14/06/2026
Wenn man es genau nimmt, ist jedes Training Propriozeptionstraining. 💪 Die Tiefenmuskulatur arbeitet immer, ansonsten würde ein Pferd ziemlich unkoordiniert durch sein Leben gehen.
Denn das propriozeptive System ist für die eigene Körperwahrnehmung zuständig. Rezeptoren in Muskeln, Faszien und Gelenken 🦴 senden unaufhörlich Signale an das Nervensystem, um Balance und Muskelkraft richtig zu dosieren und angemessen auf Veränderungen des Untergrunds zu reagieren 🤔: Wo ist welches Bein? Wie viel Gewicht liegt wo? Was braucht die Hinterhand gerade, damit das Pferd nicht das Gleichgewicht verliert?
Diese Prozess läuft unbewusst ab, die Tiefenmuskulatur lässt sich nicht gezielt ansteuern. Trainieren kann man sie aber trotzdem. 🏋️ Dabei helfen Stangenarbeit, Geländeritte, unebene Forstwege oder eben der kontrollierte Einsatz von instabilen Untergründen.
Gerad, wenn man größtenteils auf ebenen Böden im Viereck reitet, das Pferd in der Box und auf schnurgeraden Paddocks steht, fehlt der natürliche Reiz durch wechselndes Terrain. 🌄 Auch bei Verletzungspausen oder gar Boxenruhe wird das propriozeptive System kaum angesprochen.
Dann können Alltagssituationen wie eine rutschige Wiese oder ein Loch im Boden schon zur Herausforderung werden und sogar erhöhte Verletzungsgefahren darstellen. 😨
Mit regelmäßigem Training auf instabilen Untergründen verbessert sich die neuromuskuläre Koordination. 🧠 Der Körper lernt nicht nur, das Gleichgewicht zu halten, sondern auch, die Balance schnell wiederzufinden, wenn sie verloren geht. Das Pferd reagiert feiner, fängt sich schneller, bewegt sich insgesamt runder.
👉 Wie ist es bei dir, konntest du schon Erfahrungen mit Propriozeptionstraining machen?