht sich dafür aus, das Leerstandsmanagement dauerhaft bei der Wirtschaftsagentur Neumünster zu verankern. Nach Vorstellung der Fraktion soll dafür auch der Gesellschaftsvertrag der Wirtschaftsagentur entsprechend weiterentwickelt werden.
Hintergrund ist die aktuelle Diskussion über eine neue Stelle für das Leerstandsmanagement. SPD-Fraktionsvorsitzender Frank Matthiesen kritisiert, dass diese Debatte aus Sicht seiner Fraktion zu spät komme und an der falschen Stelle ansetze.
Mit Markus Metzler habe Neumünster fast zwei Jahre über einen Leerstandsmanager verfügt, der bei der Wirtschaftsagentur angesiedelt war. In dieser Zeit seien Kontakte zu Immobilieneigentümern und potenziellen Nutzern aufgebaut, Leerstände systematisch betrachtet und konkrete Projekte zur Belebung der Innenstadt begleitet worden.
Bereits Ende 2024 sei bekannt gewesen, dass die Förderung für das Projekt auslaufen würde. Die SPD kritisiert, dass damals keine dauerhafte Lösung gemeinsam mit der Wirtschaftsagentur entwickelt worden sei. Vor diesem Hintergrund stellt die Fraktion die Forderung nach einer zusätzlichen Stelle für das Leerstandsmanagement infrage.
Stattdessen soll nach dem Willen der SPD die bereits vorhandene Struktur bei der Wirtschaftsagentur dauerhaft weiterentwickelt werden. Die Fraktion begründet dies unter anderem mit den bestehenden Kontakten der Wirtschaftsagentur zu Unternehmen, Investoren und Immobilieneigentümern.
Für die SPD gehört das Leerstandsmanagement langfristig zur Standortentwicklung und Wirtschaftsförderung der Stadt.