03/01/2023
Raw vs Farbkorrektur vs Color Grading– Das Video ist geschnitten, nun geht es um den richtigen Look.
Unsere Aufnahmen in den angeführten Beispielen sind im S-Log Verfahren aufgenommen worden. Hierbei ist der Dynamikumfang sehr hoch, wodurch die Szenen zuerst flach wirken. Dieses Verfahren wird angewendet, um die Farbkorrektur durchführen zu können. Das Besondere dabei ist, dass die Technologie, die vom Sensor aufgezeichnete breite Farbskala und den Bereich der Dynamik beibehält. Die Farbkorrektur dient zur Angleichung der Farben, um ein ganzeinheitliches Gesamtbild zu erzeugen. Dies ist eher ein technischer Prozess. Einfache Korrekturen beinhalten zum Beispiel die Anpassung der Belichtung, Sättigung und Schatten. In der Medienwelt spricht man im Allgemeinen von dem sogenannten “Color Grading”. Nach der grundlegenden Farbkorrektur werden den Szenen meistens einen künstlerischen Look verliehen. Dieser muss zur Story eines jeden Videos individuell angepasst werden. Hier gilt es u.A. die Farben und Kontraste anzupassen. Es wird sich ein bestimmtes Farbschema ausgedacht und danach gearbeitet. Wenn es beispielsweise um eine verträumte Situation geht, sollte der Kontrast reduziert werden und dafür weiches Licht mit Light-Leaks angewandt werden. In diesem Fall würde eine Vignette den Szenen schmeicheln. Bei einem ernsten, kämpferischen Video würde man eher zu starken Kontrasten greifen, um einen düsteren Look zu schaffen.
Ihr merkt also: Das Ganze ist ein eigener Workflow und Prozess. Die Farbkorrektur und das Color Grading sind ein ganz besonders wichtiger Bestandteil für das Endprodukt.
Um den Unterschied zu verdeutlichen, haben wir für euch in einem kurzen Clip direkte Vergleiche gegenübergestellt.