OPUS Kulturmagazin

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Kunst im Krankenhaus: Ausstellung "Eigenleben"  in der Galerie Sonnenberg, SaarbrückenDie Galerie in der SHG-Klinik Sonn...
21/09/2026

Kunst im Krankenhaus: Ausstellung "Eigenleben" in der Galerie Sonnenberg, Saarbrücken

Die Galerie in der SHG-Klinik Sonnenberg bringt die Fotografien der freien Künstlerin Renée Nesca an einen Ort mitten im Leben.

Vernissage am 28.9.2026, 15:30 Uhr in der Personalcafeteria der Klinik
Grußwort: Dr. phil. Martin Huppert, Einführung durch die Künstlerin, Vortrag: "Außergewöhnlich - Psychose, Kunst und Stigma" von Dr. Ulrich Seidl

Die Ausstellung möchte einen Beitrag zur bundesweiten Woche der Seelischen Gesundheit leisten, die jährlich rund um den Welttag am 10.10. vom Aktionsbündnis Seelische Gesundheit organisiert wird. Dieses Jahr steht die Aktionswoche unter dem Motto „Miteinander statt nebeneinander – für eine Gesellschaft, in der jede Psyche zählt“.

Renée Nesca ist freie Künstlerin, die durch analoge und digitale Fotografien narrativ kommuniziert. Experimentelle Methoden nutzt sie hierbei als gestalterisches Mittel. Im Wesentlichen besteht ihr Interesse in konzeptionellen (Selbst-)Portraits mit Alltagsgegenständen. Anhand dieser Requisiten und dem Menschen vor der Kamera inszeniert sie Geschichten über Wahn und Sinn. Die Motivation, Kunst zu schaffen, begründet sich aus ihrer eigenen Biografie, die von Psychiatrie-Erfahrung und Medikation geprägt ist. Mit ihrer Arbeit leistet sie einen Beitrag zur Entstigmatisierung seelischer Erkrankungen und setzt auf die Aufklärung diesbezüglicher Vorurteile besonderes Augenmerk.

Die Ausstellung „Eigenleben" ist eine besondere Herzensangelegenheit für die Künstlerin, da die ausgestellten Werke ihre persönliche Sichtweise auf ihr inneres Erleben widerspiegeln. Die Fotoarbeiten zeugen nicht nur von Psychose-Erfahrung, sondern auch von dem Gefühl, durch Nebenwirkungen der Psychopharmaka an Lebensqualität zu verlieren – auch wenn dadurch Stabilität gewonnen wird.

Alle weiteren Infos finden Sie im Beitrag auf unserer Website!



Foto: © Renée Nesca, Text: Red.

Galerie Peter Zimmermann startet morgen mit der Vernissage zur neuen Accrochage in die 2. Jahreshälfte. Vom 19.9. bis 31...
17/09/2026

Galerie Peter Zimmermann startet morgen mit der Vernissage zur neuen Accrochage in die 2. Jahreshälfte. Vom 19.9. bis 31.10. werden in Mannheim Arbeiten von Johannes Geccelli, Ben Willikens und Kuno Gonschior sowie weiteren Künstlern der Galerie präsentiert.

Johannes Geccelli (1925–2011) widmete sein künstlerisches Schaffen der Auseinandersetzung mit Farbe und ihrer Wahrnehmung und zählt zu den bedeutenden Vertretern der deutschen Farbfeldmalerei. In seinen sogenannten Kippbildern führt Geccelli diese Beschäftigung auf besondere Weise weiter: Fein gesetzte, kontinuierlich abgestufte Farblagen scheinen sich aus der gewohnten Ordnung der Bildfläche zu lösen und in eine diagonale Bewegung zu geraten.

Ben Willikens (*1939 in Leipzig) setzt sich in seiner Malerei immer wieder mit Raum, Licht und menschlicher Abwesenheit auseinander. Die 1975 entstandene Arbeit „Waschbecken“ steht im Zusammenhang mit seiner frühen Beschäftigung mit den Räumen und dem Inventar psychiatrischer Anstalten, die in den 1970er-Jahren zu einem zentralen Motiv seines Schaffens wurde.

Kuno Gonschior (1933–2010) zählt zu den bedeutenden deutschen Künstlern der Nachkriegszeit, die sich konsequent mit den Möglichkeiten und der Wirkung von Farbe auseinandersetzten. In seinem Werk wird Farbe zum eigentlichen Gegenstand der Malerei: Gonschior löst sie aus ihrer beschreibenden Funktion und untersucht ihr Zusammenspiel in fein abgestimmten Farbtönen, Kontrasten und Rhythmen.

Alle Infos zur Ausstellung finden Sie im Beitrag auf unserer Website!
Fotos: © Galerie Peter Zimmermann,
1. J. Geccelli, Neigekipp grün
2. J. Geccelli, Neigekipp rot
3. B. Willikens, Waschbecken
4. K. Gonschior, o.T.

Erinnerungsveranstaltung an der Gedenkstätte Gestapo-Lager Neue Bremm, Saarbrücken am 17.9., 18 UhrIn Erinnerung an das ...
16/09/2026

Erinnerungsveranstaltung an der Gedenkstätte Gestapo-Lager Neue Bremm, Saarbrücken am 17.9., 18 Uhr

In Erinnerung an das erste Opfer des Gestapo-Lagers Neue Bremm, den polnischen Zwangsarbeiter Robert Jakob Gatys, der am 17. September 1943 ermordet wurde, lädt die Initiative Neue Bremm zu einer Gedenkveranstaltung ein.

Die Gedenkrede sollte ursprünglich Renate Aris halten, die 1935 geborene, jüdische Holocaust-Überlebende aus Chemnitz. Sie musste ihren mit Spannung erwarteten Beitrag aus gesundheitlichen Gründen absagen. „Wir sind in Gedanken bei Renate Aris und drücken ihr alle Daumen für die Operation und wünschen ihr eine baldige Genesung!“, so der INB-Sprecher Dr. Kurt Bohr.

Die Veranstaltung kann dennoch stattfinden: Mit Fabian Lemmes, Professor für Kultur- und Mediengeschichte an der Universität des Saarlandes konnte die Initiative Neue Bremm kurzfristig einen kompetenten Beobachter und langjährigen Mitstreiter der Initiative auf dem Feld der Erinnerungspolitik für einen Redebeitrag gewinnen.

Der seit März 2023 amtierende Saarbrücker Lehrstuhlinhaber hat sich durch seine Arbeiten zur Situation der Zwangsarbeiter in Saarbrücken im Dritten Reich und zu den grenzüberschreitenden Aktivitäten der Organisation Todt einen Namen gemacht. Im Rahmen seines Vortrages wird sich Prof. Lemmes zum aktuellen Stand und zu den Perspektiven der Gedenkstättenarbeit äußern.

Für die Veranstaltung hat die terminlich leider verhinderte Ministerpräsidentin des Saarlandes, Frau Anke Rehlinger, die Schirmherrschaft übernommen. Nach der Begrüßung durch unseren Sprecher Dr. Kurt Bohr wird Saarbrückens Oberbürgermeister Uwe Conradt ein Grußwort halten. Im Anschluss an die Rede von Prof. Lemmes und einer Diskussion mit dem Publikum lädt die Initiative Neue Bremm zu einem kleinen Empfang ein.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Anmeldungen bitte an [email protected]

Weitere Informationen zur Gedenkstätte unter: https://gestapo-lager-neue-bremm.de/

Text: Red.

Foto: Besucher:Innen bei den Gedenktafeln auf dem Gelände des ehemaligen Gestapo-Lagers Neue Bremm, Saarbücken © B. Kieselbach, 2004

Kritik: Christoph Mehler inszeniert "Cabaret" am Saarländischen Staatstheater - zwischen Gänsehaut und ErschreckenEs gab...
14/09/2026

Kritik: Christoph Mehler inszeniert "Cabaret" am Saarländischen Staatstheater - zwischen Gänsehaut und Erschrecken

Es gab Zeiten, da war es eher eine Marketing-Idee, den Musical-Klassiker „Cabaret“ auf den Spielplan zu bringen. Die Feinde der Demokratie waren eher die Schmuddelkinder, mit denen kaum einer etwas zu tun haben wollte. Aber schon vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt zeigte sich erschreckend, dass rechtsextremes Gedankengut salonfähig geworden ist und längst Wählerstimmen sichert.

Schauspieldirektor Christoph Mehler interessiert sich am Saarländischen Staatstheater für die Sollbruchstellen zwischen Demokratie und Diktatur gestern wie heute. [...] Und Mehler weiß, was die Stunde geschlagen hat: er geht all in! Keine Grande Gala, keine Ausstattungsschlacht, kein gefälliger Bilderbogen der Berliner Schwulenszene der beginnender 1930-er Jahre. Mehler reduziert, sein Bühnenbildner und Video-Einspieler Stefano Di Buduo muss mit mobilen Treppengeländern auskommen, die zur Show-Bühne für den Berliner Kit-Kat-Klub werden. Natürlich bleiben die mitreißenden Songs, bisweilen jüdisch anmutend, aber Mehler macht mit zunehmender Spielzeit dieses fast dreistündigen Theaterabends deutlich, wie schnell in diesem Schmelztiegel, bei diesem Tanz auf dem Vulkan die Stimmung umkippt. Clifford Bradshaw, den Raimund Widra als ein sehr bewegliches Alter Ego des historisch in Berlin auslebenden Schriftstellers Christopher Isherwood anlegt, muss erleben, wie seine anfängliche Freundschaft mit dem blonden Hünen Ernst Ludwig (aalglatt Nicolai Gonther) ihn der Verfolgung seiner Schläger preisgibt: er verlässt Deutschland, solange es noch möglich ist. Mehler zeigt, dass die Machtübernahme der N***s von Stund an alle Lebensgeschichten um den Kit Kat-Klub verändert hat.

Die vollständige Kritik finden Sie auf unserer Website!

Text: Burkhard Jellonnek
Foto 1: Kit-Kat Club Girls & Boys, Jan Hutter (Projektion) © Stefano Di Buduo, SST.
Foto 2: Raimund Widra, Nicolai Gonther © Stefano Di Buduo, SST.
Foto 3: Gaby Pochert © Jennifer Hörr, SST.

Literatur im Museum: Sasa Hanten liest im mpk aus ihrem neuen Roman „Talent zum Glück“Mit einer Lesung weiht das mpk, Mu...
13/09/2026

Literatur im Museum: Sasa Hanten liest im mpk aus ihrem neuen Roman „Talent zum Glück“

Mit einer Lesung weiht das mpk, Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern am Donnerstag, 17.9. ,20:00 Uhr seinen neuen Veranstaltungsraum ein. Für dieses wichtige Ereignis konnten die Veranstalter die nahe Kaiserlautern aufgewachsene Autorin und Kunstrechtsexpertin Sasa Hanten gewinnen, die mit ihrem Buch „Talent zum Glück“ aktuell für Furore sorgt. „Talent zum Glück“ ist nach der literarischen Collage „Spiel mit mir“, der erste Roman der Autorin, die heute in Köln und Wien.

Sasa Hanten (*1971) ist Autorin, Model, Gerichtssachverständige für zeitgenössische Kunst und gelernte Rechtsanwältin. Sie leitet das Atelier der Bildhauerin Angela Glajcar und hat deren Werkverzeichnis veröffentlicht. 2023 erschien »Spiel mit mir«, eine literarische Anleitung für ein glückliches Leben mit Kunstbezug. Sie lebt und arbeitet in Köln und Wien.

Mit der Wiedereröffnung der Aula erhält das mpk einen lange vermissten Veranstaltungsraum zurück. Möglich ist die Reaktivierung dieses in den 1950er Jahren als Aula konzipierten Raumes durch ein neu geschaffenes Außendepot in der ehemaligen Landeszentralbank und durch umfangreiche Baumaßnahmen des Bezirksverbands Pfalz. Die Gestaltung des etwa 100 Personen fassenden Saals übernahm das Architekturbüro Jagsch aus Kaiserslautern. Das mpk plant für diesen Raum eigene Kulturveranstaltungen und bereitet die Möglichkeit der Vermietung für das neue Jahr vor. Anfragen sind ab Januar 2027 möglich.

Foto: Sasa Hanten © Foto: Lukas Beck
Text: Red.

Borcherts Klassiker "Draußen vor der Tür" an der Universität des Saarlandes - Thunis e.V. präsentiert das Stück am 24. &...
12/09/2026

Borcherts Klassiker "Draußen vor der Tür" an der Universität des Saarlandes - Thunis e.V. präsentiert das Stück am 24. & 26.9. im Theatersaal der Mensa UdS D4.1

"Ein Mann kommt nach Deutschland. Er war lange weg, der Mann. Sehr lange. Vielleicht zu lange. Und er kommt ganz anders wieder, als er wegging. Äußerlich ist er ein naher Verwandter jener Gebilde, die auf den Feldern stehen, um die Vögel (und abends manchmal auch die Menschen) zu erschrecken. Innerlich – auch. Er hat tausend Tage draußen in der Kälte gewartet. Und als Eintrittsgeld musste er mit seiner Kniescheibe bezahlen. Und nachdem er nun tausend Nächte draußen in der Kälte gewartet hat, kommt er endlich doch noch nach Hause. Ein Mann kommt nach Deutschland." (Borchert, 1947)

Mit diesen Worten beginnt Wolfgang Borcherts Klassiker "Draußen vor der Tür". Dieser folgt dem 25-jährigen Soldaten Beckmann, welcher 1947 aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft nach Hamburg zurückkehrt. Dort versucht er, wieder Anschluss an eine Gesellschaft zu finden, die ihn an jeder Tür abweist.

In dieser Theater-Interpretation von Thunis e.V. wird der Hauptcharakter von vier Darstellenden verkörpert, die alle ihre eigene Perspektive auf einen Menschen liefern, dessen Schicksal stellvertretend für eine Generation steht.

Aufführungen am:
🗓️24.09 um 🕓 19 Uhr
🗓️26.09 um 🕓 16 Uhr
📍Theatersaal der Mensa UdS D4.1
🎟️Ticktes: https://tickets.thunis.eu/draussen/

Steiger Gallery: Kunst trifft auf BaugeschichteNeue Industriekultur im Wassergarten Reden Im Wassergarten des Erlebnisor...
09/09/2026

Steiger Gallery: Kunst trifft auf Baugeschichte
Neue Industriekultur im Wassergarten Reden

Im Wassergarten des Erlebnisorts Reden startet im September die Steiger Gallery. Vom 25.9. bis 25.10. verbindet das Projekt zeitgenössische Kunst mit der industriellen Geschichte des Saarlandes und eröffnet zugleich neue Perspektiven für die Zukunft des Standorts. Den Auftakt bildet vom 25. bis 27.9. das Steiger Gallery Opening. Kunst, Musik, Straßentheater, kulinarische Angebote und ein Creator Market bringen regionale und internationale Beiträge in den Wassergarten.
Im Mittelpunkt der vierwöchigen Phase stehen künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum. Installationen, Skulpturen sowie Licht-, Medien- und Glaskunst setzen sich mit Themen zu Bergbau, Industriegeschichte, Architektur, Natur und gesellschaftlichem Wandel auseinander. Die Steiger Gallery versteht sich dabei nicht als einmalige Veranstaltung. Vielmehr bildet sie den ersten sichtbaren Schritt eines langfristigen Transformationsprozesses. Neue kulturelle Nutzungen sollen erprobt, Erfahrungen gesammelt und Perspektiven für die weitere Entwicklung des Wassergartens gewonnen werden.
„Ein Ort des sichtbaren Strukturwandels und der kulturellen Identität unseres Saarlandes unterliegt selbst einem Wandel“, sagt Ministerpräsidentin Anke Rehlinger. Auch Bildungs- und Kulturministerin Christine Streichert-Clivot sieht in zeitgenössischer Kunst die Chance, industrielle Orte neu zu beleben und Räume für Begegnung, Kreativität und kulturelle Teilhabe zu schaffen.
Finanziert wird das Projekt durch die Staatskanzlei des Saarlandes und das Ministerium für Bildung und Kultur. Ein begleitender „Call for Concepts“ soll weitere Ideen für zukünftige Entwicklungen des Ortes einbeziehen.
Steiger Gallery Opening: 25.–27.9.
Steiger Gallery: 25.9.–25.10.
Ort: Wassergarten des Erlebnisorts Reden, Schiffweiler

Bild: Die Wassergärten inklusive Industriegelände, Foto: Wikimedia Commons, Gripweed

Adresse

Stengelstraße 8
Saarbrücken
66117

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