18/06/2026
Stuttgart ist den meisten Menschen in Süddeutschland ja vor allem durch eines bekannt: Stau!
Laut einer aktuellen Auswertung standen Pendler:innen in Stuttgart 2024 im Schnitt 58 Stunden im Jahr im Stau (Quelle: INRIX 2024 Global Traffic Scorecard).
Wäre es da nicht praktisch, wenn man während der Wartezeit ein bisschen Digital-out-of-Home (DOOH) anschauen könnte? Schließlich gibt's das ja auch schon in der U-Bahn!
Wenn es nach einem Projekt von Visionect und RoadAds geht, sind wir davon nicht mehr weit entfernt.
Digitale E-Paper-Displays auf LKWs sollen so Werbebotschaften in Echtzeit auf die Straße bringen.
Die Technik funktioniert so: Am Heck des Fahrzeugs sind E-Paper-Panels montiert, die via GPS, 4G und Wi-Fi mit Daten versorgt werden.
Je nach Ort, Tageszeit oder Verkehrssituation kann die Anzeige sofort angepasst werden – z. B. auf einen Stau hinweisen oder lokale Angebote zeigen.
Die matten Displays erzeugen kaum Lichtverschmutzung – sie entsprechen somit den europäischen Vorschriften.
Für mich ist das ein faszinierender Ansatz für Out-of-Home-Werbung (OOH). Die GPS-gesteuerte, ortsgenaue Ausspielung macht jede Kampagne extrem zielgenau.
Doch eine Frage bleibt: Lenkt das am Ende zu sehr vom Verkehr ab? Ich meine: Einerseits sind wir bereits an bewegte Werbung gewöhnt – von digitalen Billboards bis hin zu Videowänden.
Andererseits: Wenn nicht gerade Stau ist, bewegen sich diese Lkw-Displays aktiv durch den Verkehr und könnten dadurch andere Verkehrsteilnehmer:innen irritieren.
Was meinen Sie: Ist mobile OOH-Werbung auf LKWs die Zukunft – oder ein Sicherheitsrisiko?
© Visionect