07/09/2026
Gedenkveranstaltung zum 25. Jahrenstag der Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Paul Spiegel – Familie Spiegel zu Gast
Mit einer Gedenkveranstaltung hat die Stadt Warendorf heute an ihren Ehrenbürger Paul Spiegel erinnert. Unter dem Titel „Stimme gegen das Vergessen“ stand dabei nicht nur die Erinnerung an den ehemaligen Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland im Mittelpunkt, sondern auch die Frage, welche Bedeutung sein Vermächtnis für die Gegenwart hat.
Anlass der Veranstaltung war der 25. Jahrestag der Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Paul Spiegel am 5. September 2001. Bürgermeister Peter Horstmann erinnerte in seiner Begrüßung daran, dass eine Ehrenbürgerschaft weit mehr sei als eine Auszeichnung: Sie sei auch eine Verpflichtung, die Werte und das Wirken des Geehrten lebendig zu halten. „Sie verpflichtet uns nicht nur dazu, die Erinnerung an einen wichtigen Menschen wachzuhalten. Sie verpflichtet uns auch, seine Werte ernst zu nehmen und sein Wirken fortzuführen“, betonte Horstmann.
Einen besonderen Moment bildeten Ausschnitte aus der Dankrede, die Paul Spiegel anlässlich der Verleihung der Ehrenbürgerwürde vor 25 Jahren gehalten hatte. Seine damaligen Worte machten deutlich, wie wichtig ihm die Verbindung zu seiner Heimatstadt und der Dialog zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religionen war.
Besonders persönlich wurde die Veranstaltung durch die Erinnerungen von Paul Spiegels Ehefrau Gisèle Spiegel. Gemeinsam mit ihrenTöchtern Leonie und Dina sowie ihrem Enkel Liam war sie nach Warendorf gekommen. Sie machte deutlich, wie eng die Familie bis heute mit Warendorf verbunden ist. „Wir kommen immer wieder gerne nach Warendorf“, sagte Gisèle Spiegel.
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