11/03/2026
Eigentlich sollten am 19. März im Rahmen der Leipziger Buchmesse drei besonders engagierte Buchläden in Deutschland ausgezeichnet werden, die von einer unabhängigen Jury als solche eingestuft werden. Die Preisgelder von 7.000 bis 25.000 Euro stammen aus Fördermitteln der Bundesregierung. Unser Kulturstaatsminister Wolfram Weimer, der oberste Kulturwächter im Land, hat nun – und das ist ein Novum in der Geschichte des Kulturstaatsministertums, das hat vorher kein Kulturstaatsminister vor ihm gemacht – er hat dreien der 118 nominierten Buchhandlungen Nominierung und Ehre aberkannt, aufgrund nicht näher ausgeführter „verfassungsschutzrelevanter Erkenntnisse“. Und weil dagegen allgemein breiter Protest laut wird (Börsenverein des Deutschen Buchhandels etc.), ist Herr Weimer jetzt pampig und hat die Buchhandlungspreis-Verleihung komplett abgesagt.
Die Preisaberkennung, die Begründung und im Übrigen noch ein paar andere Sachen, die Herr Weimer so macht und machte, sind juristisch und moralisch zumindest mal nicht unumstritten, sagen wir's mal so.
Im neuen »Freitag« steht ein sehr guter Artikel zu einer dieser Buchhandlungen, die nun gegen Herrn Weimer klagt, Rufschädigung und derlei.
Diese Buchhandlung heißt ganz ähnlich, wie eines unserer Hörbücher: »Buchladen zur schwankenden Weltkugel«. Der Name ist Programm, und das seit ein paar Tagen in einem Sinne, den wohl niemand vorausgesehen hat: Weder die Autorin unseres Buchs/Hörbuchs Franziska zu Reventlow, noch die Buchladenbetreiber:innen noch der LOhrBär-Verlag.
Und was soll ich euch sagen: Wir sind stolz drauf! Wir drücken unsere volle Solidarität mit dem Buchladen zur schwankenden Weltkugel (und den beiden anderen betroffenen Buchläden ebenfalls) aus und die Daumen, dass ihre Klage Erfolg hat! So geht's wirklich nicht.
„Zur schwankenden Weltkugel“ heißt einer der drei Läden, die Wolfram Weimer vom Buchhandlungspreis ausschloss. Welche Folgen das für Inhaberinnen und Kunden hat