05/07/2026
Mehr als 200 Ertrinkungstote seit 2023: Der Atlantik verzeiht keine Fehler
Am 1. Juli haben wir über die erschreckende Bilanz des ersten Halbjahres 2026 berichtet: 31 Menschen verloren zwischen Januar und Juni auf den Kanaren bei Bade- und Wasserunfällen ihr Leben. Das waren 15 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Unter den Todesopfern befanden sich auch drei Minderjährige.
Neue Zahlen zeigen nun das gesamte Ausmaß: Seit Januar 2023 sind auf den Kanaren mehr als 200 Menschen durch Ertrinken ums Leben gekommen. Gleichzeitig mussten die Rettungsdienste bei nahezu 1.800 Zwischenfällen an Stränden, in Naturbecken, Schwimmbädern, Häfen und anderen Badezonen eingreifen.
Hinter jeder Zahl steht ein Mensch – und eine Familie, für die ein Urlaubstag, ein Badeausflug oder ein Spaziergang an der Küste in einer Tragödie endete.
Die kanarische Regierung verstärkt deshalb ihre Präventionsarbeit mit der Kampagne „Respektiere die Flagge, respektiere die Regeln“. Im Mittelpunkt steht eine einfache, aber lebenswichtige Botschaft: Warnungen der Rettungskräfte und die Flaggen an den Stränden müssen ernst genommen werden.
Eine rote Flagge ist keine Empfehlung, sondern ein Badeverbot. Auch gute und erfahrene Schwimmer können gegen Strömungen, hohe Wellen und die Kraft des Atlantiks machtlos sein.
Vor dem Baden sollten Wetter und Seegang geprüft werden. Niemand sollte allein oder an unbekannten, unbewachten Stellen ins Wasser gehen. Kinder müssen immer in unmittelbarer Nähe beaufsichtigt werden.
Viele dieser Unglücke könnten durch Vorsicht und das Befolgen der Regeln verhindert werden. Der Atlantik ist wunderschön – aber er verlangt Respekt.