Kirche im SWR

Kirche im SWR Hallo, wir sind die ökumenische Rundfunkarbeit der Kirchen beim SWR. *Netiquette*

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Jammern und Klagen hat Hochkonjunktur. Was alles schlecht ist, was nicht gut läuft, was anders sein müsste, wer es nicht...
09/01/2026

Jammern und Klagen hat Hochkonjunktur. Was alles schlecht ist, was nicht gut läuft, was anders sein müsste, wer es nicht bringt – das ist fast in aller Munde. Ich habe den Eindruck, dass sich inzwischen eine regelrechte „Kultur des Jammerns und Klagens“ entwickelt hat. Mit welchem Erfolg? Klar: Wer jammert, der will dadurch natürlich etwas für ihn Gutes erreichen. Er oder sie möchte wahrgenommen werden in seinem Anliegen, in seiner Not. Wer jammert, erhofft sich Erleichterung in inneren Spannungen. Er sucht Bestätigung und Gleichgesinnte, Zuwendung in dem, was ihn bedrückt. Das alles sind verständliche Ziele.
Aber Jammern und Klagen hilft meistens nicht wirklich. Erst recht nicht, wenn dabei andere runtergemacht werden, wenn die eigene Sicht sich immer mehr verdüstert und innerlich runterzieht. Dann führt das eher dazu, dass jemand freudlos und lustlos ist oder gar blockiert. So bewirkt Jammern selten, dass sich etwas ändert. Es hält eher davon ab, sich persönlich für etwas Besseres einzusetzen. Schade!
Ich möchte eine Alternative dazu vorschlagen. Das, was nicht gut läuft, was nicht stimmt, was anders sein sollte - das möchte ich sehr wohl realistisch sehen. Aber ich möchte mir dadurch nicht den Blick trüben oder mich runterziehen lassen. Ich möchte dem Unguten keine Macht über mein Inneres geben. Im Gegenteil: Ich möchte einen inneren Abstand dazu bewahren – dann kann ich besser damit umgehen. Und dafür hilfreich ist auch, dass ich den Fokus nicht nur auf das Betrübliche und Schlechte lege. Ich habe mich dafür entschieden, dass ich zunächst vor allem das Gute und Wohltuende wahrnehme und in mein Herz lasse, das, was mir guttut, was mich aufbaut und neue Kräfte verleiht.
Wer ganz bewusst das wahrnimmt und genießt, was ihm Freude macht, was ihm guttut, innerlich aufbaut, der hat weniger Grund zu jammern. Der bekommt neue Lebensfreude und Energie. Gerade auch, um das anpacken zu können, was sich wirklich ändern muss.

/ Christoph Kohl mit „Jammern und klagen“ in SWR1 Anstoß RP

Mit Schwung und Elan ins neue Jahr! Zumindest sage ich mir das. Aber ich kann die Worte in meinem Innern nicht fühlen. D...
09/01/2026

Mit Schwung und Elan ins neue Jahr! Zumindest sage ich mir das. Aber ich kann die Worte in meinem Innern nicht fühlen. Die Tage, die noch immer so kurz und dunkel sind, der oft bleigraue Himmel – das alles drückt mir ganz schön auf die Stimmung. Der Januar kann ein mieser Monat sein.
Wenn ich könnte, wie ich wollte, würde ich gar nicht mehr aus meinem warmen, gemütlichen Bett herauskommen. Oder ich würde zu meiner Oma fahren, so wie früher, und bei ihr ganz viel Suppe essen.
Omas deftige Gemüsesuppe, die ist für mich etwas ganz Besonderes – sie schmeckt und fühlt sich nach Heimat an. Nach zwei oder drei Tellern davon sind meine Hände und Füße wieder warm und ich fühle mich schläfrig. Und wünsche mir, dass es ein Suppenrezept für alle gibt, die sich gerade mutlos fühlen.
Wer davon isst, bekommt neue Energie und Zuversicht. Eine echte Hoffnungssuppe – das wär’s! Ob dann die Stimmung insgesamt positiver wäre? Ich stelle mir all diejenigen vor, deren Körper und Seele seit langer Zeit mal wieder richtig satt werden. Und wie dann wohlige Behaglichkeit einkehrt.
Nach so einem Gefühl von Ruhe und Sorglosigkeit mitten im Chaos sucht auch ein Mensch in der Bibel: Bei Gott allein wird meine Seele ruhig, von ihm kommt mir Rettung.*
Selbst wenn diese Worte nicht alles, was grau und kalt ist, wegschieben können: Meine Haltung verändert sich. Denn da ist Gott, die unerschütterliche Kraft, die mich berührt. Sie wärmt mich von innen gegen die Kälte da draußen. Eben wie eine Seelen-Suppe. Darin lässt sich bestimmt Hoffnung finden, und neuer Schwung. Auch in kalten Zeiten.

/ Svenja Prust mit „Seelen-Suppe“ in den SWR3 Gedanken

Britta war nicht immer so schlecht drauf und so krank wie heute. Ganz im Gegenteil: sie war mal eine attraktive junge Fr...
08/01/2026

Britta war nicht immer so schlecht drauf und so krank wie heute. Ganz im Gegenteil: sie war mal eine attraktive junge Frau. Ist sogar um die deutschen Meisterschaften im Freistil mitgeschwommen. Danach war sie Bordbegleiterin auf einem schicken Rheinkreuzer.

Ich kenne Britta persönlich, und deshalb tut es mir so leid, was aus ihr geworden ist. Jetzt hat sie großporige Haut und ein rötliches Gesicht. Meistens riecht sie nach Alkohol. Immer schon wollte sie davon wegkommen, aber es hat nie funktioniert. Immer wenn ihr langweilig war oder wenn sie schlechte Laune hatte, dann hat sie sich ein Gläschen eingeschenkt. Oder schlimmer noch: es wurde ihr eingeschenkt.

Dann ein Tag, der vielleicht Brittas Leben verändert: Sie spaziert gerade am Bodenseeufer entlang, da hört sie Hilferufe. Das sind eindeutig Kinderschreie, die da aus dem Wasser kommen. Britta erinnert sich daran, wie gut sie mal schwimmen konnte. Und obwohl sie getrunken hat, stürzt sie sich ohne lang nachzudenken ins kalte Wasser. Mit letzter Kraft schafft sie es mit dem völlig entkräfteten Kind ans Ufer. Dann wird ihr schwarz vor Augen.

Als Britta wieder aufwacht, schaut sie in das freundliche Gesicht eines Arztes. „Glück gehabt“, sagt er. „Dem Kind geht’s gut, aber Sie hätte es beinahe erwischt. Ich rate Ihnen dringend, ab sofort auf jeglichen Alkohol zu verzichten, sonst können Sie sich in Zukunft solche Rettungsaktionen nicht mehr leisten.“ Dieser Satz klingt Britta noch lange in den Ohren. Sie beschließt tatsächlich, ab sofort mit dem Trinken aufzuhören, macht sogar erstmals einen Entzug in einer Klinik mit. Hoffentlich hält sie das durch!

Menschen erzählen immer wieder solche erstaunlichen Geschichten, wo ein einschneidendes Erlebnis oder eine Person das ganze Leben verändert. Diese Personen sind meistens keine besonderen Helden, sondern oft Menschen, die selbst auf Hilfe angewiesen sind. Helfer sind hilfsbedürftig oder andersrum: Hilfsbedürftige werden zu Helfern.

So wie an diesem Tag am Bodensee. Da haben zwei Menschen ihren Engel getroffen: Britta hat das Kind gerettet, und wer weiß, vielleicht wird auch das Kind Britta retten. Ich hoffe sehr darauf.

/ Dominik Frey mit „Engel Britta“ in SWR1 Anstoß BW

Selbstliebe ist wichtig. Besonders für Menschen, denen von anderen gesagt wird, dass sie so, wie sie sind, nicht richtig...
08/01/2026

Selbstliebe ist wichtig. Besonders für Menschen, denen von anderen gesagt wird, dass sie so, wie sie sind, nicht richtig sind. Obwohl sie daran nichts ändern können – und auch nicht wollen. Das ist vor allem für queere Menschen immer noch bittere Realität. Leider gibt’s das auch heute noch: Christliche Kirchen und Gemeinden, in denen sie ausgegrenzt oder diskriminiert werden.
Kein Wunder also, wenn viele Qu**rs Gott und Glaube nicht mit Selbstliebe und Akzeptanz in Verbindung bringen können. Dabei erzählt schon das alte Kirchenlied „Lobe den Herren“ genau davon. In dem Lied heißt es über Gott: „… der dich erhält, wie es dir selber gefällt; hast du nicht dieses verspüret?“* Immer wieder trifft mich diese Botschaft ins Herz, sie berührt meine Seele.
Gott ist ganz anders als wir. Gott lässt sich nicht von Vorurteilen blenden. Gott sieht uns, mit allem, was in uns steckt. Gott weiß, was wir brauchen, um uns ganz und heil zu fühlen. Dafür wird kein Mensch verurteilt. Die Scham und das Verstecken sollen ein Ende haben.
Ich träume von einer Kirche, in der Menschen genau so glauben und leben können. Vielleicht können die Worte aus dem Lied dann auch für andere zu einer Hoffnung werden, die bei uns in der Kirche eine Heimat zum Glauben und Vertrauen suchen. Wenn sie sich von Gott stärken lassen wollen und es (noch) nicht können.
Gott ist Liebe. Das meint sowohl die Liebe für andere als auch für sich selbst. Damit fängt alles an.
Wo Menschen einander mit Respekt und Achtung ansehen, wird ein Stück von Gottes Liebe zu uns sichtbar.
Liebe und Selbstliebe machen einen Unterschied. Und den kann man spüren.

/ Svenja Prust mit „Wie es euch gefällt“ in den SWR3 Gedanken

Jona – das ist ein beliebter Vorname, eine Stadt in der Schweiz und auch die Hauptfigur in einer biblischen Kurzgeschich...
07/01/2026

Jona – das ist ein beliebter Vorname, eine Stadt in der Schweiz und auch die Hauptfigur in einer biblischen Kurzgeschichte. Ganz kurz gefasst geht die Geschichte so: Jona bekommt von Gott einen Auftrag: er soll in die gottlose Stadt Ninive gehen und den Einwohnern Gottes Strafe androhen, falls sie nicht ihr Leben ändern und sich bessern. Ninive ist für damalige Verhältnisse riesig. Heute würde man sagen, dort regieren das Geld und die Lust. Prunk und Prostituierte, Glückspieler und Kneipen.

Jona hat auf diese heikle Mission nicht die geringste Lust. Ihm liegt nicht viel an Ninive. Er sagt sich: „Das auserwählte Volk ist doch Israel. Sollen die sündigen Leute aus Ninive doch ruhig untergehen.“ Jona verweigert sich, versteckt sich, ändert dann aber seine Meinung und kommt nach langem Hin und Her schließlich in der Metropole an. Er predigt dort von Gottes drohendem Strafgericht und ruft dazu auf umzukehren und sich zu bessern. Und siehe da: Die Leute aus Ninive ändern tatsächlich ihr Leben, sie besinnen sich auf Tugend und Moral. Und Gott verschont die Stadt.

Jona freut sich aber keineswegs. Im Gegenteil: er hadert schon wieder mit Gott. Erstens: dieser ewige Großmut, warum muss Gott nur immer so barmherzig sein! Und zweitens: Jetzt steht Jona selbst als Dummer da. Denn alle Drohungen, die er so bildreich beschrieben hat, stellen sich als Schall und Rauch heraus.

Jona sitzt also in der brütenden Hitze vor den Toren der Stadt und schmollt. Und jetzt zeigt sich die Bibel wieder einmal von ihrer hintersinnigen Seite: Gott lässt über ihm einen Strauch wachsen, der ihm Schatten spendet. Jona freut sich über das Geschenk. Doch am nächsten Tag lässt Gott die Pflanze wieder verdorren und schickt dazu einen mörderisch heißen Ostwind. Jona ist außer sich, aber das kennen wir ja schon von ihm.

Dann ertönt Gottes Stimme: „Jona, der Strauch ist über Nacht gewachsen und auch über Nacht wieder eingegangen. Du hast nicht einen Finger für ihn krumm gemacht und jetzt tut er dir leid. Mir aber sollte es nicht leidtun um Ninive, die große Stadt, in der mehr als 120.000 Menschen leben?“

Die Jona-Geschichte will zeigen, dass Gott sich weder berechnen, noch für eine Sache einspannen lässt. Das hat der Prophet bitter zu spüren bekommen. Wäre es nach Jona gegangen, dann hätte Gott sich als harter Hund zeigen sollen, und er selbst wäre als starker Prophet dagestanden. Aber Gott handelt nach seinen eigenen Grundsätzen: Wer sich ihm zuwendet, der hat nichts zu verlieren.

/ Dominik Frey in „Prophet auf abwegen“ in SWR1 Anstoß BW

Vielleicht haben Sie heimlich auch eine. Eine Liste mit guten Vorsätzen für das neue Jahr. Auch wenn viele Menschen sage...
07/01/2026

Vielleicht haben Sie heimlich auch eine. Eine Liste mit guten Vorsätzen für das neue Jahr. Auch wenn viele Menschen sagen: „Ach, ich mach sowas nicht mehr. Das bringt doch eh alles nichts!“. Dann stichelt doch diese leise, fiese Stimme im Kopf: „Wolltest du nicht dieses Jahr endlich mehr Sport treiben?“ oder „Statt auf dein Handy zu schauen, könntest du auch mal ein gutes Buch lesen.“ Mit den meisten dieser Vorsätze ist es erfahrungsgemäß schon nach kurzer Zeit wieder vorbei.
Was bleibt, ist dann eben kein Erfolgserlebnis, sondern das schlechte Gewissen: Nicht mal das schaff ich …! Es gibt so einen Satz am Ende des Gottesdienstes: Gott, segne unser Tun und unser Lassen.
Bei Gott zählt nicht nur, was ich mache, sondern auch das, was ich ganz bewusst nicht beginne oder auch nicht zu Ende bringen kann. Mich entlastet das sehr! Wenn ich das auf meine Neujahrsvorsätze übertrage, könnte aus meiner To-do-Liste vielleicht eine Not-to-do-Liste werden.
Mit lauter Vorsätzen, die man ganz leicht abhaken kann – indem man nichts tut! Zum Beispiel: Nicht sofort große Fitnesspläne machen. Stattdessen beim Kaffeetrinken mit einer Freundin überlegen, welches neue Hobby gemeinsam Spaß machen könnte. Solche schönen Erfahrungen machen gute Laune und motivieren. Und wer weiß, vielleicht gibt uns das den Anschub, mit mehr Freude an die Aufgaben heranzugehen, die uns wirklich am Herzen liegen.
Der erste Schritt dahin kann klein sein. Manchmal geht er sich fast wie von selbst. Gott segne dafür unser Tun und unser Lassen!

/ Svenja Prust mit „Die Not-to-do-Liste“ in den SWR3 Gedanken

In diesen Tagen wird an vielen Orten wieder hoher Besuch erwartet. Die Sternsinger sind wieder unterwegs! Ausgestattet m...
06/01/2026

In diesen Tagen wird an vielen Orten wieder hoher Besuch erwartet. Die Sternsinger sind wieder unterwegs! Ausgestattet mit königlichem Gewand, Krone und, natürlich, Stern ziehen sie von Haus zu Haus. Gemeinsam sagen sie ihren Sternsinger-Spruch und singen ein Lied.
Sie bringen den berühmten Segen an die Türen und so zu den Menschen: C + M + B „Christus mansionem benedicat“, „Christus segne dieses Haus“.
Das allein wäre schon genug, aber die Kinder machen noch etwas anderes. Sie sammeln Geld für einen guten Zweck. Im vergangenen Jahr kamen so mehr als 48 Millionen Euro zusammen. Damit ist das Dreikönigssingen eine der erfolgreichsten Spendenaktionen in Deutschland.
Dass so viele kleine Menschen sich für andere kleine Menschen auf der ganzen Welt einsetzen, bringt mich immer wieder zum Staunen. In diesem Jahr steht das Thema Kinderarbeit im Mittelpunkt.
Es ist gut, wenn Kinder verstehen, woher die Dinge kommen, die für sie wie selbstverständlich sind. Dass es nicht in Ordnung ist, wenn andere Kinder nicht spielen dürfen, sondern arbeiten müssen. Und dass Schule nicht nur schwierig und doof ist, sondern helfen kann, den Kreislauf der Armut zu durchbrechen.
Was für eine starke Botschaft: Auch Kinder können gemeinsam Großes erreichen! Sternsingen steht für königliche Würde für alle Menschen. Ich freu mich schon darauf, die kleinen Majestäten in den Straßen zu sehen! Und ich freu mich auf ihren Sternsinger-Gruß: „Wir wünschen euch ein fröhliches Jahr – Caspar, Melchior und Balthasar!“

/ Svenja Prust mit „Die Krone aufsetzen“ in den SWR3 Gedanken

05/01/2026

Kleine Vorschau, was euch morgen im Radiogottesdienst erwartet.
10:00 Uhr
6.1.2026, Dreikönig
SWR4 (oder live in der Annakirche in Benningen)

Am 6.1.26 überträgt der SWR4 um 10:05 einen Radiogottesdienst zu Epiphanias aus der Ev. Annakirche aus Benningen am Neck...
05/01/2026

Am 6.1.26 überträgt der SWR4 um 10:05 einen Radiogottesdienst zu Epiphanias aus der Ev. Annakirche aus Benningen am Neckar. Simon Englert geht mit verschiedenenen Mitwirkenden wie z.B. Sternsingern oder dem Hausmeister der Stadt der Frage nach, wo es gut ist, wenn sich Türen öffnen – und wo es notwendig ist, Türen zu schließen. Wie offen soll und kann unser Glauben sein? Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst von der Popband Set4, Organist Stefan Gering und Elke Bürger an der Klarinette.

Vor ein paar Jahren war ein Werbeclip eines bekannten schwedischen Möbelhauses sehr populär. Darin warfen alle möglichen...
05/01/2026

Vor ein paar Jahren war ein Werbeclip eines bekannten schwedischen Möbelhauses sehr populär. Darin warfen alle möglichen Leute nach Weihnachten ihre Christbäume raus – direkt aus dem Fenster! Der Slogan lautete: „Bäumchen raus!“ Ganz offensichtlich, damit anschließend ein neues Stück aus besagtem Möbelhaus zu Hause „einziehen“ kann.
„Was für ein Quatsch!“, hab ich immer gedacht. Niemand ist so verrückt und wirft seinen Christbaum wirklich aus dem Fenster!
Aber dann, vor ein paar Tagen in meiner Straße, habe ich es gesehen: Da war ein älteres Pärchen gerade dabei, seinen Baum aus dem Haus zu werfen. Der Mann stand unten, die Frau oben am Wohnungsfenster und hat die Tanne geradewegs in den Vorgarten geworfen. Das Ganze hat ihr offensichtlich riesigen Spaß gemacht. Als der Baum fiel, hat sie gejubelt wie ein Kind. Ich war von ihrer Lebensfreude wie verzaubert. Etwas Altes loszulassen kann so guttun und befreiend sein.
Gott will uns Mut dazu machen, wenn er verspricht: Seht, ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde. Dann denkt niemand mehr an das, was früher war.
Es ist für immer vergessen. Freut euch und jubelt ohne Ende über das, was ich jetzt erschaffe!*
Ich möchte, dass das im neuen Jahr mein Hoffnungsgedanke wird. Ich will rausgehen und schauen, wo Gottes Versprechen schon hervorlugt. Und ich werde bestimmt einige sehen, die auch gerade Platz für Neues schaffen. Frei nach dem Motto: Bäumchen raus – Zukunft rein.
*Jes 65,17-18a

/ Svenja Prust mit „Bäumchen raus!“ in den SWR3 Gedanken

Manche Sachen passen einfach nicht zusammen. Das haben sich bestimmt auch jetzt wieder Menschen in den Weihnachtstagen g...
04/01/2026

Manche Sachen passen einfach nicht zusammen. Das haben sich bestimmt auch jetzt wieder Menschen in den Weihnachtstagen gedacht. Da lief Stille Nacht, heilige Nacht im Radio, während die Kinder sich laut gestritten haben; oder da war das Gefühl von Einsamkeit, obwohl man an den Feiertagen mit Familie, Freundinnen und Freunden zusammen war. Diese Gegensätze können sehr zu Herzen gehen.
Aber es geht auch anders. Ein gutes Beispiel ist für mich die Krippe in unserer Kirche, die auch dieses Weihnachten wieder aufgebaut war.
Als ich sie vor ein paar Jahren zum ersten Mal näher angeschaut habe, war ich echt überrascht.
Da hatte doch irgendein Scherzkeks zwischen dem Jesuskind, Maria, Josef, den Hirten, Sterndeutern und vielen Schafen tatsächlich die kleine Figur von Patrick, dem Seestern hineingeschmuggelt. Mit Badehose sitzt Patrick, bekannt aus der Serie SpongeBob, ganz nah beim Jesuskind.
Für einen Augenblick war ich empört: Das geht doch nicht! In einer so liebevoll gebastelten Krippe …! Doch dann wurde ich nachdenklich: Wer weiß, wer Patrick dort aus welchem Grund hingesetzt hat. Und auch, wenn einige Leute sagen würden: „Der passt da nicht rein, der stört!“, Patrick ist jetzt eben da und gehört irgendwie dazu. Mittlerweile wäre die Krippe ohne ihn für mich nicht komplett.
Und so ist es auch mit den Dingen, von denen ich mir im Rückblick wünsche, sie wären an Weihnachten anders gewesen. Manches ist nicht zu ändern und stört uns jedes Jahr wieder. Aber ich spüre in diesem Fest auch immer wieder die Kraft, das, was nicht zueinander passen will, doch zusammenzubringen. Weihnachten kann Brücken bauen. Auch weit über das Fest hinaus. Ich hoffe sehr, dass mich diese Hoffnung auch in diesen Tagen gut ins neue Jahr hineinträgt und ich die vielen Dinge, die im Leben sperrig sind, mit mehr Gelassenheit ansehen kann.

/ Svenja Prust mit „Seestern an der Krippe“ in den SWR3 Gedanken

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