06/04/2026
Zu Ostern teilen wir mit Euch Wissen über unseren weiblichen Eisprung. Denn Hand aufs Herz - kennst Du Dich hier genauso gut aus wie bei Hühnereiern?
Ein Ei pro Monat … oder auch mal zwei?
Jeder Eisprung (Ovulation) braucht ungefähr ein Jahr Vorlauf. Das heißt, ein Jahr vor dem eigentlichen Eisprung findet die erste Rekrutierung von Eizellen statt aus dem großen Pool derer, die sich bei uns gebildet haben, als wir selber noch im Mutterleib waren (durchschnittlich eine halbe Million). Das sind die Primärfollikel, von denen viele in dem folgenden Jahr wieder zugrunde gehen.
Aus diesen heranreifenden Follikeln wählt der Körper ca. drei Monate vor der geplanten Ovulation wiederum welche für die nächste Reifephase aus, das ist die zweite Rekrutierung – die Follikel rücken von der Vorschule in die Grundschule auf. Jetzt werden sie empfindlich für das follikelstimulierende Hormon (FSH) und beginnen selber, Enzyme und Hormone zu bilden. Während des letzten Zyklus dieser zweiten Reifephase, genauer gesagt in dessen zweiter Zyklushälfte, ist die Empfindlichkeit für FSH am größten. Hier entscheidet sich, wie der nächste Zyklus von der Ovulation her abläuft. Das heißt, noch bevor die Menstruation beginnt, leitet der Körper bereits alles für den nächsten Zyklus in die Wege und die sogenannten Antralfollikel stehen in den Startlöchern – so nennen sich die in der zweiten Reifephase herangereiften Follikel.
Die Anzahl der Antralfollikel, die während der Menstruation mit Ultraschall von vaginal zu sehen sind, ist ein Hinweis auf das Fruchtbarkeitspotenzial einer Frau. Fünf bis fünfzehn Antralfollikel in beiden Eierstöcken zusammengezählt sind ideal. Das Verhältnis und die Geschwindigkeit der Reifung müssen stimmen und es sind viele, viele Follikel nötig, damit einer (selten auch mal zwei, dann kommen vielleicht zweieiige Zwillinge) am Ende der Reifephasen dann zu einer befruchtungsfähigen Eizelle heranreifen kann.
Leicht gekürzter Auszug aus:
Verhüten ohne Hormone von Dr. Dorothee Struck
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