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Im November 2021 soll im Anschluss an ein berufliches Gespräch zwischen dem damaligen Inspekteur der Polizei, Andreas Re...
31/05/2026

Im November 2021 soll im Anschluss an ein berufliches Gespräch zwischen dem damaligen Inspekteur der Polizei, Andreas Renner (heute 53), und einer 16 Jahre jüngeren Beamtin im Landeskriminalamt reichlich Alkohol geflossen sein. Danach ging es in eine Bad Cannstatter Kneipe, dort wurden "Zärtlichkeiten" ausgetauscht, wie es wiederholt vor Gericht heißt. Im Klartext: Küsse und Umarmungen, offensichtlich einvernehmlich. Kameras zeichneten das Geschehen auf. Dann ging es vor die Tür der Kneipe – was dort passiert ist, bleibt unklar. Laut der Beamtin habe sie Renners halberigiertes Glied in die Hand nehmen müssen, während er urinierte. Es kam zum Prozess wegen sexueller Nötigung, Renner wurde 2023 freigesprochen.

Wenige Tage nach dem Vorfall in der Cannstatter Kneipe hat Renner die Beamtin via Skype angerufen, sie zeichnete das Gespräch auf. Darin habe Renner ihr "vielfach Komplimente gemacht", führt Staatsanwalt Goretzki aus. Außerdem habe er eine "Intensivierung der ausgetauschten Zärtlichkeiten" gefordert, also "sexuelle Handlungen bis hin zum Geschlechtsverkehr". Dafür habe Renner versprochen, dass sie es zu "tausend Prozent" durch das Assessment Center für die Beförderung in den höheren Dienst schaffe. Als IdP kannte Renner alle Aufgabenstellungen, wie später zwei Zeug:innen vom Landesinnenministerium bestätigen werden. Augrund des aufgezeichneten Gesprächs klagt ihn die Staatsanwaltschaft Stuttgart nun wegen Bestechlichkeit an. Renners Verteidigung geht in die Offensive und greift die Audioaufzeichnung als Beweismittel an.

Den Link zum gesamten Beitrag findet ihr im Kommentarbereich.

Autor: Korbinian Strohhuber | Foto: Jens Volle

Die junge baden-württembergische Landesregierung, nun geführt von Cem Özdemir, verspricht Bürokratieabbau. Mit dem Effiz...
30/05/2026

Die junge baden-württembergische Landesregierung, nun geführt von Cem Özdemir, verspricht Bürokratieabbau. Mit dem Effizienzgesetz sollen alle landesrechtlichen Berichts-, Dokumentations- und Aufbewahrungspflichten bis Ende 2027 auslaufen.

So leicht wird die Entfesselung der Wirtschaft aber nicht funktionieren. Viele Auflagen kommen gar nicht vom Land, sondern vom Bund oder der EU. Außerdem solle es mit ausdrücklicher Begründung auch Ausnahmen geben. Die hohen Erwartungen seitens Unernehmerschaft werden wohl also nicht einzulösen sein. Und schließlich versucht sich nicht erst die neue Landesregierung mit dem Bürokratieabbau.

Den Link zum gesamten Artikel findet ihr im Kommentarbereich.

Autorin: Johanna Henkel-Waidhofer | Foto: Joachim E. Röttergs

Die Aufmerksamkeits- und Empörungsspanne des Menschen im Endspiel Kapitalismus vs. Verstand hat sich bekanntlich arg ver...
29/05/2026

Die Aufmerksamkeits- und Empörungsspanne des Menschen im Endspiel Kapitalismus vs. Verstand hat sich bekanntlich arg verkürzt. Jeden Tag passiert irgendeine komplett geisteskranke Scheiße, die vor zehn Jahren noch eine Regierung gestürzt hätte und heute nicht mal mehr reicht, um übermorgen noch in den Timelines zu landen.

Selbst wenn sich der amtierende Bundeskanzler während einer Rede vorm Gewerkschaftsbund bis auf die Stirnlocken n***t ausziehen und breakdancen würde, wär' das in der Woche drauf auch schon kein Skandal mehr. Ist im Zweifel eh alles KI-generiert. Ausgezogen hat sich Friedrich Merz zum Glück nicht. Aber was sich in seiner halbstündigen Rede vor dem DGB-Bundeskongress abspielte, ist für mich nicht mehr von dem 1944 erschienenen Film "Das Haus der Lady Alquist" unterscheidbar. Darin versucht Gregory Anton (gespielt von Charles Boyer) Paula Alquist (gespielt von Ingrid Bergman) in den Wahnsinn zu treiben, um die Diamanten ihrer Tante klauen zu können. Die Geburtsstunde des Wortes "Gaslighting".

Nichts anderes als politisches Gaslighting war es, das Friedrich Merz beim 23. Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Berlin in einer bizarren Mischung aus Maiandacht, neoliberalem Motivationsseminar und Geiselvideo veranstaltete, als er die Gewerkschaften aufrief, konstruktiv beim Ausbluten von Arbeiterinnen und Arbeitern mitzuhelfen.

Den Link zur gesamten Kolumne von Elena Wolf findet ihr im Kommentarbereich.

Vor 75 Jahren wurde das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe als Verfassungsorgan eingerichtet. Lange galt es als "unbe...
28/05/2026

Vor 75 Jahren wurde das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe als Verfassungsorgan eingerichtet. Lange galt es als "unbelastet". Rechtshistoriker Michael Stolleis betonte 2012 etwa, dass das Gericht "überwiegend von Opfern und Gegnern" des NS-Regimes besetzt gewesen sei. Und die übrigen Richter seien keine NS-Anhänger gewesen. Eine neue Studie zeigt aber: Das Gericht war stärker belastet als lange angenommen.

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Autor: Thomas Schuler | Foto: Joachim E. Röttgers

Die Kulturinsel in Cannstatt steht zunehmend unter Druck. Joachim Petzold, der die Einrichtung ins Leben gerufen hat, ha...
28/05/2026

Die Kulturinsel in Cannstatt steht zunehmend unter Druck. Joachim Petzold, der die Einrichtung ins Leben gerufen hat, hat dazu eine sehr persönliche Erklärung verfasst.

Seit acht Monaten sitzen die "Ulm 5", fünf pro-palästinensische Aktivist:innen, in Untersuchungshaft. Unter fragwürdigen...
27/05/2026

Seit acht Monaten sitzen die "Ulm 5", fünf pro-palästinensische Aktivist:innen, in Untersuchungshaft. Unter fragwürdigen Bedingungen, wie Angehörige gegenüber der Kontext:Wochenzeitung schildern. Unterstützung erhielten die fünf Angeklagten am vergangenen Freitag von Greta Thunberg. Für sie ist der Prozessablauf eine Farce.

Den Link zum gesamten Artikel findet ihr im Kommentarbereich.

Autor: Minh Schredle | Foto: Jens Volle

Dass wir noch immer in einer patriarchalen Gesellschaft leben, ist besonders (aber nicht zuletzt) im Sport sichtbar: Fra...
26/05/2026

Dass wir noch immer in einer patriarchalen Gesellschaft leben, ist besonders (aber nicht zuletzt) im Sport sichtbar: Frauen bekommen für ihre Leistungen weniger Aufmerksamkeit und weniger Gehalt. 1920 schaffte es zwar der englische Fußballclub "Dick, Kerr Ladies" 50.000 Menschen ins Stadion zu ziehen. Doch schon im Jahr darauf wurde den Frauen vom nationalen Verband The Football Association das Fußballspielen auf allen Verbandsplätzen verboten. Begründung: Fußball sei für Frauen "unsuitable", ungeeignet. Erst seit 1971 gibt es den FA Women's Cup.

Von diesem legendären FC Dick, Kerr Ladies ließ sich der italienische Autor Stefano Massini in seinem 2021 in Mailand uraufgeführten Theaterstück "Ladies Football Club" inspirieren. Pünktlich vor der WM der Herren inszeniert es nun die Württembergische Landesbühne Esslingen – und hätte dabei ruhig mutiger sein können, schreibt unsere Autorin Verena Großkreutz. So bleibe es bei einem unterhaltsamen Abend, der niemandem wehtut.

Aufführungstermine und Tickets findet ihr unter wlb-esslingen.de

Den Link zur Rezension findet ihr im Kommentarbereich.
Foto: Björn Klein

Sie waren Pioniere: Vor 50 Jahren wehrten sich Aktive gegen das Atomkraftwerk in Wyhl am Kaiserstuhl, das direkt am Rhei...
25/05/2026

Sie waren Pioniere: Vor 50 Jahren wehrten sich Aktive gegen das Atomkraftwerk in Wyhl am Kaiserstuhl, das direkt am Rhein und damit an der französischen Grenze errichtet werden sollte. Mit Erfolg. Doch für die damals noch junge Umwelt- und Naturschutzbewegung ging es nicht nur darum, "Nein" zum AKW zu sagen. Sie wollten auch Alternativen aufzeigen. In Sasbach, ein Dorf weiter, fand die erste Messe für Wind- und Sonnenenergie statt, organisiert vom frisch gegründeten Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND).

Unser Autor Axel Mayer, fast 30 Jahre lang BUND-Geschäftsführer für die Region Südlicher Oberrhein, war damals dabei. Er schildert für uns, was damals los war am Kaiserstuhl, welche Innovationen auf der (eigentlich winzigen) Messe vorgestellt wurden – und mit welchen Falschaussagen die fossile Lobby gegen Erneuerbare angekämpft hat.

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Foto: Meinrad Schwörer

Bei der Landtagswahl am 8. März fuhr die Südwest-SPD mit 5,5 Prozent das historisch schlechteste Wahlergebnis ein. Nun s...
24/05/2026

Bei der Landtagswahl am 8. März fuhr die Südwest-SPD mit 5,5 Prozent das historisch schlechteste Wahlergebnis ein. Nun soll eine neue Landesspitze die Sozialdemokratie in Baden-Württemberg wieder auf den richtigen Kurs bringen. Mit Robin Mesarosch und Isabel Cademartori bewirbt sich ein Duo, das sowohl den linken als auch den rechten Flügel vertreten will.

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Autorin: Johanna Henkel-Waidhofer | Foto: Fionn Grosse

Über ein halbes Jahr ist vergangen seit der Gründung der "Generation Deutschland", Jugendorganisation der AfD und Nachfo...
23/05/2026

Über ein halbes Jahr ist vergangen seit der Gründung der "Generation Deutschland", Jugendorganisation der AfD und Nachfolger der "Jungen Alternative" (JA). Nun soll am 14. Juni in Donzdorf der baden-württembergsiche und damit letzte Landesverband aus der Taufe gehoben werden. Kandidaten für die vordersten Posten gibt es bereits, darunter ehemalige JA-Mitglieder und Landtagsabgeordnete.

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Autor: Lucius Teidelbaum | Foto: Julian Rettig

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