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24/02/2022

Wussten wir das nicht immer schon?Hunde hören mehr als nur BlablaEin Hund liegt mit Kopfhörern im Hirnscanner und bekomm...
29/01/2022

Wussten wir das nicht immer schon?
Hunde hören mehr als nur Blabla
Ein Hund liegt mit Kopfhörern im Hirnscanner und bekommt »Der kleine Prinz« mal auf Spanisch, mal auf Ungarisch vorgespielt. Was er von diesem Experiment hält, ist den Hirnscans leider nicht zu entnehmen. Aber er kann die ihm vertraute Sprache von der fremden unterscheiden.

Viele Tiere erkennen Muster in der menschlichen Sprache. Jetzt stellt sich heraus, dass Hunde ganz besonders gut darin sind. Doch können sie eine ihnen vertraute Sprache von anderen Lautfolgen unterscheiden? Eine neue Studie in der Zeitschrift »NeuroImage« legt das nahe.

Vor rund vier Jahren zogen die Neurowissenschaftler Laura Cuaya und Raúl Hernández-Pérez mit ihren zwei Border Collies von Mexiko nach Ungarn. Sie fragten sich, ob ihre vierbeinigen Begleiter bemerken würden, dass sich die Menschen dort in einer anderen Sprache unterhielten. Die Sprachwahrnehmung von Säugetieren war auch das Thema ihrer neuen Forschungsgruppe an der Eötvös-Lórand-Universität in Budapest.

Das Team rekrutierte nun 18 Haushunde, darunter die beiden Border Collies aus Mexiko. Die Tiere kannten zuvor entweder Ungarisch oder Spanisch, aber nicht beides. Zuerst wurden sie darauf trainiert, in einem Magnetresonanztomografen still zu liegen, während dieser ihre Hirnaktivität erfasste. Über Kopfhörer bekamen sie dann Passagen aus Antoine de Saint-Exupérys »Der kleine Prinz« vorgespielt – entweder auf Spanisch oder auf Ungarisch.
Auf den Hirnscans konnten die Forschenden beobachten, dass in beiden Fällen dieselben Hirnregionen aktiv waren, allerdings mit unterschiedlichen Mustern – je nachdem, ob die Hunde die Geschichte in der ihnen vertrauten oder der fremden Sprache hörten. Offenbar bemerkten sie Unterschiede. Aber erkannten sie tatsächlich ganze Sprechmuster oder nur einzelne Kennzeichen wie Vokale? Um das herauszufinden, spielten Cuaya und Hernández-Pérez Aufnahmen von einem Kauderwelsch ab, das in einzelnen Merkmalen wie Ungarisch oder Spanisch klang, jedoch unverständlich war.
Hunde erkennen Unterschiede zwischen Sprachen auch ohne Training
Hier stellte das Team ebenfalls unterschiedliche Aktivitätsmuster fest, wenn die Hunde echte Sprache oder Kauderwelsch hörten. Die Tiere könnten zwar auch lediglich den natürlicheren Klang (im Vergleich zum seltsamen Kauderwelsch) erkannt haben. Doch es gab keine Unterschiede zwischen der Hirnaktivität bei spanischem und ungarischem Kauderwelsch, was darauf hindeutet, dass die Hunde nicht nur auf die unterschiedlichen Klangqualitäten reagierten.

Demnach unterscheidet das Gehirn von Hunden zwischen Sprache und sprachähnlichen Lauten und zwischen verschiedenen menschlichen Sprachen. »Damit haben wir zum ersten Mal belegt, dass ein nicht menschliches Gehirn Sprache erkennen kann«, sagt Cuaya. Man könne andere Tiere zwar darauf trainieren, den Unterschied zwischen menschlichen Sprachen zu hören. Doch den Hunden gelang das auch ohne Training.
»Eine coole neue Studie«, sagt die Verhaltensforscherin Holly Root-Gutteridge von der University of Lincoln in England, die nicht an der Arbeit beteiligt war. »Viele Menschen gehen davon aus, dass Hunde nur ›bla, bla‹ hören, wenn wir sprechen. Aber die Vierbeiner erkennen den Sprachrhythmus und wissen, wie wir klingen.«
Laut Raúl Hernández-Pérez hätten Hunde wie Menschen Wege entwickelt, um Veränderungen in Sprachmustern zu erkennen. Zukünftige Experimente müssten noch zeigen, ob ihre Hirnregionen auf das Erkennen von Veränderungen in der menschlichen Sprache spezialisiert sind oder ob es sich um eine allgemeine auditive Mustererkennung handelt. Viele Tiere seien in der Lage, auditive Muster zu erkennen, fügt Laura Cuaya hinzu. Das Wunderbare an Hunden sei, dass sie mit Menschen kooperieren wollen: »Sie wollen uns verstehen.«

Quelle: spektrum.de/

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22/01/2022

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09/01/2022

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WetterwarnungRegen und Wind: Unwetterwarnung für Baden-Baden, Pforzheim und Bühl Starker Regen und heftiger Wind: Der De...
04/01/2022

Wetterwarnung
Regen und Wind: Unwetterwarnung für Baden-Baden, Pforzheim und Bühl

Starker Regen und heftiger Wind: Der Deutsche Wetterdienst hat für Teile von Mittelbaden und des Enzkreises Unwetterwarnungen der Stufe 3 herausgegeben.

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Starkregen und teilweise orkanartigen Böen. Die Warnung der Stufe 3 (von maximal 4 Stufen) gilt für Pforzheim, Teile des Enzkreises und die Region in Mittelbaden um Baden-Baden und Bühl. Auch im gesamten Landkreis Freudenstadt gilt Warnstufe 3.

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Starkregen mit bis zu 70 Litern Regen pro Quadratmetern. Außerdem rechnen die Meteorologen mit Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 65 und 75 Kilometern pro Stunde - anfangs aus südwestlicher, später aus westlicher Richtung.

Die Warnung gilt bis zum Dienstagabend beziehungsweise bis Mittwochmorgen.
Quelle:bnn.de/Foto: Sina Schuldt/dpa

Gast schlägt Glasscheibe in Pforzheim ein, weil er keinen Alkohol bekommt Weil ihm der Wirt keinen Alkohol mehr ausschen...
29/12/2021

Gast schlägt Glasscheibe in Pforzheim ein, weil er keinen Alkohol bekommt

Weil ihm der Wirt keinen Alkohol mehr ausschenkte, hat ein 20-Jähriger die Glasscheibe einer Gaststätte in Pforzheim eingeschlagen. Der Wirt verwehrte ihm den Ausschank, weil er bereits zu betrunken war.

Am frühen Dienstagmorgen gegen 0.40 Uhr wurde die Polizei wegen Streitigkeiten zu einer Bar in der Zähringerstraße in Pforzheim gerufen. Wie die Polizei mitteilte, stellten die Beamten bei ihrer Ankunft fest, dass die Scheibe der Gaststätte beschädigt war.

Es stellte sich heraus, dass ein Gast so betrunken war, dass ihm der Wirt den Ausschank von weiterem Alkohol verwehrte. Dies missfiel dem 20-Jährigen so sehr, dass er die Glasscheibe der Gaststätte einschlug. Hierbei zog er sich eine stark blutende Verletzung zu, welche in einem Krankenhaus behandelt werden musste. Er muss nun mit einer Strafanzeige wegen Sachbeschädigung rechnen.
Quelle:www.bnn.de/ Foto: Patrick Seeger/dpa

BALD ALARMSTUFE ROT?            Grundversorgung in Gefahr?  "Die Lage ist sehr kritisch – und wird nicht klar kommunizie...
29/12/2021

BALD ALARMSTUFE ROT?


Grundversorgung in Gefahr?
"Die Lage ist sehr kritisch – und wird nicht klar kommuniziert."

Der Expertenrat der Bundesregierung warnt eindringlich vor massiven Ausfällen des Personals – nicht nur in Krankenhäusern, sondern in der gesamten kritischen Infrastruktur. Wie steht es um die Grundversorgung in Deutschland?

Weiter vorausblicken als die Politik es tut, Gefahren früh identifizieren und warnen – das sind die Aufgaben des neu eingesetzten Expertenrats der Bundesregierung. Alarmieren muss deswegen die Einschätzung des Gremiums vom Sonntag: "Sollte sich die Ausbreitung von Omikron in Deutschland so fortsetzen, wäre ein relevanter Teil der Bevölkerung zeitgleich erkrankt und/oder in Quarantäne. Dadurch wären das Gesundheitssystem und die gesamte kritische Infrastruktur des Landes extrem belastet."

Standen in den letzten Wochen vor allem die Krankenhäuser wegen eines hohen Patientenaufkommens im Fokus, warnt der Expertenrat nun also vor einem Notstand durch Personalengpässe in der gesamten kritischen Infrastruktur – also auch bei Polizei, Feuerwehr, Telekommunikationsdienstleistern, Strom- und Wasserversorgern, in Logistik und Handel. Die Sorge sind dabei zurzeit nicht unbedingt schwerere Krankheitsverläufe durch Omikron, sondern der Ausfall von Angestellten in nie da gewesener Zahl durch Infektionen und Quarantänen.

Delta löste in Großbritannien "Pingdemie" aus

Ein Zustand, den Großbritannien bereits kennt. Schon im Juli griff hier mit der Verbreitung der Delta-Variante eine sogenannte Pingdemie um sich. Tausende Briten wurden wegen Kontakt zu Infizierten mit einer Alarmnachricht ("Ping") auf ihrem Handy in Isolation geschickt. Ein maßgeblicher Grund, warum Supermarktregale in diesen Wochen zum Teil leer blieben – es war niemand mehr da, um sie zu füllen.

Auch jetzt ist Großbritannien Deutschland in der Entwicklung wieder voraus: Hunderte Beschäftigte in Krankenhäusern fallen aus, die Feuerwehrgewerkschaft spricht von einem "beispiellosen" Personalmangel in ihren Reihen. Fast ein Drittel der Londoner Löschfahrzeuge waren deswegen in der vergangenen Woche nicht einsatzfähig, wie der "Guardian" berichtet.

"So geht es los", warnt der Charité-Virologe Christian Drosten, der auch Mitglied des Expertenrats ist, auf Twitter mit Blick auf die Lage auf der Insel. "Omikron wird zu massiven krankheitsbedingten Ausfällen führen. Auch in essenziellen Berufsgruppen."

Droht Deutschland mit Omikron der Zusammenbruch der Grundversorgung? Wie schlimm ist die Lage bereits, wie steuern Behörden und Dienstleister gegen?

"Die Lage ist sehr, sehr kritisch – und wird von der Politik nicht klar kommuniziert", kritisiert Holger Berens im Gespräch mit t-online. Berens ist Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands für den Schutz kritischer Infrastrukturen, ein Experte für die Betriebe, die in Deutschland die Grundversorgung sichern. Denkbar sei, dass sich Angestellte – wie zum Teil bereits im Winter 2020 – in Strom- und Wasserkraftwerken rund um die Uhr isolieren müssten, um auf jeden Fall arbeitstauglich zu bleiben.

Wasserbetriebe: "Haben die Schrauben angezogen"

Viele Betriebe in der kritischen Infrastruktur haben trotz der noch unklaren Lage bereits vor der Warnung des Expertenrats Maßnahmen ergriffen. Die Berliner Wasserbetriebe, die mit 4.600 Mitarbeitern in der Hauptstadt für die Wasserver- und Abwasserentsorgung für mehr als drei Millionen Bürger zuständig sind, haben für die Arbeit in Präsenz die Schichtpläne umgestellt: Oft wird nun zwölf statt acht Stunden gearbeitet. Eine komplette Schicht kann so zu Hause bleiben – und muss sich bereithalten, falls durch Corona große Teile der Belegschaft ausfallen sollten. Die Mehrbelastung schafft so eine Reserve für den Notfall.

Auch die Startzeiten der Schichten wurden verändert und entzerrt. So sollen sich die Mitarbeiter unterschiedlicher Gruppen in Gemeinschaftsräumen und Umkleiden gar nicht mehr begegnen, die Quarantänekreise im Ernstfall klein gehalten werden. Wo früher oft kleine Teams oder Duos loszogen – zum Beispiel, um Wasserzähler zu tauschen – übernehmen nun Mitarbeiter einzeln den Job. Zu Arbeitsbeginn muss ein Impf- oder Testzertifikat vorgelegt werden, in den Gebäuden der Wasserbetriebe herrscht eine strenge FFP2-Maskenpflicht. Wer seine Arbeit aus dem Homeoffice erledigen kann, muss das verpflichtend tun.

"Wir haben in den letzten zwei, drei Wochen die Schrauben schon wieder angezogen", sagt Stefan Natz, Sprecher der Berliner Wasserbetriebe, t-online. "Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste." Der Krisenstab des Wasserversorgers tagt inzwischen wöchentlich, eine Verschärfung der Maßnahmen ist je nach Lage nicht ausgeschlossen. Eine Kasernierung und Isolierung von Mitarbeitern rund um die Uhr lehnen die Berliner Wasserbetriebe aber ab. Natz sieht bei dieser Strategie erhebliche Nachteile: Befinde sich doch ein Infizierter in der isolierten Anlage, verbreite sich Corona dort erst recht unter der Belegschaft.

Corona-Demos machen der Polizei zu schaffen

Im Gegensatz zu den Wasserwerkern können Polizisten nicht auf Abstand bleiben. Sie sind in der Regel in Teams unterwegs – und haben oft sehr direkten Kontakt zu Bürgern, zurzeit gerade auch zu Ungeimpften. Denn deutschlandweit, besonders stark in Bundesländern wie Sachsen oder Baden-Württemberg, versammeln sich Impf- und Maßnahmengegner zu Demonstrationen in nicht erlaubten Größen.

Der öffentliche Druck, diese Veranstaltungen rasch aufzulösen, ist in den letzten Wochen gestiegen – damit aber auch das Infektionsrisiko für die Beamten. Denn die Wahrscheinlichkeit, angebrüllt, angespuckt und geschlagen zu werden, steigt beim Durchgreifen der Staatsgewalt.

Die "zahlreichen Demonstrationen und sogenannten Spaziergänge von Gegnern der Corona-Maßnahmen und Impfskeptikern" seien derzeit Hauptbelastung für die Polizeien, sagte Oliver Malchow, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), t-online. "Wir machen uns große Sorgen um die Gesundheit der Kolleginnen und Kollegen, einerseits wegen des noch unklaren Wirkschutzes des Boosterns vor der Omikron-Variante, andererseits auch aufgrund der seit Längerem sehr hohen Belastungen."

"Manche Einheiten laufen nur noch im Notbetrieb"

Horrormeldungen lieferte schon Ende November der Freistaat Sachsen: Dort waren zu diesem Zeitpunkt 600 Polizisten mit Corona infiziert, 1.000 weitere saßen in Quarantäne. "Manche Einheiten laufen schon jetzt nur noch im Notbetrieb", warnte die Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft Sachsen (DPolG) im Gespräch mit t-online.

Für die Beamten gelten die Schutzbestimmungen der jeweiligen Länder – das bedeutet unter Umständen, dass nicht einmal eine FFP2-Maske getragen werden muss, die Selbstschutz garantiert. Steve Alter, Sprecher des Bundesinnenministeriums, teilte am Montag allerdings mit, dass der Dienstherr FFP2-Masken "insbesondere für den Streifendienst" zur Verfügung stelle. Nach Erkenntnissen des Ministeriums würden diese Masken auch "sehr, sehr weit verbreitet" getragen.

Gewerkschafter Malchow schätzt, dass die Polizeien die Lage "aus momentaner Perspektive" trotz Personalmangels im Griff haben. Notwendig aber seien in jedem Fall eine enge länderübergreifende Zusammenarbeit und gegebenenfalls eine Aufgabenpriorisierung. Bedeutet, ganz ähnlich wie in den Krankenhäusern: Große und akute Lagen haben Vorrang, kleinere Delikte bleiben vorerst liegen.

Großteil der Krankenhäuser fehlt Intensivpersonal

In den Krankenhäusern ist die Belastung am größten. Die Zahl der Corona-Patienten steigt, zugleich ist die Infektionsgefahr sowie die Arbeitsbelastung nach eineinhalb Jahren Pandemie besonders hoch. Etwa Dreiviertel der Krankenhäuser haben ihren Regelbetrieb zumindest auf den zurzeit so wichtigen Intensivstationen bereits eingeschränkt, teilt der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, t-online auf Nachfrage mit.

Exakte Daten über die aktuellen Ausfälle lägen zwar nicht vor, aber die übliche Ausfallquote liege bei fünf Prozent – also 18.000 Vollzeitkräften in der Krankenpflege. "Jedes Prozent mehr ist in dieser Ausnahmesituation bereits in der Versorgung spürbar." Und Gaß' Ausblick ist düster. Verbreite sich Omikron so rasant wie mit Blick auf andere Länder befürchtet, "würde dies zu einer noch mal deutlich gesteigerten Belastung der Krankenhäuser führen, wie wir sie noch nicht erlebt haben". Drohende Folgen: eine weitere Einschränkung der Regelversorgung, eine noch stärkere Priorisierung von Fällen – und lange Wartezeiten für viele Patienten, erklärt Gaß.

Auch Logistikbranche befürchtet Versorgungsengpässe

Die bei den systemrelevanten Berufen oft vergessene Logistikbranche hat gleich an mehreren Fronten mit Corona zu kämpfen: Erstens befürchtet man auch hier einen steigenden Krankenstand, zweitens sind wieder scharfe Test- oder Quarantäneregeln für Fahrten in fast alle Nachbarländer eingeführt worden und drittens sind viele Lkw-Fahrer aus Osteuropa mit Sputnik geimpft. Weil der russische Impfstoff in Deutschland bisher nicht zugelassen ist, gelten sie als ungeimpft und müssen Tests für die Arbeit nachweisen. Das alles kostet Zeit – in der durchgetakteten Branche fatal.

Schon jetzt seien Lieferketten beispielsweise im Automobilhandel abgerissen, so Berens, Experte für kritische Infrastrukturen. Das könne sich durch Personalmangel in Logistik und Handel auch auf die Grundversorgung ausdehnen: "Im schlechtesten Fall kann es zu Versorgungsengpässen auch bei Medikamenten und Lebensmitteln kommen."

Branchenverbände geben noch leichte Entwarnung: Die Logistikbranche sei im Umgang mit sich ständig ändernden Gesetzen in der Pandemie inzwischen äußerst routiniert, sodass "nach wie vor keine versorgungsrelevanten Ausfälle größeren Ausmaßes" zu befürchten seien, sagt Frank Huster, Hauptgeschäftsführer des DSLV Bundesverband Spedition und Logistik, t-online. Probleme sieht er in der niedrigen Impfquote und in fehlender Testinfrastruktur für international eingesetztes Fahrpersonal.

Ist ein Gegensteuern noch möglich?

Aus den unterschiedlichen Branchen kommen ganz unterschiedliche Forderungen: Die Polizeigewerkschaft dringt auf eine Intensivierung der Booster-Kampagne für ihre Beamten. Die Krankenhausgesellschaft bittet die Bevölkerung um "zurückhaltendes Feiern" an den Feiertagen, speziell an Silvester, "mit weniger Menschen, weniger Alkohol und ohne gefährliches Feuerwerk", um Zusatzbelastungen gering zu halten. Die Logistikbranche fordert eine vorausschauende Politik, die bei Rechtsverschärfungen sofort klarstellt, wie mit Fach- und Hilfskräften ohne deutsche Staatsbürgerschaft umgegangen werden soll.

Experte Berens geht einen Schritt weiter und bringt für alle Beschäftigten in systemrelevanten Berufen ins Spiel, was für Beschäftigte in Krankenhäusern und Pflegeheimen bereits beschlossen wurde: "Wir müssen über eine Impfpflicht für die Berufe in kritischen Infrastrukturen nachdenken."

Quelle: Bericht von Von Annika Leister
21.12.2021, 13:00 Uhr /www.t-online.de/Bild(Quelle: IMAGO / ZUMA Wire)

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