18/06/2026
Die Entscheidung, mich aufgrund meiner privaten Tätigkeit auf einer legalen Online-Plattform zu kündigen, hat mich tief getroffen und nachdenklich gemacht.
Ich möchte klarstellen: Meine Arbeit als Professorin habe ich jederzeit professionell, verantwortungsvoll und mit großem Engagement ausgeübt. Meine fachliche Qualifikation, meine Lehre und mein Umgang mit Studierenden standen nie zur Diskussion und wurden auch von der Hochschule selbst nie beanstandet.
Der betreffende Account ist Teil meines Privatlebens. Er hatte keinen Bezug zu meiner beruflichen Tätigkeit, zu meinen Lehrinhalten oder zur Hochschule.
Diese Kündigung wirft für mich grundlegende Fragen auf:
Wie viel persönliche Freiheit bleibt, wenn legale private Entscheidungen zur beruflichen Sanktion führen?
Und warum wird insbesondere bei Frauen so schnell moralisch geurteilt, während Leistung und Kompetenz in den Hintergrund rücken?
Ich stehe zu meinen Entscheidungen und zu meinem Lebensweg. Gleichzeitig bedaure ich, dass meine fachliche Arbeit und mein jahrelanges Engagement durch eine moralische Bewertung meines Privatlebens überschattet wurden.
Unabhängig vom weiteren rechtlichen Verlauf hoffe ich, dass dieser Fall eine sachliche gesellschaftliche Debatte anstößt – über Selbstbestimmung, Doppelmoral und darüber, wie wir Arbeit, Leistung und persönliche Freiheit in einer modernen Gesellschaft bewerten.
Eure Manu