09/06/2026
https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_101288648/finanzminister-klingbeil-fuer-verpflichtende-betriebsrente-.html
Danke, Lars Klingbeil für diese Standortbestimmung. Entweder Sie haben wirklich von Nichts eine Ahnung, oder die Panik in der gegenwärtigen Versagen-Politik überwiegt Alles!
Die bAV betriebliche Altersversorgung belastet Arbeitgeber finanziell durch verpflichtende Zuschüsse von mindestens 15 % bei Entgeltumwandlung, sowie Einstandspflichten. Neben den Kosten binden die Verwaltung und die Haftung für die zugesagten Betriebsrenten Ressourcen.
Auch wenn die gesparten Sozialabgaben die Kosten oft ausgleichen oder sogar übertreffen, bleibt für den Arbeitgeber ein finanzielles und rechtliches Restrisiko.
Die Gründe, warum die bAV trotz der Ersparnis eine Belastung darstellen kann:
a) der Arbeitgeber spart bei der Entgeltumwandlung rund 19 bis 21 % an Sozialabgaben. Liegt der verpflichtende Zuschuss durch bsw. einen bindenden Tarifvertrag bei 20, 25, oder mehr %, zahlt der Arbeitgeber effektiv drauf. Die Ersparnis reicht dann nicht aus, um den Zuschuss komplett zu decken.
b) lebenslange Haftung / Einstandspflicht nach § 1 Abs. 1 Satz 3 BetrAVG für die zugesagte Rente,
Erwirtschaftet die Versicherung oder Pensionskasse wegen niedriger Zinsen oder Krisen nicht die garantierte Summe, muss der Arbeitgeber die Differenz aus eigener Tasche an den Rentner zuzahlen. Diese Haftung bleibt oft jahrzehntelang bestehen.
c) für bestimmte bAV-Wege, wie Direktzusagen oder Unterstützungskassen, müssen verpflichtende PSVaG-Beiträge zur Insolvenzsicherung gezahlt werden, die jährlich schwanken und die Liquidität belasten.
d) Einrichtung, monatliche Lohnabrechnung, Meldewesen bei Mitarbeiterwechseln und gesetzliche Pflicht zur alle 3 Jahre Prüfung von Rentenanpassungen kosten Arbeitszeit und Geld.
Wenn Sie dem also stimmen, weshalb schweigen Sie dann, wie das gesamte, nicht nur politische System zur verdeckten Wirtschaftsförderung durch niedrig gehaltene BG-Beiträge, indem diese jährlich Milliarden – 2008 waren es € 40 Milliarden! – auf die Kranken- und Rentenversicherungen, somit der Allgemeinheit verschieben: der Allgemeinheit, welche die Politik in jeder Hinsicht auszupressen denkt, ohne dass damit die über Jahrzehnte gehenden Versäumnisse geheilt werden, sondern jetzt noch Potenzierung erfahren ?
Wirtschaft und Rente im Fokus: Der Finanzminister wird live vom Publikum befragt – und verweist immer wieder auf anstehende Reformen. Der CDU-Wirtschaftsrat bremst den Optimismus.