14/08/2026
2024 haben wir ASHLEY COOKE zum ersten Mal als Support von Jordan Davis live gesehen. Seitdem begegnet sie uns immer wieder - zuletzt beim Folds of Honor Celebrity Softball Game in Nashville.
Heute veröffentlicht sie ihr zweites, selbstbetiteltes Album „Ashley Cooke. Ein Titel, der weniger nach Neuerfindung als nach ehrlicher Bestandsaufnahme klingt: Das bin ich, mit allem, was ich inzwischen über mich weiß und trotzdem noch lernen muss.
Die 15 Songs handeln von komplizierten Beziehungen, Selbstzweifeln und Red Flags. Im Kern erzählen sie jedoch davon, wie schwer es ist, nicht nur andere loszulassen, sondern auch die eigenen Muster, die uns immer wieder bei ihnen bleiben lassen.
Besonders stark ist „famous to frances“: Ein Mann, der für ihre Freunde kaum mehr als ein Spitzname ist, nimmt in ihren Therapiesitzungen längst den größten Raum ein. „johnny ’n june“ beschreibt die Angst, mit einem Menschen auch die intensivste Version der Liebe zu verlieren. „high school sweetheart“ und „the hell you are“ zeigen dagegen eine Ashley, die langsam versteht, dass emotionale Intensität nicht automatisch emotionale Sicherheit bedeutet.
Musikalisch bleibt das Album moderner, eingängiger Pop-Country - stellenweise etwas glatter als die Geschichten, die es erzählt. Seine Tiefe entsteht deshalb vor allem durch Ashleys Songwriting: präzise, selbstironisch und unangenehm nah an den Ausreden, die wir uns selbst erzählen.
Unser Fazit: „Ashley Cooke“ ist kein Album über eine Frau, die endgültig geheilt ist. Es ist ein Album über den Moment, in dem sie beginnt, sich selbst nicht länger für eine Liebe zu verlassen, die ohnehin nie richtig geblieben ist.